Wertheimer, Max
Andere Namen
Weitere Namen
Vertgejmer, Maks
Wirken
Werdegang
- 1898 Reifeprüfung am Neustädtischen Gymnasium in Prag
- ab 1898 Studium der Philosophie und Psychologie an den Universitäten Prag (1898-1900), Berlin (1900-1903 ) und Würzburg
- 1904 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Würzburg (bei Oswald Külpe)
- 1904-1912 Privatgelehrter in Prag, Wien, Berlin und Frankfurt am Main, dort Forschungsassistent am Neurologischen Institut (Ludwig Edinger)
- ab 1910 Arbeiten zur Gestaltpsychologie
- 1910-1916 Mitarbeit am Psychologischen Institut in Frankfurt am Main (Experimente zur Bewegungswahrnehmung)
- 1912 Habilitation für Psychologie und Philosophie an der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften in Frankfurt am Main, Privatdozent
- ab Wintersemester 1914/15 Privatdozent an der Universität Frankfurt am Main
- während des Ersten Weltkrieges militarpsychologische Forschungen
- 1916 Umhabilitierung an die Universität Berlin, Privatdozent und Mitarbeiter am Psychologischen Institut bei Wolfgang Köhler (1887-1967)
- 1922-1929 nichtbeamteter außerordentlicher Professor an der Universität Berlin
- 1929 ordentlicher Professor der Psychologie in Frankfurt am Main, Direktor des Philosophischen Seminars und des Psychologischen Instituts an der Frankfurter Universität
- April 1933 Versetzung in den Ruhestand (§ 3 Berufsbeamtengesetz)
- 1933 Emigration in die Tschechoslowakei und von dort über Österreich, Frankreich und die Schweiz in die Vereinigten Staaten
- bis 1943 Professor für Philosophie und Psychologie an der New School für Social Research in New York
- 1994 Einrichtung der Max-Wertheimer-Vorlesungen an der Universität Frankfurt am Main zur Erinnerung an den Frankfurter Psychologie- und Philosophieprofessors Max Wertheimer
Studium
Studium in Prag, Berlin und Würzburg
Netzwerk
Külpe, Oswald <Lehrer>, GND, * Kandau (Kurland) 3.8.1862, † München 30.12.1915, Psychologe und Philosoph, Begründer der Würzburger Schule der Denkpsychologie
Akademische Qualifikation
- 1904 Promotion in Würzburg, Habilitation in Frankfurt am Main
- 1916 Umhabilitierung in Berlin
Akademische Vita
- Psychologisches Institut Berlin // außerordentlicher Professor // 1916-1929
- Universität Frankfurt am Main // ordentlicher Professor / Psychologie / 1929
Werke
- Experimentelle Untersuchungen zur Tatbestandsdiagnostik (Diss. phil. 1904)
- Experimentelle Studien über das Sehen von Bewegung (Habil-Schrift 1912)
- Die Schlußprozesse im produktiven Denken, Berlin 1920
- Über die Wahrnehmung der Schallrichtungen, Berlin 1920
- Über Gestalttheorie, Erlangen 1926
- Gestaltpsychologische Forschung, 1926
- Drei Abhandlungen zur Gestalttheorie, Erlangen 1925
Lebensorte
Prag; Berlin; Würzburg; Frankfurt am Main; New York
Familie
Vater
Wertheimer, Wilhelm, geboren Kamenitz an der Linde (Böhmen), heute Kamenice 1853, gestorben Prag 1930, Jurist, Pädagoge, Beamter der Böhmischen Unionbank, Professor an der Gremial-Handelsfachschule in Prag, Fachschriftsteller für Handelsrecht
Mutter
Zwicker, Ruzena (Rosa*), geboren Prag 1855, gestorben Prag 1919, Tochter des Jakob Zwicker und der Helene Lederer, jüdisch
Partner
Caro, Anna, (⚭ 1923, geschieden 1942) geboren Landsberg an der Warthe 16.6.1901, Fremdsprachenlehrerin und Musikerin, 1933 Emigration über die Tschechoslowakei in die USA, sie verheiratet II. 1942 mit John Hornbostel, 1904-1969, Dr.
Verwandte
- Wertheimer, Valentin Jacob Thomas <Sohn>, geboren Berlin 12.5.1925, gestorben Lakeville (Connecticut/USA) 18.11.1978, Gewerkschaftsfunktionär in New York
- Wertheimer, Matthew <Sohn>, geboren Berlin 20.3.1927 als Michael Matthias Wertheimer, 1933 Emigration in die USA, Professor der Psychologie an der University of Colorado (Boulder)
- Wallach, Lisbeth R., geb. Wertheimer <Tochter>, geboren Berlin 12.10.1928, 1933 Emigration in die USA, Ph.D., Psychiaterin und Professorin für Psychologie an der Duke University in Durham (North Carolina)
- Hornbostel, Peter A. <Sohn>, geboren New York 1936, adoptiert vom zweiten Ehemann der Mutter, Rechtsanwalt in Washington D.C.
Nachweise
Literatur
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 392-396
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 553 f. (Reinhard Frost)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 522 f.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Wertheimer, Max“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18719_wertheimer-max> (aufgerufen am 17.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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