Gadamer, Hans-Georg

Gadamer, Hans-Georg
Wirken
Werdegang
- Besuch des Gymnasiums zum Heiligen Geist in Breslau (heute Wrocław/Polen), dort Ostern 1918 Abitur
- 1918-1922 Studium der Fächer Germanistik, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Breslau, Marburg und München
- 12.5.1922 (Urkunde 17.8.1922) Promotion zum Dr. phil. im Fach Philosophie an der Universität Marburg
- Sommer 1923 Studium und Besuch der Vorlesungen unter anderem von Martin Heidegger an der Universität Freiburg im Breisgau
- 1924-1927 Studium der Klassische Philologie an der Universität Marburg
- 20.7.1927 Staatsexamen für das Höhere Lehramt an der Universität Marburg
- Stipendium der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaften
- 23.2.1929 Habilitation und Venia legendi im Fach Philosophie an der Universität Marburg
- Stipendium der Notgemeinschaft und Beihilfe, Aufenthalt in Paris
- ab Wintersemester 1933/34 Lehrauftrag über Ethik und Ästhetik an der Universität Marburg
- August 1933 Beitritt zum Nationalsozialistischen Lehrerbund
- 11.11.1933 Unterzeichnung des Bekenntnis der Professoren an den deutschen Universitäten und Hochschulen zu Adolf Hitler und dem nationalsozialistischen Staat
- 1934-1935 Lehrstuhlvertretung für Philosophie an der Universität Kiel
- Oktober 1935 freiwillige Teilnahme am Dozentenlager des NS-Dozentenbundes bei Danzig
- Wintersemester 1935-1936 Lehrstuhlvertretung an der Universität Marburg
- 20.4.1937 Ernennung zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor an der Universität Marburg
- Sommersemester 1938 Lehrstuhlvertretung für Philosophie an der Universität Leipzig
- 1.1.1939 Ernennung zum ordentlichen Professor für Philosophie und Direktor des Philosophischen Instituts an der Universität Leipzig
- während des Zweiten Weltkriegs Mitarbeiter am NS-Projekt „Kriegseinsatz der Geisteswissenschaften“
- seit 1940 Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
- ab 8.5.1945 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
- 1946-1947 Rektor der Universität Leipzig
- 1.10.1947-1949 ordentlicher Professor an der Universität Frankfurt am Main
- 1949 Ernennung zum ordentlichen Professor an der Universität Heidelberg
- seit 1951 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt
- 1962 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland
- 1968 Emeritierung
- 1969-1972 Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
- seit 1970 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Athen (Griechenland)
- 1971 Verleihung des Ordens Pour le Mérite und des Großen Bundesverdienstkreuzes
- seit 1973 Mitglied der Academia Nazionale dei Lincei in Rom (Italien)
- seit 1975 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Studium
1918-1922 Studium der Fächer Germanistik, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Breslau, Marburg und München
1924-1927 Studium der Klassische Philologie an der Universität Marburg
Netzwerk
- Natorp, Paul* Gerhard <Lehrer>, 1854-1924, Philosoph
- Hartmann, Paul Nicolai* <Lehrer>, 1882-1950, Philosoph
- Husserl, Edmund* Gustav Albrecht <akademischer Lehrer>, GND, 1859-1938, Philosoph, Mathematiker
- Heidegger, Martin <Lehrer>, 1889-1976, Philosoph
- Friedländer, Paul <akademischer Lehrer>, 1882-1968, Klassischer Philologe
- Bartuschat, Wolfgang <Schüler>, GND, *1938, Philosoph
- Henrich, Dieter <Schüler>, GND, *1927, Philosoph
- Boehm, Gottfried <Schüler>, GND, *1942, Kulturhistoriker, Philosoph
- Frank, Manfred <Schüler>, GND, *1945, Philosoph
Akademische Qualifikation
- 12.5.1922 (Urkunde 17.8.1922) Promotion zum Dr. phil. im Fach Philosophie an der Universität Marburg zum Thema „Das Wesen der Lust nach den platonischen Dialogen“
- 23.2.1929 Habilitation im Fach Philosophie an der Universität Marburg mit der Schrift „Platos dialektische Ethik. Interpretationen zum "Philebos“
Akademische Vita
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Philosophie / außerordentlicher Professor / 1937-1939
- Leipzig, Universität / / Philosophie / ordentlicher Professor / 1939-1947
- Frankfurt am Main, Universität / / Philosophie / ordentlicher Professor / 1947-1949
- Heidelberg, Universität / / Philosophie / ordentlicher Professor / 1949-1968
Akademische Ämter
ab 8.5.1945 Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig
1946-1947 Rektor der Universität Leipzig
Mitgliedschaften
seit 1940 Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
seit 1951 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 1969-1972 deren Präsident
seit 1951 Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt
1962 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland
seit 1970 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Athen (Griechenland)
seit 1973 Mitglied der Academia Nazionale dei Lincei in Rom (Italien)
seit 1975 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences
Werke
- Das Wesen der Lust nach den platonischen Dialogen, Marburg 1922. (Dissertationsschrift)
- Platos dialektische Ethik. Interpretationen zum „Philebos“, Leipzig 1931. (Habilitationsschrift)
- Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik, Tübingen 1960
- Lob der Theorie, Frankfurt am Main 1983
- Über die Verborgenheit der Gesundheit, Frankfurt am Main 1993
Lebensorte
Breslau; Marburg; München; Freiburg im Breisgau; Paris; Leipzig; Heidelberg; Kiel; Frankfurt am Main
Statusgruppe
Wissenschaftler/in
Familie
Vater
Mutter
Gewiese, Johanna, † 1904, Heirat 1897, Tochter des Hugo Gewiese, Maurer- und Zimmermeister, und der Adele Becker
Partner
Lekebusch, Käte
Verwandte
Gadamer, Oskar <Großvater>, 1831-1887, Unternehmer, Stadtrat
Nachweise
Literatur
Bildquelle
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
- Index Deutsche Biographie: Öffnet in neuem Fenster
- Sächsische Biografie: Öffnet in neuem Fenster
- Professorenkatalog der Universität Leipzig: Öffnet in neuem Fenster
- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
- Wikipedia: Öffnet in neuem Fenster
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Gadamer, Hans-Georg“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16811_gadamer-hans-georg> (aufgerufen am 18.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16811