Hirsch, Naftali
Andere Namen
Weitere Namen
Hirsch, Naphtali
Wirken
Werdegang
- ab 1862 Dozent am im Vorjahr von seinem Onkel Dr. Hirsch Plato, GND, in Weinheim gegründeten Lehrerseminar (Bildungsanstalt für israelitische Lehrer)
- Wintersemester 1863/64 bis Wintersemester 1864/65 Studium der Philosophie an der Universität Berlin
- ab Sommersemester 1865 Studium der Philosophie an der Universität Heidelberg
- Niederlassung in Frankfurt am Main als Rechtsanwalt
- Mitarbeiter der von seinem Vater herausgegebenen Zeitschrift "Jeschurun"
- ab 1890 sesshaft in der Rechneigrabenstraße 11 (Niederhofheimisches Haus)
- 1903 an einem schweren Leiden verstorben, Grabreden u. a. von Stadtrat Flesch, Wilhelm Hackenbroch (Vorstand der Israelitischen Religionsgesellschaft) und Salomon Breuer (Rabbiner), Verleihung des Morenu-Titel durch Breuer posthum
Mitgliedschaften
Führendes Mitglied der "Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums"
Werke
- Dissertation: "Princip des Beweises und Beweisverfahrens im Criminalprozeß des jüd. Rechtes". In: Jeschurun: ein Monatsblatt zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule, Jahrgang 12 (1865-1866), Frankfurt am Main
- "Gesetz vom 21. März 1899 betr. die Synagogengemeindeverhältnisse in Frankfurt a.M.". Frankfurt am Main: Kauffmann, 1899
Lebensorte
Berlin; Heidelberg; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Mutter
Hirsch, Johanna, geborene Jüdel, geboren Braunschweig 8.3.1805, Heirat Delmenhorst 5.10.1831, gestorben Frankfurt am Main 21.4.1882, Tochter des Markus Jüdel, Kaufmann in Braunschweig, und der Sarhen Itzig
Partner
Hirsch, Theresia, geborene Eisler, geboren Kolin (heute Kolín/Tschechien) 10.5.1845, Heirat Frankfurt am Main 22.6.1870, gestorben Frankfurt am Main 3.2.1919, Tochter des Pincas Eisler und der Maria Fischer
Verwandte
- Hirsch, Gella <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 15.12.1871, Zwillingsschwester von Rebecka Hirsch, Heirat Frankfurt am Main mit Simon Sänger (geboren Buttenwiesen 10.8.1875, gestorben Fürth/Bayern 27.9.1936, Buchhändler) 21.10.1904, Deportation ab Nürnberg 10.9.1942, gestorben Konzentrationslager Theresienstadt 24.11.1943, Buchhändlerin
- Hirsch, Rebecka <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 15.12.1871, Heirat Frankfurt am Main mit Josef Sänger (geboren Buttenwiesen 12.6.1877, gestorben Frankfurt am Main 7.12.1930) 6.6.1907, Emigration nach Palästina Anfang 1937, gestorben Haifa 6.2.1942, Buchhändlerin
- Hirsch, Mendel <Bruder>, geboren Oldenburg 3.3.1833, gestorben Frankfurt am Main 28.3.1900, Dr. phil., Direktor der Unterrichtsanstalten der Israelistischen Religionsgesellschaft Frankfurt am Main
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 9345 (Heiratsregister (Trauungsbuch) der Stadt Frankfurt. Mit auswärtigen Trauungen und Ehescheidungen 1870, S. 366)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10577 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1903, Nr. 4678)
- HStAM Bestand 903, Nr. 8849 (Geburtsregister der Stadt Frankfurt (Einträge 1702-2501) 09.1871-12.1871)
- Gedenkbuch "Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945": Sänger, Gella
Literatur
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 194
- Justizrat Dr. Naphtali Hirsch. In: Israelitisches Familienblatt, 7. Jahrgang, Nr. 3, S. 2 f., Hamburg 21.1.1904
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hirsch, Naftali“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18410_hirsch-naftali> (aufgerufen am 05.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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