Pollock, Friedrich
Andere Namen
Weitere Namen
Pollock, Fred
Pollock, Frederick
Pseudonym(e)
Baumann, Kurt; Baumann, Karl
Wirken
Werdegang
- Besuch des Gymnasiums in Freiburg im Breisgau
- 1911-1915 (zum Nachfolger seines Vaters bestimmt) kaufmännische Ausbildung in Stuttgart, Brüssel, Manchester und London
- 1915-1918 Militärdienst
- Juni 1919 Kriegsreifeprüfung am Neuen Realgymnasium in München
- 1919-1923 Studium der Volkswirtschaft, Soziologie und Philosophie an den Universitäten München, Freiburg im Breisgau und Frankfurt am Main
- 1923 Promotion zum Dr. rer. pol. an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Frankfurt am Main
- 1923-1933 Mitbegründer und Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung in Frankfurt am Main und der Zeitschrift für Sozialforschung, unter anderem kommissarischer Leiter bis zum Amtsantritt von Carl Grünberg (1861-1940), später dessen Assistent, 1928-1930 nochmals kommissarischer Leiter
- 1924 zusammen mit Felix Weil Geschäftsführer der Marx-Engels-Archiv-Gesellschaft zur Förderung der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA)
- 1927/28 Reise in die Sowjetunion zur Teilnahme an den Feierlichkeiten des 10. Jahrestages der Oktoberrevolution
- 1928 Habilitation für Nationalökonomie an der Universität Frankfurt am Main, Privatdozent
- 1930 Gründer einer Zweigstelle des Institutes für Sozialforschung in London
- 1933 Entzug der Lehrbefugnis
- 1933 Emigration nach Genf
- 1934 Emigration nach New York, Tätigkeiten am Institute für Social Research an der Columbia University
- 1950 Rückkehr nach Frankfurt am Main, Mitarbeit am Wiederaufbau des Institutes für Sozialforschung
- 1952-1963 Lehrauftrag als Ordinarius für Volkswirtschaftslehre
- ab 1954 in Zürich lebend
- 1957-1970 in Montagnola im Tessin lebend
- 1969 Verleihung der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, Erhalt des Bundesverdienstkreuzes
Studium
1919-1923 Studium der Volkswirtschaft, Soziologie und Philosophie in München, Freiburg und Frankfurt
Akademische Qualifikation
- 1923 Promotion zum Dr. phil.
- 1927 Habilitation
Akademische Vita
- Frankfurt am Main, Universität // Privatdozent // 1927
Werke
- Zur Geldtheorie von Karl Marx (Diss. rer. pol. 1923)
- Sombarts Widerlegung des Marxismus, Leipzig 1926
- Die planwirtschaftlichen Versuche in der Sowjetunion 1917-1927 (Habil.-Schrift 1929)
- Sozialismus und Landwirtschaft, Leipzig 1932, in der Festschrift für Carl Grünberg zum 70. Geburtstag
- Gruppenexperiment. Ein Studienbericht, Frankfurt am Main 1955
- Automation, Materialien zur Beurteilung der ökonomischen und sozialen Folgen, Frankfurt am Main 1955
Lebensorte
Brüssel; Manchester; London; München; Freiburg im Breisgau; Frankfurt am Main; Genf; New York; Zürich; Montagnola
Familie
Vater
Pollock, Julius, GND, 1866–1937, Lederfabrikant und Kaufmann in Stuttgart, Sohn des Salomon Pollock, 1834–1899, aus Rust (Amt Ettenheim), und der Paulina Weiß, 1839–1912
Mutter
Franck, Elise, (alternativer Name: Trenk) geboren Köln 1867
Verwandte
Pollock, Hans (Juan) <Bruder>, Emiragtion nach Südamerika
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 20, Berlin 2001, S. 607 f. (Dirk Kaesler)
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 291-294
- Frankfurter Biographie, Bd. 2, Frankfurt am Main 1996, S. 145 f. (Reinhard Frost)
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 350 f.
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Pollock, Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18617_pollock-friedrich> (aufgerufen am 15.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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