Kleeberg, Julius
Wirken
Werdegang
- 1913 Reifeprüfung an der Oberrealschule in Düsseldorf
- ab 1913 Studium der Medizin an den Universitäten Heidelberg, Bonn und Düsseldorf
- 1915 ärztliche Vorprüfung an der Universität Heidelberg
- 1916-1919 Militärdienst, unter anderem Arzt in einem Sanitätskorps der deutschen Armee
- 1919 nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft Wiederaufnahme des Studiums an der Akademie für Praktische Medizin in Düsseldorf
- 1920 ärztliches Staatsexamen in Düsseldorf, Approbation
- 1920 Promotion zum Dr. med. an der Universität Bonn
- 1920/21 Assistenzarzt an der Pathologisch-Anatomischen Akademie in Düsseldorf und an der Universität Köln (Prof. Dietrich)
- 1921-1923 Assistenzarzt des Instituts für reine Chemie an der Universität München (Prof. Richard Willstaetter (1872-1942))
- 1923/24 Assistenzarzt am Rudolf-Virchow-Krankenhaus für Infektionskrankheiten in Berlin (Prof. Friedemann)
- 1924/25 spezielle Kurse in physikalischer Chemie an den Universitäten München und Berlin
- 1925-1929 Assistenzarzt an verschiedenen medizinischen Institutionen, u. a. am Tropeninstitut in Hamburg (Institut für Tropen-Medizin und Hygiene) und am Londoner Institut für Tropenmedizin
- 1929 Habilitation für Innere Medizin an der Universität in Frankfurt am Main, Privatdozent (später Ordinarius für Innere Medizin a. D.)
- 1930 Auswanderung nach Palästina, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin am Krankenhaus Bikkur Cholim in Jerusalem, Gründer und Redakteur der Fachzeitschrift 'Medica Interna Orientalia'
- 1932 Chefarzt der Inneren Abteilung des Universitätskrankenhauses der Hadassah Medical Organisation in Jerusalem
- 1938-1949 Dozent an der Hebräischen Universität Jerusalem
- 1949-1956 ordentlicher Professor ebd.
- ab 1956 Klinischer Professor ebd.
- 1957 Leiter der Forschungsabteilung und ehrenamtlich konsultierender Arzt des städtischen Rothschild-Hospitals in Haifa
- 6.6.1978 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät von der Universität Düsseldorf
Studium
1920 Promotion in Bonn
1929 Habilitation an der Universität in Frankfurt am Main
Akademische Vita
- München, Universität // Chemie / Lektor / 1922-1923
- Frankfurt am Main, Universität /// Privatdozent / 1929
- Jerusalem, Hebräische Universität /// Dozent / 1938-1949
- Jerusalem, Hebräische Universität /// ordentlicher Professor / 1949-1956
- Jerusalem, Hebräische Universität /// Klinischer Professor / ab 1956
Akademische Ämter
Ordinarius der Universität Frankfurt am Main
Mitgliedschaften
1957 Leiter der Forschungsabteilung des städtischen Rothschild-Hospitals in Haifa
Mitglied der Royal Society for Tropical Medicine
Mitglied der R. Virchow Medical Society, New York
Vorsitzendes Mitglied der Gastro-Enterological Society of Israel
Werke
- Pathologie und Klinik der Blasentumoren (Diss. med. 1920)
- mit Hans Berendt, Die Nährpräparate. Mit besonderer Berücksichtigung der Sauermilcharten (1930)
Lebensorte
Düsseldorf; Heidelberg; Bonn; München; Berlin; Frankfurt am Main; Jerusalem; Haifa
Familie
Vater
Kleeberg, Wilhelm Wolf, geboren Bösingfeld 1867, gestorben Jerusalem 1939, Kaufmann, 1934 Emigration nach Palästina, jüdisch
Mutter
Lebenbaum, Sophie, geboren Holzminden 1871, gestorben Jerusalem 1946, 1934 Emigration nach Palästina, jüdisch
Partner
Schindler, Anni, (⚭ Palästina 1939) geboren Hamburg 1906, Erzieherin, 1923 in der Schweiz, dort mit einem Arzt verheiratet, ab 1936 in Palästina, Tochter des Julius Schindler, Industrieller, jüdisch
Nachweise
Literatur
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 216-218
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 245 f.
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Kleeberg, Julius“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18463_kleeberg-julius> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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