Stolberg, Louisa* Christina Gräfin zu

 
geboren
5.2.1636 Marburg
gestorben
11.11.1697 Stolberg am Harz
Beruf
GND-Explorer
120608073

Andere Namen

Geburtsname

Hessen-Darmstadt, Louisa* Christina%Landgräfin von

Weitere Namen

Stolberg, Luise* Christine%Gräfin von
Stolberg, Louise* Christine%Gräfin von
Hessen-Darmstadt, Luise* Christine%Landgräfin von
Hessen-Darmstadt, Louise* Christine%Landgräfin von

Familie

Vater

Hessen-Darmstadt, Georg II. Landgraf von, * Darmstadt 17.3.1605, † Darmstadt 11.6.1661

Mutter

Sophie Eleonore, Hessen-Darmstadt, Landgräfin, GND (⚭ Torgau 1.4.1627) * Dresden 23.6.1609, † Darmstadt 2.6.1671, Tochter des Johann Georg I. Kurfürst von Sachsen, 1585–1656, und der Magdalena Sibylla Markgräfin von Brandenburg, 1586–1659

Partner

Stolberg, Christoph Ludwig I. Graf zu, GND, * Rosenburg/Gft. Barby 7./18.6.1634, † Stolberg 7.4.1704, Heirat Darmstadt 29.10.1665, Sohn des Johann Martin Graf zu Stolberg, 1594–1669, und der Agnes Elisabeth Gräfin von Barby-Mühlingen, 1600–1651

Verwandte

Leben

Aus der Biografie

Als Louisa im zeitüblichen Heiratsalter von 18 Jahren war, erwog man – wie die Chronistik berichtet – eine Heirat mit dem kurz zuvor zum römischen König proklamierten, aber schon im Folgejahr verstorbenen habsburgischen Kaisersohn Ferdinand IV. (1633–1654). Erst zehn Jahre später hat sie dann Christoph Ludwig von Stolberg aus der jüngeren Linie des Grafenhauses geheiratet. Das Paar residierte zunächst im wetterauischen Ortenberg, wo die Kinder geboren wurden. Nach Übernahme der Regierung in Stolberg 1684 wurde das dortige Schloss als künftiger Wohnsitz der Familie ausgebaut. Graf Christoph Ludwig wurde zum Neubegründer des seit dem Dreißigjährigen Krieg in Verfall geratenen Harzer Silberbergbaus, ein Unternehmen, das die Söhne Christoph Friedrich (1672–1738) und Jost Christian (1676–1739) weiterführten. Sie wurden mit der Teilung des Erbes 1706 Begründer der Linien Stolberg-Stolberg und Stolberg-Roßla. Ihre unverheiratete Schwester Sophie Eleonore (1669–1745), die nach der Darmstädter Großmutter hieß, wurde – wohl angeregt von ihrer Mutter Louisa – zur Begründerin der berühmten Stolberger Leichenpredigten-Sammlung.
Eckhart G. Franz
(Text identisch mit: Franz, Das Haus Hessen, S. 288)

Nachweise

Literatur

Bildquelle

Gräfin Louise zu Stolberg, Ölbild von Sal. Duarte, Gemäldesammlung München Nr. 6902 (beschnitten), in: Franz, Das Haus Hessen, Darmstadt 2012, S. 288

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Stolberg, Louisa* Christina Gräfin zu“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/16177_stolberg-louisa-christina-graefin-zu> (aufgerufen am 11.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/16177