Schlesinger, Walter* Friedrich
Wirken
Werdegang
- 1919-1927 Besuch des Realgymnasiums in Glauchau, dort Abitur
- 1927-1934 Studium der Geschichte und Germanistik an den Universitäten Tübingen und Leipzig
- 1929 Eintritt in die NSDAP
- 1935 Staatsexamen in Leipzig sowie Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
- 1940 Dr. phil. habil. an der Universität Leipzig sowie Ernennung zum Dozenten für Mittlere und Neuere Geschichte
- 1940-1944 Kriegsdienst in der Wehrmacht
- 1942 Ernennung zum außerordentlichen Professor für Deutsche Landes- und Volksgeschichte und zum Direktor des gleichnamigen Instituts an der Universität Leipzig
- ab 1943 Direktor des Instituts für Heimatforschung an der Universität Leipzig
- bis 1945 Lehrtätigkeit an der Universität Leipzig, Entlassung aufgrund der Mitgliedschaft in der NSDAP
- ab 1947 wissenschaftliche Arbeiten im Auftrag des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamts Sachsen
- 1951 Übersiedlung nach Marburg
- 1952 Stipendiat der DFG
- ab 1954 Lehrauftrag an der Universität Marburg
- ab Wintersemester 1954/55 ordentlicher Professor an der Freien Universität Berlin
- ab 1960 ordentlicher Professor an der Universität Frankfurt am Main
- 23.2.1964 Ernennung zum ordentlichen Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Marburg
- 23.12.1964 Bestellung zum Direktor des Instituts für Mittelalterliche Geschichte, Geschichtliche Hilfswissenschaften und Geschichtliche Landeskunde
- 1964-1974 Leiter des Hessischen Landesamts für Geschichtliche Landeskunde sowie der 1960 von ihm gegründeten Abteilung Forschungsstelle für Geschichtliche Landeskunde Mitteldeutschlands
- 1967, 1970/71 sowie 1973 Forschungssemester
- 1968 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Heidelberg sowie der Juristischen Fakultät der Universität Göttingen
- 30.9.1973 Emeritierung
- 1983 Verleihung des Brüder-Grimm-Preises der Universität Marburg
Studium
1927-1934 Studium der Geschichte und Germanistik an den Universitäten Tübingen und Leipzig
Akademische Qualifikation
- 1935 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Leipzig
- 1940 Dr. phil. habil. an der Universität Leipzig
Akademische Vita
- Leipzig, Universität / Philosophische Fakultät / Mittlere und Neuere Geschichte / Privatdozent / 1940-1942
- Leipzig, Universität / Philosophische Fakultät / Deutsche Landes- und Volksgeschichte / außerordentlicher Professor / 1942-1945
- Berlin, Freie Universität /// ordentlicher Professor / 1954-1960
- Frankfurt am Main, Universität /// ordentlicher Professor / 1960-1964
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Mittelalterliche Geschichte / ordentlicher Professor / 1964-1972
- Marburg, Universität / Fachbereich 06 Geschichtswissenschaften / Mittelalterliche Geschichte / ordentlicher Professor / 1972-1973
Mitgliedschaften
1963 Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
1969 ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften Göttingen
Werke
Lebensorte
Glauchau; Tübingen; Leipzig; Berlin; Frankfurt am Main; Marburg
Familie
Vater
Mutter
Zschiegner, Helene Friederike, 1875–1972, Tochter des Friedrich Wilhelm Zschiegner, GND, 1841–1906, Stadtgutsbesitzer in Dahlen, und der Hulda Franziska Holzhausen, 1847–1904
Partner
- Hillerdt, Marie Johanna, GND, 1907–1959, Heirat Glauchau 1938, Apothekerin, Tochter des Friedrich Wilhelm Hillerdt, GND, 1871–1939, Kaufmann in Glauchau, und der Marie Julie Ullrich, 1880–1956
- Tode, Johanna, GND, 1911–1987, Heirat Marburg 1966, Gebrauchsgrafikerin, Tochter des Karl Rudolf Tode, GND, 1880–1949, Dipl.-Ing., Architekt, Pädagoge, und der Wally Eleonore Emilie Gamradt, 1886–1971
Verwandte
- Grunwald, Elisabeth, geb. Schlesinger <Tochter>, GND, 1939–2000, Dr. med. vet., Tierärztin, verheiratet mit Heinz Grunwald, GND, geb. 1936, Rechtsanwalt und Notar
- Kassner, Dorothee, geb. Schlesinger <Tochter>, GND, * 1942, Dr., Apothekerin, verheiratet mit Uwe Kassner, geb. 1940, Dr. rer. pol., Mathematiker
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 23, Berlin 2007, S. 65 f. (Michael Gockel)
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 602
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 3, Von 1971 bis 1991, Marburg 2000, S. 169
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
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Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Schlesinger, Walter* Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/17247_schlesinger-walter-friedrich> (aufgerufen am 10.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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