Auerbach, Erich
geboren
9.11.1892 Berlin gestorben
13.10.1957 Wallingford (Connecticut/USA) Beruf
Philologe, Romanist, Bibliothekar, Professor Titel
Prof. Dr. phil.; Dr. jur. GND-Explorer
118505025
Auerbach, Erich
Wirken
Werdegang
- September 1900-Herbst 1910 Besuch des Königlich Französischen Gymnasiums in Berlin, dort im Herbst 1910 Abitur
- Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Berlin, Freiburg im Breisgau, München und Heidelberg
- Besuch von Vorlesungen in den Philosophischen Fakultäten neben dem Studium der Rechtswissenschaften
- 17.11.1913 Promotion zum Dr. jur. im Fach Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg
- 1913 Übertritt zur Philosophischen Fakultät
- Dezember 1914-April 1918 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger
- April 1918 Verwundung in Nordfrankreich und Auszeichnung mit dem Eisernen Kreuz
- Ende 1918 Wiederaufnahme des Studiums der Romanischen Philologie an der Universität Berlin
- 1919-1921 Senior des Berliner Romanischen Seminars
- 21.11.1921 Promotion zum Dr. phil. im Fach Romanische Philologie an der Universität Greifswald
- 1922 Staatsprüfung für das Höhere Lehramt an Gymnasien in den Fächern Französisch und Italienisch
- 1.4.1923 Volontär im Preußischen Bibliotheksdienst, dann Bibliotheksrat an der Universitätsbibliothek Marburg
- 1925 vom Bibliotheksdienst nach Italien und Frankreich beurlaubt
- ab 1.4.1927 planmäßiger Bibliothekar an der Preußischen Staatsbibliothek in Berlin
- 6.7.1929 Habilitation und Venia legendi für das Fach Romanistik an der Universität Marburg
- WS 1929/30 Lehrauftrag für Italienische Sprache und Literatur an der Universität Marburg beantragt
- Sommersemester 1930 Vertretungsprofessur für romanische Philologie an der Universität Marburg
- 28.10.1930 Ernennung zum ordentlichen Professor für Romanische Philologie am Fachbereich Philosophie der Universität Marburg
- 16.10.1935 aus rassischen Gründen aus den Diensten der Universität Marburg enthoben, 18.12.1935 folgte das Entlassungsschreiben
- seit 1.1.1936 „im Ruhestand“
- 20.7.1936 Ruf an die Universität Istanbul, Türkei
- 1936-1947 Professor für Europäische Philologie und Leiter der Fremdsprachenschule an der Universität Istanbul, Türkei
- 1947 Emigration in die USA
- 1947-1948 Professor am Pennsylvania State College, USA
- 1949 Professor / Member am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey USA
- 1950 Professor für mittelalterliche Literatur im Department of French an der Yale University in New Haven, Connecticut USA
- 1956 Sterling Professor of Romance Philology an der Yale University, in New Haven, Conneticut USA
Studium
Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Berlin, Freiburg im Breisgau, München und Heidelberg
1918-1921 Studium der Romanischen Philologie an der Universität Berlin
Netzwerk
Spitzer, Leo <akademischer Lehrer>, GND
Akademische Qualifikation
- 17.11.1913 Promotion zum Dr. jur. im Fach Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg zum Thema „Die Teilnahme in den Vorarbeiten zu einem neuen Strafgesetzbuch“
- 21.11.1921 Promotion zum Dr. phil. im Fach Romanische Philologie an der Universität Greifswald mit dem Thema „Zur Technik der Frührenaissancenovelle in Italien und Frankreich“
- 6.7.1929 Habilitation und Venia legendi für das Fach Romanistik an der Universität Marburg mit der Schrift „Dante als Dichter der irdischen Welt“
Akademische Vita
- Marburg, Universität / Philosophische Fakultät / Romanische Philologie / Professor / 1930-1935
- Istanbul, Universität / / Europäische Philologie / Professor / 1936-1947
- Pennsylvania, Universität / / / 1947-1948
- Princeton, Universität / / / Professor / 1948-1949
- New Haven, Yale University / / Romanische Philologie / Professor / 1950-1957
Werke
- Die Teilnahme in den Vorarbeiten zu einem neuen Strafgesetzbuch (Dissertation. 1913)
- Zur Technik der Frührenaissancenovelle in Italien und Frankreich, Heidelberg 1921 (Dissertationsschrift)
- Dante als Dichter der irdischen Welt, Berlin 1929 (Habilitationsschrift)
Lebensorte
Berlin; Freiburg im Breisgau; München; Heidelberg; Greifswald; Marburg; Istanbul; New Haven (Connecticut/USA)
Statusgruppe
Wissenschaftler/in
Verfolgungsgrund
NS-Rassenideologie
Dienstenthebung
1935-10-16
Nachweise
Quellen
- UniA MR 307d Nrn. 2351, 2382, 3734
- UniA MR 305a Nr. 4002
- UniA MR 310 Nr. 2661
Literatur
- Anne C. Nagel/Ulrich Sieg (Hrsg.), Die Philipps-Universität Marburg im Nationalsozialismus. Dokumente zu ihrer Geschichte, Stuttgart 2000
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 462 f.
- Michael Grüttner, Ausgegrenzt. Entlassungen an den deutschen Universitäten im Nationalsozialismus. Biogramme und kollektivbiografische Analyse, Berlin 2023
- Schnack, Marburger Gelehrte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Marburg 1977, S. 10-21 (Henri Peyre)
Weblinks
Bildquelle
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Auerbach, Erich“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16725_auerbach-erich> (aufgerufen am 20.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16725