Gramlich, Rudolf

 
geboren
6.6.1908 Offenbach am Main (Bürgel)
gestorben
14.3.1988 Frankfurt am Main
Beruf
Gerber, Ledereinkäufer, Fußballspieler, Sportfunktionär
Konfession
katholisch
GND-Explorer
1104130106

Wirken

Werdegang

  • nach der Mittleren Reife 1925 Ausbildung zum Gerber bei der Firma Nerr und Michel in Friedberg, den Lederwerken Moritz Stecher und der Lehrgerberei der Deutschen Gerberschule in Freiberg/Sachsen
  • 1927 Gesellenprüfung in Dresden
  • 1929 Arbeiter in der Firma Eugen Wallstein in Offenbach am Main
  • FC Borussia Frankfurt
  • 1930 Ledereinkäufer als Scheinanstellung bei der Fa. J. & C. A. Schneider, dem Hauptsponsor der Eintracht Frankfurt
  • seit 1929 Spieler bei Eintracht Frankfurt (207 Spiele)
  • 1931-1936 Mitglied der Fußball-Nationalmannschaft, trat aus Ärger über den Reichstrainer Otto Nerz zurück
  • Mitglied der NSDAP
  • 1938-1942 zusammen mit Adolf Metzner Vorstand der Eintracht Frankfurt
  • 1936 Gründung eines Ledergeschäfts, wobei er von „Arisierungen“ profitierte, und Eintritt in die SS
  • 1939/40 Mitglied des Totenkopf-Regiments der Waffen-SS, unter anderem in Polen
  • 1944 Lehrgang an der SS-Junkerschule Tölz
  • 1949 Vorsitzender des Spielerausschusses bei Eintracht Frankfurt
  • 1952 stellvertretender Vorsitzender bei Eintracht Frankfurt, später Ehrenspielführer und Ehrenpräsident
  • 1955-1970 Präsident der Eintracht Frankfurt
  • 1967-1874 Vorsitzender des DFB-Bundesliga-Ausschusses
  • 1974 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • 2020 Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft nach Untersuchungen zu seinem Verhalten in der Zeit des Nationalsozialismus

Funktion

  • Eintracht Frankfurt, Vorsitzender, 1938-1942
  • Eintracht Frankfurt, Vorsitzender, 1955-1970

Lebensorte

Friedberg; Freiberg (Sachsen); Frankfurt am Main

Familie

Vater

Gramlich, Peter, Mitglied der Zentrumspartei, Stadtverordneter in Offenbach am Main

Mutter

N.N., Anna

Verwandte

Gramlich, Wilhelm <Bruder>, Redakteur der Rhein-Mainischen Volkszeitung, Mitglied des Zentrums, kandidierte bei der Wahl zum Hessischen Landtag, Angehöriger des Wehrverbandes Reichsbanner

Nachweise

Literatur

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Gramlich, Rudolf“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/17235_gramlich-rudolf> (aufgerufen am 20.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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