Hauer, Jakob Wilhelm*

Hauer, Jakob Wilhelm*
Wirken
Werdegang
- bis zum 14. Lebensjahr Besuch der Volksschule Ditzingen, danach bis 1900 Privatunterricht
- 1900-1906 Ausbildung zum Missionar im Baseler Missionshaus
- 1907-1911 Leiter der höheren Schule in Indien, gleichzeitig philologische und religionsgeschichtliche Studien
- 1911 Studium der Klassischen Sprachen, Sanskrit, Philosophie und Religionsgeschichte an der Universität Tübingen
- 1911-1915 Studium der Klassischen Sprachen, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Ethnologie und Sanskrit an der Universität Oxford
- Abschluss mit B.A. und der Berechtigung zum M.A. Oxford
- Unterbrechungen des Studiums während des Ersten Weltkriegs durch Internierung
- 1915 Rückkehr nach Deutschland
- 1915-1919 Tätigkeit im Württembergischen Kirchendienst
- zweites theologisches Dienstexamen
- 1916-1918 Studium der Philosophie, Geschichte, Religionsgeschichte, Religionspsychologie und Sanskrit an der Universität Tübingen
- 6.1918 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen
- 10.1919 Austritt aus dem Kirchendienst, anschließend Religionsgeschichtliche Studien
- 1920-1934 Gründung und Leitung des Bundes der Köngener
- ab 16.3.1921 Privatdozent an der Universität Tübingen
- 1925 Ernennung zum außerordentlichen Professor an der Universität Tübingen
- 1925 Ernennung zum ordentlichen Professor für Indische Philologie und Direktor des Orientalischen und Indogermanischen Seminars an der Universität Marburg
- 1927 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Tübingen
- 5.1933 Beitritt zum Kampfbund für deutsche Kultur
- 30.7.1933 Gründung der Deutschen Glaubensbewegung
- 12.1933 förderndes Mitglied der Hitlerjugend
- Mitglied des NS-Lehrerbundes und des NS-Dozentenbundes
- 6.1934 Aufnahme in die SS, 8.1934 Aufnahme in den Sicherheitsdienst des Reichsführers SS
- 1937 Mitglied der NSDAP
- 1938 Arbeit für die Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe
- 16.8.1939 Erweiterung der Venia legendi auf „Arische Weltanschauung“
- Ernennung zum Direktor des neugegründeten Arischen Seminars an der Universität Tübingen
- 5.1945-8.1947 Internierung von der französischen Besatzungsmacht
- 25.10.1945 Entlassung
- 7.1949 offizielle Versetzung in den Ruhestand
- 1950 Gründung der Arbeitsgemeinschaft für freie Religionsforschung und Philosophie
Studium
1911 Studium der Klassischen Sprachen, Sanskrit, Philosophie und Religionsgeschichte an der Universität Tübingen
1911-1915 Studium der Klassischen Sprachen, Geschichte, Philosophie, Psychologie, Ethnologie und Sanskrit an der Universität Oxford
1916-1918 Studium der Philosophie, Geschichte, Religionsgeschichte, Religionspsychologie und Sanskrit an der Universität Tübingen
Netzwerk
Reventlow, Ernst zu <Mitgründer der Deutschen Glaubensbewegung>, GND, 1869-1943, Seeoffizier, Schriftsteller, Politiker
Akademische Qualifikation
- 6.1918 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Tübingen
Akademische Vita
- Tübingen, Universität / / / außerordentlicher Professor / 1925
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Indische Philologie / ordentlicher Professor / 1925-1927
- Tübingen, Universität / / Religionswissenschaften und Indologie / ordentlicher Professor / 1927-1945
Werke
- Die Anfänge der Yogapraxis im alten Indien (1922)
- Werden und Wesen der Anthroposophie. Eine Wertung und eine Kritik. Vier Vorträge, Stuttgart 1922
- Die Religionen. Ihr Werden, ihr Sinn, ihre Wahrheit, Berlin 1923
- Der Yoga als Heilweg, Stuttgart 1932
- Deutsche Gottschau, Stuttgart 1935
- Was will die Deutsche Glaubensbewegung?, Köln 1934
- Glaube und Blut, Karlsruhe 1938
- Religion und Rasse, Tübingen 1941
Lebensorte
Ditzingen; Basel; Tübingen; Oxford; Marburg
Familie
Vater
Hauer, Jakob, 1854–1935, Gipsermeister, Sohn des Jakob Hauer und der Marie Katharina Ammer
Mutter
Maier, Gottliebin Friederike, 1861–1922, Tochter des Johann Georg Maier, Spengler, und der Rosine Berner
Nachweise
Quellen
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 8, Berlin 1969, S. 83 f. (Hans Jürgen Rieckenberg)
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 514
- Stockhorst, Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich?, Velbert/Kettwig 1967, S. 180 f.
Bildquelle
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hauer, Jakob Wilhelm*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16829_hauer-jakob-wilhelm> (aufgerufen am 23.04.2026)
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