Strupp, Karl
Andere Namen
Weitere Namen
Strupp, Carl
Strupp, Charles
Štrup, Karl
Pseudonym(e)
Juridicus
Wirken
Werdegang
- 1905 Reifeprüfung am Lessing-Gymnasium in Frankfurt am Main
- Studium der Rechtswissenschaften und Geschichte an den Universitäten Heidelberg und Marburg
- 1909 erste juristische Staatsprüfung am Oberlandesgericht Kassel
- 1909-1912 Königlich Preußischer Referendar im Vorbereitungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main
- 1910 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Heidelberg (bei Georg Jellinek)
- 1920-1923 besoldeter Lehrauftrag für Völkerrecht und Staatsrecht an der Universität Frankfurt am Main
- 1923 Habilitation für Völkerrecht und Strafrecht an der Universität Frankfurt am Main, Privatdozent
- 1925, 1930 und 1934 Gastdozent an der Academie des Droits Internationale in Den Haag
- 1926 nichtbeamteter außerordentlicher Professor an der Universität Frankfurt am Main
- 1932/33 ordentlicher Professor an der Universität Frankfurt am Main für öffentliches Recht und Völkerrecht, Mai 1933 Beurlaubung, 1.9.1933 Ruhestandsversetzung durch die Nationalsozialisten
- Sommer 1933 Emigration in die Türkei
- 1933-1936 Professor für Staats- und Völkerrecht in Istanbul
- 1938 Übersiedlung nach Paris, Tätigkeiten für den dänischen Außenminister
- 1939 Ruf auf eine Professur am Institute of Social Research an der Columbia University in New York, die geplante Überfahrt wurde durch sein Ableben vereitelt, seine Ehefrau ließ sich aber in New York nieder
Studium
Studium in Heidelberg und Marburg
Netzwerk
Jellinek, Georg <Lehrer>, GND, * Leipzig 16.6.1851, † Heidelberg 12.1.1911, Staatsrechtler und -theoretiker sowie Rechtsphilosoph
Akademische Vita
- Universität Frankfurt am Main // ordentlicher Professor / öffentliches Recht und Völkerrecht /
Werke
- Schadensersatz wegen Ehebruchs, Eheverlassung und in ähnlichen Fällen (Diss. jur. 1910)
- Die Zuständigkeit der gemischten Schiedsgerichte des Versailler Friedensvertrages (Habil.-Schrift 1923)
- Wörterbuch des Völkerrechts, 3 Bde., 1924-1929
- Urkunden zur Geschichte des Völkerrechts, 1912
- Kriegszustandsrecht, 1916
- Das völkerrechtliche Delikt, 1920
- Grundzüge des positiven Völkerrechts, 1921
Lebensorte
Heidelberg; Marburg; Frankfurt am Main; Kassel; Istanbul; Paris; Den Haag
Familie
Vater
Strupp, Louis, GND, geboren Gotha 1854, gestorben Frankfurt am Main 1914, Bankier und Kaufmann, Leiter der Niederlassung des Bankhauses B. M. Strupp in Gotha, Aufsichtsratsvorsitzender der Gothaer Waggonfabrik, wandelte 1905 „B. M. Strupp“ in die „Bank für Thüringen AG“ um, später in Frankfurt am Main, Geheimer Kommerzienrat, Sohn des Mayer Strupp, 1819–1873, Kaufmann und Hofbankier in Meiningen, und der Ida Friedländer, 1830–1883
Mutter
Würzburger, Anna, gestorben vor 1910
Partner
Haas, Mathilde (Thilde*), (⚭ 2.5.1915) geboren 9.3.1895
Verwandte
Strupp, Werner <Sohn>, geboren 24.2.1922
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 25, Berlin 2013, S. 596 f. (Martin Otto)
Michael Stolleis, Strupp, Karl, in: Frankfurter Personenlexikon (Onlineausgabe)#https://frankfurter-personenlexikon.de/node/7967 (2.6.2015)
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 365-368
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 503
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Strupp, Karl“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18703_strupp-karl> (aufgerufen am 14.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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