Brüchner, Wilhelm
geboren
26.12.1879 Usingen gestorben
3.2.1946 Frankfurt am Main Beruf
Mittelschullehrer, Rektor, Kommunalpolitiker Konfession
evangelischWirken
Werdegang
- 1900-1901 nach abgeschlossener Lehrerausbildung Militärdienst in Mainz
- ab 1901 Lehrtätigkeit in Gonzenheim, später in Frankfurt am Main
- ab April 1914 Lehrer an der Mittelschule in Frankfurt-Niederrad
- 1930 Schulleiter der Mittelschule in Frankfurt-Niederrad
- 1928 Mitglied im Christlichen Volksdienst
- 1928-1933 Abgeordneter im Frankfurter Stadtparlament (Christlicher Volksdienst, ab 1929 Christlich-Sozialer Volksdienst), dort Mitglied des Stiftungs-, Wohlfahrts- und Schulausschusses sowie mehrerer Deputationen
- März 1933 Wiederwahl als einziger Vertreter seiner Partei
- Juli 1933 Niederlegung des Mandats aufgrund der im März erlassenen „Preußischen Verordnung zur Behebung von Mißständen in der gemeindlichen Verwaltung“
- Nachfolger Richard Aßmann
- Nach Überprüfung der politischen Zuverlässigkeit weiterhin als Schulleiter tätig
- 1933 Beitritt zum NS-Lehrerbund und zur NS-Wohlfahrt
- 1935 Ernennung zum Rektor der Niederräder-Mittelschule gegen den Widerstand einiger Nationalsozialisten
- 1937 auf Druck des NS-Lehrerbundes Eintritt in die NSDAP trotz ablehnender Haltung gegenüber der NS-Ideologie
- 1944 Leiter der Schwanheimer Mittelschule
- August 1945 Ruhestand
- Sommer 1945 Spruchkammerverfahren wegen seiner NSDAP-Mitgliedschaft, verstarb vor Beendigung des Verfahrens
Funktion
- Frankfurt am Main, Stadtverordnetenversammlung, Mitglied (Christlicher Volksdienst, Christlich-Sozialer Volksdienst), 1928-1933
Lebensorte
Mainz; Gonzenheim; Frankfurt am Main
Familie
Vater
Brüchner, Jakob
Mutter
Küster, Margaret
Partner
Krämer, Anna, (⚭ Gonzenheim 2.10.1907) * Kronberg (Kreis Rothenburg) 22.9.1887, † Frankfurt am Main 1.12.1954
Verwandte
- Brüchner, Walter* Jakob Peter Karl <Sohn>, * Frankfurt am Main 29.7.1908
- Brüchner, Ernst* Arthur Gustav <Sohn>, * Frankfurt am Main 11.11.1916
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 903 Nr. 223 (Frankfurt VI, Sterbenebenregister, 1946, Nr. 85/VI)
- HStAM Bestand 903 Nr. 11277 (Frankfurt II, Sterbenebenregister, 1954, Nr. 583/II)
Literatur
- Bermejo, Die Opfer der Diktatur. Frankfurter Stadtverordnete und Magistratsmitglieder als Verfolgte des NS-Staates, Frankfurt am Main 2006, S. 77 ff.
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Brüchner, Wilhelm“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16651_bruechner-wilhelm> (aufgerufen am 13.04.2026)
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