Schmidt, Anna* Henriette

 
geboren
11.4.1852 Frankfurt am Main
gestorben
24.9.1929 Frankfurt am Main
Beruf
Lehrerin, Direktorin
GND-Explorer
109617880X

Wirken

Werdegang

  • Gründerin einer Mädchenschule in Frankfurt am Main

Lebensorte

Frankfurt am Main

Familie

Vater

Schmidt, Ludwig Karl, * Niederrad 1.1.1823, † Frankfurt am Main 22.9.1863, Particulier in Frankfurt am Main, Sohn des Johann Jakob Schmidt, 1791–1845, Kaufmann in Frankfurt, und der Anna Margaretha Krisch

Mutter

Schmitt, Amanda, * Hamburg 24.5.1830, † Frankfurt am Main 25.7.1889, Heirat Frankfurt am Main 18.6.1851, Tochter des Jacob Schmitt, Musiklehrer, und der Henriette Worms

Verwandte

  • Schmidt, Georg Daniel <Urgroßvater>, 1764–1798, Bürger und Gewürzhändler (Apotheker ?) in Frankfurt am Main
  • Kühne, Marie Luise, geb. Schmidt <Schwester>, * 1853, verheiratet 1873 mit Charles John Adolphe Kühne, Kaufmann in Genf, später in Frankfurt am Main

Leben

Aus der Biografie

Mit 33 Jahren gründete sie im Haus ihrer Mutter in der Mainzer Landstraße 58 in Frankfurt eine private Schule für Mädchen. Aus den anfangs zwei Schülerinnen wurden bald 43, sodaß die Anstalt 1889 in das Haus Blittersdorff-Platz 39 (seit 2008 François-Mitterand-Platz) umzog. Die Direktorin unterrichtete selbst Kunst, Kunstgeschichte und Musik, förderte aber besonders die Naturwissenschaften im Lehrplan. Zum Unterricht gehörten Theater- und Museumsbesuche ebenso wie Studienfahrten und Wandertage. Die umfassende Ausbildung solle, so meinte Anna Schmidt damals, besonders auf die Anforderungen als Hausvorstand und Mutter vorbereiten. 1908 wurde in ihrer Schule der Bundesverein Hessen-Nassau im „Bund privater deutscher Mädchenschulen“ gegründet, dessen Vorsitz Anna Schmidt übernahm. 1920 ging die Schule aus dem Besitz der Gründerin an einen Schulverein über. Anna Schmidt blieb bis 1928 Direktorin. Dann folgte ihr Dr. Käthe Heisterbergk (1888–1948). Sie baute die Schule zu einem humanistischen Mädchen-gymnasium aus. Seit Mitte der 40er Jahre befindet sich das Ganztags-Gymnasium für die Klassen 5 bis 10 in Nieder-Erlenbach (mit Internat auf dem Gelände der „Glauburg“). Ihm angeschlossen sind inzwischen ein Kinderhaus und eine Grund-schule nach Montessori, eine Regelgrundschule und ein Gymnasium der Stufen 5 bis 13. Seit 1963 sind auch Jungen zugelassen. Die Anna-Schmidt-Schule ist seit 1979 UNESCO-Modell-Schule.
Lupold v. Lehsten

Nachweise

Quellen

Literatur

Siehe auch

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Schmidt, Anna* Henriette“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/1919_schmidt-anna-henriette> (aufgerufen am 22.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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