Heilfurth, Gerhard* Friedrich
Wirken
Werdegang
- 1916-1920 Besuch der Bürgerschule in Schneeberg, 1920-1929 Besuch des Staatsrealgymnasiums in Schneeberg, dort 21.2.1929 Abitur
- 1929-1934 Studium der Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte, Volkskunde, Soziologie, Philosophie und Theologie an den Universitäten Leipzig und Heidelberg
- 31.5.1933 Beitritt zur NSDAP
- 20.12.1935 Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Geschichte, Soziologie und Volkskunde
- 19.5.1936 Staatsexamen in den Fächern Pädagogik, Philosophie, Deutsch, Geschichte und Theologie
- 1.6.1936-31.12.1936 Wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Volksliedarchiv der Universität Freiburg im Breisgau
- 1.1.1937-12.5.1943 Universitätsassistent an der Volkskundlichen Abteilung des Germanistischen Instituts der Universität Leipzig
- ab 1938 Forschungsauftrag zur volkskundlichen Gesamtdarstellung des Bergbaus
- 13.2.1940-31.6.1945 Wehrmacht und Gefangenschaft
- 12.5.1943 Habilitation für das Fach Kultur- und Volkskunde an der Universität Leipzig
- 1943 Ernennung zum Dozenten an der Universität Leipzig
- ab 15.11.1945 Leiter des Kultur- und Sozialwissenschaftlichen Bergbau-Archivs in Bochum
- seit 1.1.1948 gleichzeitig wissenschaftliche und gesellschaftspolitische Arbeiten auf dem Gebiet der Resozialisation der desintegrierten Jugend
- Mitgründer und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendaufbauwerk
- seit 1.9.1949 Dozent an der Sozialakademie Friedewald
- 1952 Ernennung zum Studienleiter der Sozialakademie Friedewald
- 1954 Ernennung zum Direktor der Sozialakademie Friedewald
- daneben seit 1954 Lehrbeauftragter für Volkskunde und Soziologie an der Universität Gießen
- 5.3.1956 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor für Volkskunde und Soziologie an der Universität Gießen
- 1959 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes
- 21.4.1960 Ernennung zum Honorarprofessor an der Universität Gießen
- 24.5.1960 Ernennung zum ordentlichen Professor für Mitteleuropäische Volksforschung an der Universität Marburg
- 1960 Beirat der Brüder-Grimm-Gesellschaft, seit 1989 deren Ehrenmitglied
- Begründer des Instituts für Mitteleuropäische Volksforschung an der Universität Marburg
- Direktor des Germanistischen Instituts der Universität Marburg
- 20.1.1961 Ehrenbürger von Friedewald
- 1961 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Sprachatlas
- ab 1961 Leiter des Verbandes der deutschen Vereine für Volkskunde, später der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, bis 1969 deren Vorsitzender, ab 1989 deren Ehrenmitglied
- 1963 Ablehnung eines Rufs an die Universität Freiburg im Breisgau
- 1963 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Deutsche Sprache
- ab 1963 Mitglied im Herder-Forschungsrat
- 1965 Korrespondierendes Mitglied des Wiener Vereins für Volkskunde
- seit 1965 Mitglied in der Historischen Kommission für Hessen
- 1978 Emeritierung
- 1991 Ehrenbürger der Stadt Schneeberg
- 1991 Ehrendoktor der Pädagogischen Hochschule Zwickau
Studium
1929-1934 Studium der Sprach- und Literaturwissenschaft, Geschichte, Volkskunde, Soziologie, Philosophie und Theologie an den Universitäten Leipzig und Heidelberg
Akademische Qualifikation
- 20.12.1935 Promotion zum Dr. phil. in den Fächern Geschichte, Soziologie und Volkskunde mit dem Thema "Das erzgebirgische Bergmannslied"
- 12.5.1943 Habilitation für das Fach Kultur- und Volkskunde an der Universität Leipzig
Akademische Vita
- Gießen, Universität / / Volkskunde und Soziologie / außerplanmäßiger Professor / 1956-1960
- Gießen, Universität / / Volkskunde und Soziologie / Honorarprofessor / 1960
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Mitteleuropäische Volksforschung / ordentlicher Professor / 1960-1978
Akademische Ämter
1954 Ernennung zum Direktor der Sozialakademie Friedewald
Mitgliedschaften
Mitgründer und Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendaufbauwerk
1960 Beirat der Brüder-Grimm-Gesellschaft, seit 1989 deren Ehrenmitglied
1961 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Sprachatlas
ab 1961 Leiter des Verbandes der deutschen Vereine für Volkskunde, später der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde, bis 1969 deren Vorsitzender, ab 1989 deren Ehrenmitglied
1963 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Instituts für Deutsche Sprache
ab 1963 Mitglied im Herder-Forschungsrat
1965 Korrespondierendes Mitglied des Wiener Vereins für Volkskunde
seit 1965 Mitglied in der Historischen Kommission für Hessen
Werke
- Das erzgebirgische Bergmannslied. Ein Aufriß seiner literarischen Geschichte, Schwarzenberg 1936. (Dissertationsschrift)
- Das Bergmannslied. Wesen, Leben, Funktion. Ein Beitrag zur Erhellung von Bestand und Wandlung der sozialkulturellen Elemente im Aufbau der industriellen Gesellschaft, Kassel 1954.
- Glückauf! Geschichte, Bedeutung und Sozialkraft des Bergmannsgrusses, Essen 1958.
- Volkskunde jenseits der Ideologien. Zum Problemstand des Faches im Blickfeld empirischer Forschung, Marburg 1961.
- Der erzgebirgische Volkssänger Anton Günther. Leben und Werk, Frankfurt am Main 1962.
- Das Heilige und die Welt der Arbeit am Beispiel der Verehrung des Propheten Daniel im Montanwesen Mitteleuropas, Marburg 1965.
- Das Montanwesen als Wegbereiter im sozialen und kulturellen Aufbau der Industriegesellschaft Mitteleuropas, Wien 1972.
- Der Bergbau und seine Kultur. Eine Welt zwischen Dunkel und Licht, Zürich 1981.
Lebensorte
Schneeberg; Leipzig; Heidelberg; Freiburg im Breisgau; Bochum; Marburg
Familie
Vater
Heilfurth, N.N., Bergrevisor
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Heilfurth, Gerhard* Friedrich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16832_heilfurth-gerhard-friedrich> (aufgerufen am 21.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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