Heinemann, Heinrich
geboren
7.1.1844 Wildeshausen (Oldenburg) gestorben
13.1.1898 Frankfurt am Main Beruf
Lehrer, Lyzeumsdirektor Titel
Dr. phil. Konfession
jüdisch GND-Explorer
1403829691Andere Namen
Weitere Namen
Heinemann, Heino
Wirken
Werdegang
- Besuch des Gymnasiums in Oldenburg
- Besuch der Prima am Gymnasium in Hannover mit Abschlusszeugnis vom 22.3.1862
- ab Wintersemester 1862/63 Studium der Geschichte, Literatur und Philosophie an der Universität Berlin
- 1864 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen
- 1865-1867 Lehrer an der Realschule der Israelitischen Religionsgesellschaft des Rabbiners Samson Raphael Hirsch
- Dajan der Israelitischen Gemeinde, später Ehren-Dajan an der Synagoge Börneplatz
- ab 1867 Leiter der höheren Schule für israelitische Mädchen namens "Dr. Heinemann'sches Institut" in der Theobaldstraße 6 (gegründet von Dorothea Japhet)
- 1876 Gegner des Austritts aus der Israelitischen Gesamtgemeinde (von da an Hauptunterstützer der Gemeindeorthodoxie und Spitzenmitglied der neu etablierten Ritualkommission)
- ab 1878 enger Freund des konservativen Gemeinderabbiners Dr. Markus Horovitz
- ab 1886 Vorstandsmitglied der Religionsschule der Israelitischen Gemeinde
Funktion
- Frankfurt am Main, Dajan der Israelitischen Gemeinde, 1865-1867
Mitgliedschaften
Vorstandsmitglied der Religionsschule der Israelitischen Gemeinde
Frankfurt Loge des B'nai B'rith
Schriftführer der M. J. Kirchheim'schen Stiftung
Gründer des "Vereins für jüdische Geschichte und Litteratur"
Lebensorte
Frankfurt am Main
Familie
Vater
Heinemann, Abraham, Kaufmann
Mutter
Heinemann, Marianne, geborene Schwabe
Partner
- Heinemann, Dorothea, geborene Japhet, geboren Kassel 18.9.1849, Heirat Frankfurt am Main 18.3.1872, gestorben Frankfurt am Main 2.5.1880, Gründerin und bis 1867 Leiterin der höheren Schule für israelitische Mädchen namens "Dr. Heinemann'sches Institut" in der Theobaldstraße 6, Tochter des Israel Meyer Japhet, Lehrer, und der Catharina Therese Seckel
- Heinemann, Ida, geborene Mayer, geboren Mainz 28.7.1855, Heirat Frankfurt am Main 20.6.1881, Schulleiterin
Verwandte
- Heinemann, Isaac (Yizhak) <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 5.6.1876, Emigration nach Israel 1939, gestorben Jerusalem 29.7.1957, Prof. Dr., Religionsphilosoph
- Heinemann, Clara Caroline <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 2.7.1877
- Heinemann, Ida <Tochter>, geboren Frankfurt am Main 9.1.1879, Heirat mit Felix Perle (geboren Breslau 28.5.1875, Kaufmann) Frankfurt am Main 23.4.1900
- Heinemann, Meyer Max <Sohn>, geboren Frankfurt am Main 13.4.1880, Heirat mit Selma Schott (geboren Frankfurt am Main 29.3.1888) Frankfurt am Main 8.4.1910, Kaufmann
- Japhet, Saemy <Schwager>, Londoner Bankier (S. Japhet & Co., Bankers Ltd.), aus Frankfurt stammend
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 9602 (Standesamt I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 695-1038) 17.04.1900-26.05.1900)
- HStAM Bestand 903 Nr. 9759 (Standesamt V: Heiratsregister (Einträge 1-292) 08.01.1910-04.05.1910)
- HStAM Bestand 903 Nr. 9347 (Heiratsregister (Trauungsbuch) der Stadt Frankfurt. Mit auswärtigen Trauungen und Ehescheidungen 1872)
- HStAM Bestand 903 Nr. 10514 (Standesamt I (mit Bornheim): Sterberegister (Einträge 1-600) 01.01.1898-01.03.1898)
- HHStAW Bestand 469/6 Nr. 4755 (Heinemann, Heinrich)
Literatur
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 182 f.
- Worte der Trauer gesprochen beim Hinscheiden des Herrn Dr. H. Heinemann, Frankfurt am Main 1898
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heinemann, Heinrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18354_heinemann-heinrich> (aufgerufen am 29.10.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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