Igersheimer, Josef* Jonas
Wirken
Werdegang
- 1899 Reifeprüfung am Kaiser-Friedrich-Gymnasium in Frankfurt am Main
- ab 1899 Studium der Medizin an den Universitäten Heidelberg, München, Berlin, Straßburg und Tübingen
- 1904 Staatsexamen und Promotion zum Dr. med. in Tübingen (Prof. v. Kehl)
- 1904-1905 Tätigkeiten am Pharmakologischen Institut der Universität Straßburg
- 1905-1909 Tätigkeiten in der Augenklinik der Universität Heidelberg
- 1909-1919 Tätigkeiten in den Augenkliniken der Universitäten Halle an der Saale und Göttingen
- 1910 Habilitation in Halle an der Saale mit einer Arbeit zur 'Bedeutung von Syphilis und Tuberkulose bei Augenkrankheiten
- 1925 Leiter der Augenabteilung des Bürgerhospitals in Frankfurt am Main
- 1926 Umhabilitierung zur Medizinischen Fakultät der Universität Frankfurt
- 1933 Entziehung der Lehrbefähigung aufgrund seines Glaubens
- 1933-1939 Professor der Augenheilkunde an der Universität in Istanbul
- 1940 Emigration in die USA, Spezialarzt für Augenkrankheiten und Mitglied des Tufts College der Medical School in Boston
- 1954 Emeritierung als ordentlicher Professor durch die Universität Frankfurt am Main
Studium
1899 Studium der Medizin in Heidelberg, München, Berlin, Straßburg und Tübingen
Akademische Qualifikation
- 1904 Staatsexamen und Promotion mit der Dissertation 'Über den Blutdruck bei Tuberkulösen'
- 1910 Habilitation in Halle mit einer Arbeit zur 'Bedeutung von Syphilis und Tuberkulose bei Augenkrankheiten
Akademische Vita
- Universität in Istanbul // Professor / Augenheilkunde / 1933-1939
Mitgliedschaften
Mitglied des Tufts College der Medical School in Boston
Werke
- Über den Blutdruck bei Tuberkulösen (Diss. med. 1904)
- Die ätiologische Bedeutung der Syphilis und Tuberkulose bei Erkrankungen des Auges (Habil.-Schrift 1910)
- Syphilis und Auge, Berlin 1919
- Tuberculosis of the Eye in Children, 1929
- Orbit an Eye, 1949
Lebensorte
Heidelberg; München; Berlin; Straßburg; Tübingen; Göttingen; Halle an der Saale; Frankfurt am Main; Istanbul; Boston
Familie
Vater
Igersheimer, Leopold, geb. 30.3.1849 in Mergentheim, gestorben Frankfurt am Main 10.4.1921, Kursmakler, ab dem 1.6.1865 in Frankfurt sesshaft
Mutter
Fränkel, Jennie, jüdisch
Partner
Heinemann, Alice, (⚭ Frankfurt am Main 11.3.1914) geboren Frankfurt am Main 28.2.1888, gestorben 1971, Tochter des Albert Heinemann, Kaufmann, und der Amalie Strupp
Verwandte
- Uhlmann, Hilde, geb. Igersheimer <Tochter>, geboren Göttingen 1.11.1915
- Igersheimer, Walter <Sohn>, geboren Göttingen 23.6.1917
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 8931 (Mitte (Frankfurt), Geburtsnebenregister, 1879, Nr. 2920)
- HStAM Bestand 903 Nr. 9820 (Standesamt Frankfurt am Main I: Heiratsregister (Einträge 1–297) 2.1.1914–11.4.1914, Nr. 174)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10843 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1921, Nr. 397)
Literatur
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 195-197
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 224 f.
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Igersheimer, Josef* Jonas“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18445_igersheimer-josef-jonas> (aufgerufen am 21.04.2026)
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