Buchenau, Eberhard von
Andere Namen
Weitere Namen
Buchenau, Eberhard gen. die alte Gans
Familie
Verwandte
- Buchenau, Sittich von <Sohn>, Ritter
- Buchenau, Eberhard von <Sohn>
- Buchenau, Neithard von <Sohn>
- Buchenau, Wilhelm von <Sohn>
Leben
Aus der Biografie
Biogramm bei Demandt, Personenstaat
Ritter, gen. die alte Gans1, erhält 1361 für eine Schuldforderung von 100 Mark Silber, die er zusammen mit Wittekind von Merode an Landgraf Heinrich II. hat, von diesem eine Rente von 10 Mark aus der Beede von Felsberg2, wird 1373 Juli 16 in einem Bündnis zwischen Abt Konrad von Fulda und Landgraf Hermann II. gegen die von Baumbach von beiden Seiten zum eventuellen Schiedsmann bestellt3. 1378 Mai 28 haben er und sein Vetter Gottschalk an Landgraf Hermann eine Forderung von 2525 fl. für Schäden, die sie in seinem Dienst erlitten haben und erhalten dafür die Ämter Rotenburg und Friedewald pfandweise, doch hat der Landgraf das Recht, ab Pfingsten 1379 die Amtmannschaft aufzukündigen4, was 1384 geschieht5. 1381 Oktober 2 wird Eberhard als Heimlicher Landgraf Hermanns bezeichnet6 und ist 1384 in den Streitigkeiten zwischen Landgraf Hermann und Herzog Otto von Braunschweig Obermann7. Er schwenkt dann zu den Feinden Landgraf Hermanns um, denn 1386 Mai 12 nimmt Markgraf Balthasar von Meißen die Ritter Eberhard und Gottschalk von Buchenau und ihre Söhne und alle, die ihm gegen Landgraf Hermann geholfen haben, in den bis zum 17. Juni befristeten Waffenstillstand auf8. Nach Vergleich mit Landgraf Hermann erhalten Eberhard und Gottschalk 1387 Juni 8 erneut das Amt Friedewald9 pfandweise. 1393 August 20 treten Eberhard und sein Sohn Sittich, beide Ritter, Fritz von Herda und die Brüder Neithard und Wilhelm von Buchenau dem Bündnis Gottschalks, Hermanns und Appels von Buchenau und ihrer Gruppe vom 19. August gegen die von Baumbach auf Tannenberg bei10. 1394 Juli 12 ist Eberhard einer der Vermittler der Sühne zwischen dieser Adelsgruppe und denen von Baumbach unter Vorbehalt des Vertrages mit dem Landgrafen11, 1400 Januar 13 vermittelt eine Gruppe von Schiedsleuten einen Frieden zwischen Landgraf Hermann einerseits und Eberhard von Buchenau und seinen Söhnen Eberhard, Neithard und Wilhelm andererseits bis auf Pfingsten über ein Jahr, in welcher Frist Abt Johann von Fulda die beiderseitigen Ansprüche auf Friedewald entscheiden soll12. 1401 April 10 verzichten Eberhard und seine Söhne auf Friedewald und erklären auch die Urkunde, die ihnen der Landgraf zusammen mit ihrem Vetter Gottschalk über Friedewald gegeben hat, für nichtig13. Aber schon 1401 Juni 17 überträgt Landgraf Hermann das Schloß Friedewald an Eberhard und seinen gleichnamigen Sohn amtsweise14. 1407 Februar 3 vereinbaren die Vettern Eberhard und Gottschalk mit Landgraf Hermann einen Burgfrieden über Burg und Stadt Vacha mit allen zugehörigen Dörfern und Gerichten15.
Ritter, gen. die alte Gans1, erhält 1361 für eine Schuldforderung von 100 Mark Silber, die er zusammen mit Wittekind von Merode an Landgraf Heinrich II. hat, von diesem eine Rente von 10 Mark aus der Beede von Felsberg2, wird 1373 Juli 16 in einem Bündnis zwischen Abt Konrad von Fulda und Landgraf Hermann II. gegen die von Baumbach von beiden Seiten zum eventuellen Schiedsmann bestellt3. 1378 Mai 28 haben er und sein Vetter Gottschalk an Landgraf Hermann eine Forderung von 2525 fl. für Schäden, die sie in seinem Dienst erlitten haben und erhalten dafür die Ämter Rotenburg und Friedewald pfandweise, doch hat der Landgraf das Recht, ab Pfingsten 1379 die Amtmannschaft aufzukündigen4, was 1384 geschieht5. 1381 Oktober 2 wird Eberhard als Heimlicher Landgraf Hermanns bezeichnet6 und ist 1384 in den Streitigkeiten zwischen Landgraf Hermann und Herzog Otto von Braunschweig Obermann7. Er schwenkt dann zu den Feinden Landgraf Hermanns um, denn 1386 Mai 12 nimmt Markgraf Balthasar von Meißen die Ritter Eberhard und Gottschalk von Buchenau und ihre Söhne und alle, die ihm gegen Landgraf Hermann geholfen haben, in den bis zum 17. Juni befristeten Waffenstillstand auf8. Nach Vergleich mit Landgraf Hermann erhalten Eberhard und Gottschalk 1387 Juni 8 erneut das Amt Friedewald9 pfandweise. 1393 August 20 treten Eberhard und sein Sohn Sittich, beide Ritter, Fritz von Herda und die Brüder Neithard und Wilhelm von Buchenau dem Bündnis Gottschalks, Hermanns und Appels von Buchenau und ihrer Gruppe vom 19. August gegen die von Baumbach auf Tannenberg bei10. 1394 Juli 12 ist Eberhard einer der Vermittler der Sühne zwischen dieser Adelsgruppe und denen von Baumbach unter Vorbehalt des Vertrages mit dem Landgrafen11, 1400 Januar 13 vermittelt eine Gruppe von Schiedsleuten einen Frieden zwischen Landgraf Hermann einerseits und Eberhard von Buchenau und seinen Söhnen Eberhard, Neithard und Wilhelm andererseits bis auf Pfingsten über ein Jahr, in welcher Frist Abt Johann von Fulda die beiderseitigen Ansprüche auf Friedewald entscheiden soll12. 1401 April 10 verzichten Eberhard und seine Söhne auf Friedewald und erklären auch die Urkunde, die ihnen der Landgraf zusammen mit ihrem Vetter Gottschalk über Friedewald gegeben hat, für nichtig13. Aber schon 1401 Juni 17 überträgt Landgraf Hermann das Schloß Friedewald an Eberhard und seinen gleichnamigen Sohn amtsweise14. 1407 Februar 3 vereinbaren die Vettern Eberhard und Gottschalk mit Landgraf Hermann einen Burgfrieden über Burg und Stadt Vacha mit allen zugehörigen Dörfern und Gerichten15.
Nachweise
Fußnoten
- Landau, Ritterburgen II S. 109 sagt „Eberhard und Gottschalk [von Buchenau], Vettern und beide Ritter des goldenen Sporns, standen im unzertrennlichen Bruderbunde und erhoben sowohl durch ihre Vermittelungsgabe, als wie durch ihren kriegerischen Geist ihren Namen unter die ersten ihrer damaligen Standesgenossen. Eberhard führte unter dem Volke den sonderbaren, mit ihm, dem rüstigen Ritter, schwer zu verbindenden Beinamen die alte Gans“. – Da auch ein anderer bedeutender Politiker und Ritter des 15. Jahrhunderts, Hans von Wallbrunn, den gleichen Beinamen führt und ihn sogar auf seine Söhne vererbt, muß diese Benennung damals eine Auszeichnung bedeutet haben, was bei der Wachsamkeit und Klugheit der Gänse begreiflich (ebenso wie die Bezeichnung „dumme Gans“ unbegreiflich) erscheint. ↑
- Landau, Ritterburgen II S. 109 ff. ↑
- Urkk., Familie von Baumbach (ehemals von Baumbachsches Archiv Kirchheim-Nentershausen). ↑
- Urkk., Passiv-Schuldverschreibungen: von Baumbach. – Vgl. auch Friedensburg, Landgraf Hermann II. (ZHG 21, 1885) S. 74. ↑
- Siehe unter Wilhelm von Schlitz. ↑
- Sudendorf, UB d. Herzog von Braunschweig-L. V Nr. 210. ↑
- Armbrust, Göttingen (ZHG 41, 1908) Nr. 28 S 183. ↑
- Posse, Codex Diplomaticus Saxoniae I B 1 Nr. 177. Nach den hessischen Congeries (ZHG 7, 1858 S. 330) war Eberhard Obrister des Markgrafen gegen den Landgrafen 1384. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Friedewald. Vgl. auch Friedensburg, Landgraf Hermann II (ZHG 21, 1885) S. 174. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. von Buchenau siehe unter Gottschalk von Buchenau. ↑
- Urkk., Depositum von Baumbach. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. von Buchenau. Dieser Vertrag regelt noch zahlreiche weitere Streitigkeiten zwischen dem Landgrafen und denen von Buchenau und zwischen dem Landgrafen und den Brüdern Kurt und Heinz von Romrod und Hans, Kurts Sohn, und zwischen dem Landgrafen und Thiele von Baumbach und denen von Buchenau, nicht aber ihre Landfriedensbrüche gegenüber den Klöstern Cappel, Breitenau und Germerode. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. von Buchenau. ↑
- Urkk., Gen.-Rep. Friedewald. ↑
- Kopiar 2 Nr. 37. ↑
Quellen
Literatur
- Demandt, Der Personenstaat der Landgrafschaft Hessen im Mittelalter. Ein „Staatshandbuch“ Hessens vom Ende des 12. bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts, Teil 1, Marburg 1981, S. 114, Nr. 375
- Gundlach, Die hessischen Zentralbehörden von 1247 bis 1604, Bd. 3: Dienerbuch, Marburg 1930, S. 38
- Armbrust, Göttingens Beziehungen zu den hessischen Landgrafen. 1. Unter Heinrich II. (1328–76) und Otto II. (1340–66), in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 41 (1908), S. 97-222
- Friedensburg, Landgraf Hermann II. der Gelehrte von Hessen und Erzbischof Adolf I. von Mainz 1373–1390, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 21 (1885)
- Sudendorf, Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg und ihrer Lande, Bd. 10: Vom 18. März 1405 bis zum Schlusse des Jahres 1406, Hannover 1880
- Nebelthau, Die hessische Congeries, in: Zeitschrift des Vereins für Hessische Geschichte und Landeskunde 7 (1858), S. 309-384
- Landau, Die hessischen Ritterburgen und ihre Besitzer, Bd. 2, Kassel 1833
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Buchenau, Eberhard von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/19255_buchenau-eberhard-von> (aufgerufen am 17.04.2026)
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