Lange, Gerson

geboren
27.2.1868 Halberstadt
gestorben
23.9.1923 Frankfurt am Main
Beruf
Rabbiner
Titel
Dr. phil.
Konfession
jüdisch
GND-Explorer
143486861

Wirken

Werdegang

  • Besuch der jüdischen Schule "Hascharath Zwi" in Halberstadt
  • 1880-1887 Besuch des humanistischen Gymnasiums in Halberstadt
  • Ostern 1887 erfolgreiches Bestehen der Reifeprüfung
  • ab Sommersemester 1887 Mathematik-Studium an der Universität Berlin
  • Studium am Berliner Hoffmann'schen Rabbiner-Seminar (Schüler von Hoffmann, Hildesheimer, Berliner und Barth), Abschluss mit Ss'micha (Rabbinatsordination)
  • 1891 Promotion an der Universität Halle-Wittenberg
  • Anstellung an der Berliner Religionsschule der "Adass Yisroel"
  • August 1893 bis März 1897 stellvertretender Direktor der Religionsschule in Hannover
  • 1897-1901 Rabbiner des "Vereins zur Wahrung des überlieferten Judentums in der Provinz Westfalen" mit Sitz in Warburg (Amtsantritt 27.5.1897, eingeführt vom Fuldaer Rabbiner Dr. Michael Cahn
  • ab 22.4.1901 Direktor der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft Frankfurt am Main
  • 1919 schwere Erkrankung und Beurlaubung
  • 1923 Tod im Alter von 55 Jahren

Mitgliedschaften

Vereinigung der traditionell-gesetzestreuen Rabbiner Deutschlands
Mitbegründer und Vorsitzender des "Bundes gesetzestreuer jüdischer Lehrer Deutschlands (Chissuk Emunoh)"
Vorsitzender im "Unterstützungsverein für emeritierte Lehrer, Lehrerwitwen und Waisen Jeschurun"
Gründer der "Jüdisch-Literatischen Gesellschaft in Frankfurt am Main"
Vorsitzender der Orts- und Jugendgruppe der "Agudas Jisroel" in Frankfurt am Main

Werke

  • Dissertation: "Über die linearen, homogenen Differentialgleichungen, denen die Periodicitätsmoduln Abelscher Integrale genügen für den Fall, dass die Irrationalität dritten Grades ist". Halle an der Saale 1891

Lebensorte

Berlin; Hannover; Warburg; Frankfurt am Main

Familie

Vater

Lange, Isaac (Jizhak), geboren 1828, gestorben 1880, Rabbinatsassessor (Dayan), Klaus-Rabbiner in Halberstadt

Mutter

Lange, Rosa, geborene Wetzlar

Partner

Lange, Sara, geborene Biberfeld, geboren Breslau 6.5.1873, Emigration in die Niederlande, Deportation ab Westerbork 16.2.1944, gestorben Konzentrationslager Bergen-Belsen 17.3.1945, Tochter des Abraham Biberfeld und der Helene Biberfeld, geborene Mugdan

Verwandte

  • Lange, Hildegard <Tochter>, geboren Warburg 16.11.1898, Heirat mit Walther Joseph Frankfurt am Main 27.6.1923
  • Lange, Elfriede <Tochter>, geboren Warburg 24.11.1899, verheiratete Hepner, Emigration nach Frankreich 14.11.1938
  • Lange, Rosy <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 4.7.1901, verheiratete Adler, Emigration in die Vereinigten Staaten von Amerika Januar 1939, gestorben 1977
  • Lange, Eva <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 1905, Heirat mit Erwin Stroh Frankfurt am Main 20.3.1929, gestorben Konzentrationslager Auschwitz zu einem unbekannten Zeitpunkt
  • Lange, Lieselotte <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 1906, verheiratete Rumpler
  • Lange, Isaak <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 14.11.1909, Emigration in die Niederlande, Deportation ab Westerbork 15.2.1944 mit Ziel Konzentrationslager Bergen-Belsen, von dort Deportation mit Ziel Konzentrationslager Theresienstadt 10.4.1945, auf dem Weg dorthin in Tröbitz befreit 23.04.1945
  • Lange, Marcus <Bruder>, geboren Halberstadt 19.12.1879, Heirat mit Hermine Kaufmann Frankfurt am Main 22.2.1909, Emigration nach Israel 1939, gestorben Jerusalem 1943, Dr. phil., Rabbiner
  • Lange, Jacob <Bruder>, geboren Halberstadt 27.6.1873, Heirat mit Elsa Posen Frankfurt am Main 11.2.1903, gestorben Frankfurt am Main 23.3.1918, Dr. med., Arzt

Nachweise

Quellen

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Lange, Gerson“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18484_lange-gerson> (aufgerufen am 01.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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