Kretschmer, Ernst

 
geboren
8.10.1888 Wüstenrot bei Heilbronn
gestorben
8.2.1964 Tübingen
Beruf
Psychiater, Professor
Titel
Prof. Dr. med.; Dr. phil. h.c.; Dr. h.c.
GND-Explorer
118715909

Wirken

Werdegang

  • bis 1.8.1906 Besuch des Gymnasiums Cannstadt sowie der Seminare Schönthal und Urach, dort Abitur
  • 1906-1912 zweisemestriges Studium der Philosphie, dann der Medizin an den Universitäten Tübingen und München
  • Herbst 1912 Medizinisches Staatsexamen
  • 1913 Approbation zum Arzt
  • ab 1.8.1913 Assistent an der Tübinger Psychiatrischen Klinik
  • Frühjahr 1914 Ernennung zum etatsmäßigen Assistenten, später Oberarzt
  • 30.5.1914 Promotion zum Dr. med.
  • 8.1914-1918 Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg
  • 6.8.1918 Venia Legendi im Fach Psychiatrie und Neurologie an der Universität Tübingen
  • 1.5.1922 Ernennung zum Oberarzt an der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Tübingen
  • 26.7.1923 Ernennung zum außerordentlichen Professor an der Universität Tübingen
  • 1.4.1926 Ernennung zum ordentlichen Professor der Psychiatrie und zum Direktor der Psychiatrischen und Nervenklinik der Universität Marburg
  • 21.11.-17.12.1929 Beurlaubung zur Eröffnungsfeier des Staatlichen Psychiatrischen Instituts in New York
  • 17.11.-27.11.1930 Beurlaubung für eine Vortragsreise an die Universitäten Amsterdam, Utrecht, Leyden und Groningen
  • 1933 Förderndes Mitglied der SS
  • 11.11.1933 Unterzeichnung des Bekenntnisses der deutschen Professoren zu Adolf Hitler
  • 2.-12.10.1938 Beurlaubung für die Teilnahme an dem Internationalen Kongress für Kriminologie in Rom
  • Mitglied des Erbgesundheitsobergericht
  • beratender Psychiater der Wehrmacht
  • 1939-1945 Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg
  • 1941 Teilnahme an einer Sitzung des Beirats der Aktion T4
  • 1946 Verleihung des Titels Dr. phil. h. c. der Universität Bonn
  • ab 1.4.1946 ordentlicher Professor und Direktor der Universitäts-Nervenklinik Tübingen
  • 1952 Verleihung des Titels Dr. h. c. der Universität Santiago de Chile
  • 31.3.1957 Emeritierung, danach Vertretung des Lehrstuhls bis 31.11.1959
  • 1958 Verleihung des Großen Bundesverdienstkreuzes

Funktion

  • Marburg, Universität, Medizinische Fakultät, Dekan, 1943-1945

Studium

1906-1912 zweisemestriges Studium der Philosphie, dann der Medizin an den Universitäten Tübingen und München

Akademische Qualifikation

  • 30.5.1914 Promotion zum Dr. med.
  • 6.8.1918 Venia Legendi im Fach Psychiatrie und Neurologie an der Universität Tübingen

Akademische Vita

  • Tübingen, Universität / Medizinische Fakultät / Psychiatrie und Neurologie / Privatdozent / 1918-1923
  • Tübingen, Universität / Medizinische Fakultät / Psychiatrie und Neurologie / außerordentlicher Professor / 1923-1926
  • Marburg, Universität / Medizinische Fakultät / Psychiatrie / ordentlicher Professor / 1926-1946
  • Tübingen, Universität / Medizinische Fakultät / Psychiatrie / ordentlicher Professor / 1946-1957
  • Tübingen, Universität / Medizinische Fakultät / Psychiatrie / Vertretungsprofessor / 1957-1959

Akademische Ämter

1943-1945 Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Marburg

Mitgliedschaften

1936 Mitglied der Academia Leopoldina
ab 1937 Korrespondierendes Mitglied der Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie Buenos Aires sowie der Gesellschaft für Medizinische Psychologie Paris
1939 Ehrenmitglied der Gesellschaft für Gerichtliche Medizin Buenos Aires
1949 Ehrenmitglied der Amerikanischen Psychiatrischen Gesellschaft.
1958 Mitglied der Norwegischen Akademie der WIssenschaften Oslo

Werke

Lebensorte

Cannstatt; Schönthal; Urach; Marburg; Tübingen; München

Statusgruppe

Wissenschaftler/in

Familie

Vater

Kretschmer, Ernst, * 1857, Pfarrer in Wüstenrot, Sohn des Ernst Kretschmer, Armenpfleger in Stuttgart, und der Marie Dann

Mutter

Bengel, Luise, * 1862, Tochter des Karl Ernst Albrecht Bengel, Dr. med., Oberamtsarzt in Maulbronn, und der Luise Hiller

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Kretschmer, Ernst“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16543_kretschmer-ernst> (aufgerufen am 11.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16543