Geis, Robert Raphael
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Geis, Robert Rafael
Wirken
Werdegang
- aus einem assimilierten Elternhaus stammend (Kaufmannsfamilie, Mitglieder der israelitischen Gemeinde)
- Absolvierung des Abiturs
- ab 1925 Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Berliner Universität sowie der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums
- einjähriges Universitätsstudium in Breslau
- Promotion an der Universität Köln bei Johannes Ziekursch mit einer Arbeit über Caprivi
- Rückkehr nach Berlin
- 1932 Rabbinerexamen in Berlin
- 1932 Anstellung als Jungrabbiner in München
- 1934-1937 Stadtrabbiner in Mannheim
- 1937-1939 Landesrabbiner in Kassel
- 1938 nach den Novemberpogromen vierwöchige Inhaftierung im Konzentrationslager Buchenwald, anschließende Ausweisung durch die Gestapo
- Februar 1939 Auswanderung nach Palästina
- 1939-1945 Mitarbeiter der deutschen Abteilung des britischen Mittelmeersenders BBC
- 1944 Immigration nach England
- 1947 Lehrer in Zürich
- 1949-1952 Rabbiner der liberalen Gemeinde in Amsterdam
- 1952 Rückkehr nach Deutschland
- 1952-1956 erster Nachkriegsrabbiner in Karlsruhe, anschließend Beschäftigung als freier Wissenschaftler
- ab 1961 jüdischer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Evangelischen Kirchentag
- 1969 Honorarprofessor für Judaistik an der Pädagogischen Hochschule in Duisburg
- 1971 Honorarprofessor für Judaistik an der Theologischen Fakultät der Universität Gießen
- Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille
- Wohnsitz in Düsseldorf
Funktion
- Kassel, Landesrabbiner, 1937-1939
Studium
ab 1925 Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Berliner Universität
ab 1925 Studium der Geschichte, Philosophie und Germanistik an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums
einjähriges Universitätsstudium in Breslau
Netzwerk
Ziekursch, Johannes <Lehrer>, GND, * Breslau 17.7.1876, † Sülzhayn (heute Ellrich/Thüringen) 8.5.1945, Historiker
Akademische Qualifikation
- Promotion in Köln bei Professor Ziekursch mit einer Arbeit über Caprivi
Akademische Vita
- Pädagogische Hochschule Duisburg /// Honorarprofessor / 1969
- Universität Gießen /// Honorarprofessor / 1971
Werke
- Vom unbekannten Judentum, Wien 1961
- Versuche des Verstehens. Dokumente deutsch-christlicher Begegnungen 1918-1933, 1966
- Gottes Minorität, 1971
Lebensorte
Frankfurt am Main; Berlin; Breslau; Köln; Mannheim; Kassel; Palästina; England; Zürich; Amsterdam; Karlsruhe; Duisburg; Gießen; Düsseldorf
Familie
Vater
Geis, Moritz, geboren Kassel 13.10.1868, gestorben Frankfurt am Main 29.3.1956, Kaufmann, Sohn des Isaac Geis, Kaufmann, und der Lina Oschel
Mutter
Stern, Sitta, geboren Frankfurt am Main 15.11.1882, Heirat Frankfurt am Main 12.2.1904, Dr. phil., Tochter des Marius Stern, Kaufmann, und der Franziska Oppenheimer
Partner
- Kitzinger, Margarete, geb. München 1908, gest. Haifa 1943, Heirat 1943
- Herzberg, Susanne, geb. Landshut, geb. 1922, Heirat nach Tod von Geis' erster Ehefrau
Nachweise
Quellen
- Standesamt Frankfurt am Main I (mit Bornheim): Heiratsregister (Einträge 1–342) 2.1.1904–1.3.1904, Nr. 232
- HStAM Bestand 903 Nr. 325 (Frankfurt I, Sterbenebenregister, 1956, Nr. 336/I)
Literatur
- Arnsberg, Die Geschichte der Frankfurter Juden seit der Französischen Revolution, Bd. 3, Darmstadt 1983, S. 145-146
- Joachim Perels, Prophetisch Tradition nach der Shoah - Robert Raphael Geis, in: Michael Buckmiller; Dietrich Heimann; Joachim Perels (Hg.), Judentum und politische Existenz. Siebzehn Portraits deutsch-jüdischer Intellektueller, Hannover 2000, S. 306-324
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Geis, Robert Raphael“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/18313_geis-robert-raphael> (aufgerufen am 23.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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