Sommer, Robert* Carl

 
geboren
20.1.1887 Frankfurt am Main
gestorben
31.12.1957 New York City
Beruf
Architekt, Erfinder, Unternehmer, Flugpionier, Fechtmeister

Wirken

Werdegang

  • Gymnasium in Frankfurt am Main
  • Studium der Architektur und des Ingenieurwesens in den Technische Lehranstalten in Offenbach am Main
  • Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt
  • 1906 Architekt in Bensheim, Auerbacher Str. 61, später Kirchbergstr. 24, vermutlich als Bauschüler von Georg Metzendorf
  • 1908 Eröffnung eines eigenen Architekturbüros
  • 1909 bei der Firma von Wilhelm Pega und Karl Emich in Griesheim im Flugmaschinenbau tätig
  • 1910 zusammen mit seinem Vater und Bruder Walter Sommer Mitinhaber der Firma „Pega-Emich-Sommer GmbH“ Griesheim am Main
  • 1912 stürzte er mit einem selbst gebauten Flugzeug ab
  • 1913 zusammen mit Karl Müller aus Auerbach Gründung der „Deutsche Sommer Flugzeugwerke GmbH“ in Darmstadt, 1914 Aufnahme von Adolf Müller, Frankfurt am Main, als Gesellschafter, Konkurs ab 27.7.1914
  • 1914-1919 Flugzeugführer bei der Feldfliegerabteilung 3 in Darmstadt, dann Gotha, „Alter Adler“
  • 1916 Leutnant der Reserve der Fliegertruppe
  • 1917 technischer Offizier bei der „KoGenLuft“ in Berlin
  • 1919 Ingenieur und Flugzeugführer in der Luftfahrtbranche
  • 1928 Kontrollmeister der Deutschen Verkehrsfliegerschule in Staaken bei Spandau
  • 1928 Betriebsleiter der Gross-Berlin Kraftdroschken GmbH, Entwicklung eines Reifenprofils
  • 1928 Deutscher Teilnehmer als Fechter bei den Olympischen Spielen in Amsterdam
  • 1929 Deutscher Meister im Herrenflorett
  • 1932 Gründer einer Reifenfirma, Teilnehmer an zahlreichen Autorennen
  • 1933f. Repressalien durch das NS-Regime
  • 1947 Emigration in die USA

Lebensorte

Frankfurt am Main; Offenbach am Main; Darmstadt; Bensheim

Familie

Vater

Sommer, Carl* Peter Bernard, 1855-1929, aus Münster, Maler in Frankfurt am Main, gründete mit Bruno Wille die „Volksbühnen-Bewegung“, Mitglied der Deutschen Liga für Menschenrechte

Mutter

Weintz, Elisabetha, 1860-1943, aus Haardt, Heirat Frankfurt am Main 2.3.1885

Partner

Großmann, Margaretha (Margret), * 1895, gest. Englewood Cliffs, Bergen, New Jersey, 1.9.1981, Heirat Berlin 31.1.1918, Tänzerin, Tochter des Salomon Hermann Großmann, Kaufmann, und der Rachel Freundlich

Verwandte

  • Sommer, Elisabeth <Tochter>, * Berlin 6.8.1918, gestorben 2015
  • Sommer, Robert <Sohn>, * Berlin 18.5.1920, gestorben 1917 in Florida
  • Sommer, Carl Walter* Hans <Bruder>, 1885-1940
  • Engelhardt, Rosa Luise* Elisabetha, geb. Sommer <Schwester>, 1888-1977
  • Sommer, Friedrich Wilhelm <Bruder>, 1889-1890
  • Sommer, Electra <Schwester>, 1891-1962
  • Großmann, Kurt <Schwager>, 1897-1972, GND, Journalist, Publizist, Generalsekretär der „Deutschen Liga für Menschenrechte“, 1933 Flucht in die Tschechoslowakei, 1938 nach Paris, 1939 in die USA, Leiter der Demokratischen Flüchtlingsfürsorge, seit 1943 Mitglied des Jüdischen Weltkongresses

Nachweise

Quellen

Literatur

  • Claudia Sosniak, Das technische Genie Robert Sommer. Künster des Eigenbrodt-Brunnens in Auerbach, in: Geschichtsblätter Kreis Bergstraße, Bd. 54, 2021, S. 169-202

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sommer, Robert* Carl“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18572_sommer-robert-carl> (aufgerufen am 19.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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