Hartig, Emil Max*
geboren
25.3.1872 Russdorf (Kreis Altenburg) gestorben
28.6.1947 Frankfurt am Main Beruf
Eisendreher, Gewerkschaftssekretär, Kommunalpolitiker Konfession
konfessionslosWirken
Werdegang
- 1890 Eintritt in die SPD
- 1892 Beitritt zum Deutschen Metallarbeiter-Verband (DMV)
- ab 1907 Gewerkschaftssekretär beim Deutschen Metallarbeiter-Verband
- 1910 Übersiedelung nach Höchst am Main
- Vorsitzender der SPD-Ortsgruppe, des DMV und der AOK
- 1919-1920 Stadtverordneter des Höchster Stadtparlaments
- 1920-1928 ehrenamtlicher Beigeordneter im Höchster Magistrat bzw. stellvertretender Bürgermeister von Höchst
- 1928-1933 nach Eingemeindung von Höchst nach Frankfurt Abgeordneter des Frankfurter Stadtparlaments, dort Mitglied des Rechtsausschusses, des Tiefbauausschusses und mehrerer Deputationen
- Mai 1933 Entlassung und Zwangspensionierung als sozialdemokratischer Gewerkschaftssekretär in Folge der Überführung der freien Gewerkschaften zur Deutschen Arbeitsfront (DAF)
- 1934-1945 Mitglied der DAF
- über politische Aktivitäten in der NS-Zeit nichts Genaues bekannt
- 1945 als SPD-Vertreter zum Mitglied des Beirats der amerikanischen Militärregierung mit Peter Fischer (KPD) und Alois Brisbois (Zentrum) ernannt
- erfolgreiche Neuorganisation der umfassenden kommunalen Aufgaben im Stadtteil Höchst durch den Beirat
- nach Konflikten mit der amerikanischen Militärregierung Übertragung der Frankfurter Stadtverwaltung an den kommissarischen BürgermeisterWilhelm Hollbach
- nach Auflösung des Beirats kein weiteres politisches Engagement
Funktion
- Höchst, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (SPD), 1919-1920
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (SPD), 1928-1933
Lebensorte
Höchst am Main
Familie
Mutter
Hartig, Pauline Wilhelmine
Partner
Warnecke, Katharine Marie Dorothee, (⚭ Lüneburg 28.1.1898) * Uelzen 21.5.1860, † Frankfurt am Main 19.7.1940, Tochter des Johann Christoph Warnecke und der Magdalene Sophie Heinssen
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 8300 (Höchst am Main (Frankfurt-Höchst), Sterbenebenregister, 1940, Nr. 473)
- HStAM Bestand 903 Nr. 8311 (Höchst am Main (Frankfurt-Höchst), Sterbenebenregister, 1947, Nr. 696/Hö)
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 142 ff.
- Beier, Arbeiterbewegung in Hessen, Frankfurt am Main 1984, S. 439
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hartig, Emil Max*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16711_hartig-emil-max> (aufgerufen am 19.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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