Rabenalt, Arthur* Maria
Wirken
Werdegang
- 1921 Debüt als Regieassistent am Hessischen Landestheater in Darmstadt
- Theaterregisseur in Berlin am Theater am Kurfürstendamm, an der Volksbühne und an der „Tribüne“
- 1925/26 Schauspiel- und Opernregisseur am Reußischen Theater in Gera
- 1926/27 Opernspielleiter an der Oper von Würzburg
- 1927 von Generalintendant Carl Ebert als Opernregisseur an das Hessische Landestheater Darmstadt berufen und bildete mit dem Bühnenbildner Wilhelm Reinking und der Ballettmeisterin Claire Eckstein ein legendäres Theatertrio
- 1931-1934 Inszenator an verschiedenen Berliner Bühnen und Gastregisseur vor allem für Schauspiel- und Operninszenierungen in Darmstadt
- 1932 Mitarbeit an der englischen Synchronfassung von Fritz Langs Film „M“
- 1933 Auslösung seines Theatertrios nach Berufsverbot durch die Nationalsozialisten
- 1934 Macher von Unterhaltungsfilmen wie „Pappi“, „Eine Siebzehnjährige“, „Ein Kind, ein Hund, ein Vagabund“ oder „Ein Filmball-Erlebnis“
- 1935/36 Dialogregisseur am Metropol-Theater Berlin
- arbeitete nach zeitweiligem Verbot von „Ein Kind, ein Hund, ein Vagabund“ von Frankreich, Italien und Österreich aus
- 1936 führte Regie in der Komödie „Das Frauenparadies“
- 1940 Macher des Spielfilms „Die drei Codonas“
- 1940 Mitwirkung an an Leni Riefenstahls Film „Tiefland“
- 1940 Macher des nationalsozialistischen Propagandafilms „Achtung! Feind hört mit!“
- 1940/41 führte Regie beim nationalistisch gefärbten Sportlerdrama „...reitet für Deutschland“
- 1943 Eheschließung mit Natascha Duchon
- nach dem Zweiten Weltkrieg Gründer des Kabaretts „Die Schaubude“ in München
- 1946/47 kommissarischer Leiter der Städtischen Schauspiele in Baden-Baden
- 1947-1949/50? Intendant des Metropol-Theaters in Ost-Berlin
- 1948 drehte den Spielfilm „Das Mädchen Christine“
- 1952 verfilmte den Roman „Alraune. Die Geschichte eines lebenden Wesens“ mit Hildegard Knef in der Hauptrolle
- 1950er Jahre Musikfilmmacher
- 1954 führte Regie beim Musikfilm „Der Zigeunerbaron“
- 1958 bestand in seinem Buch „Film im Zwielicht“ darauf, stets ein unpolitischer Regisseur gewesen zu sein
- ab 1960er Jahre Produzent fürs Fernsehen vor allem von Musik- und Tanzfilmen und Autor theater- und filmhistorischer Beiträge sowie einer Geschichte des erotischen Theaters
- 1968/69 Leiter des „Theatron Eroticon“ in München
- Ende 1970er Jahre weitgehender Rückzug aus dem Filmgeschäft
- schrieb seine Memoiren und ein Buch über Joseph Goebbels
- Verfasser des indizierten Romans „Das Sex-Terzett“ und weiterer erotischer Literatur
- 1989 von der Universität Bayreuth zum Honorarprofessor ernannt
Lebensorte
Darmstadt; Berlin; Gera; Würzburg; München; Baden-Baden
Familie
Vater
Rabenalt, Arthur, † vermutlich 1919, Dr. jur., Rechtsanwalt und Notar
Mutter
Grabner, Karoline
Partner
- Duchon, Natascha
- Walter, Lotte
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 21, Berlin 2003, S. 65 f. (Rolf Aurich)
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 735 (Yorck A. Haase)
Weblinks
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Rabenalt, Arthur* Maria“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/1802_rabenalt-arthur-maria> (aufgerufen am 22.04.2026)
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