Honigmann, Georg
geboren
3.5.1863 Breslau heute Wrocław (Polen) gestorben
7.12.1930 Gießen Beruf
Mediziner, Arzt, Professor Titel
Prof. Dr. med. Konfession
jüdisch; evangelisch GND-Explorer
116977582Wirken
Werdegang
- 1880-1885 Studium der Medizin an der Universität Breslau
- 8.6.1886 Promotion zum Dr. med. an der Universität Breslau
- 15.5.1886 Assistent von Franz Riegel an der Universität Gießen
- 1890 Leiter der Medizinischen Poliklinik
- 1891 Privatdozent in Gießen, Habilitationsschrift über „Beiträge zur Kenntnis der Wirkung von Sauerstoffeinatmungen auf den Organismus“
- 1893 praktischer Arzt in Wiesbaden
- 1895-1906 Schriftleiter der „Zeitschrift für praktische Ärzte“
- 1919 erneute Habilitation in Gießen
- 1924 außerordentlicher außerplanmäßiger Professor für Geschichte der Medizin an der Universität Gießen
- zugleich Facharzt für Innere Medizin und Nervenkrankheiten in Gießen
Werke
- Herausgeber der Zeitschrift „Hippokrates“
- Ärztliche Lebensfragen und ihre moderne Lösung. Für Ärzte und Laien (1913)
- Praktische Differenzialdiagnostik für Ärzte und Studierende, 7 Bde., 1929-1930
Lebensorte
Breslau; Gießen; Wiesbaden
Familie
Vater
David Honigmann, geboren Kempen, Posen, 15.8.1821, gestorben Breslau 22.7.1885, Generalsekretär der Oberschlesischen Eisenbahn (?), Autor im Kampf um die volle Gleichberechtigung der Juden in Preußen und für das Reformjudentum, Syndikus der jüdischen Gemeinde in Breslau
Mutter
Bauer, Johanna
Partner
- Weil, Leontine, (⚭ Darmstadt 3.3.1897) geboren Zwingenberg (Bergstraße) 23.5.1876, gestorben Wiesbaden 25.2.1914, Tochter des Heinrich Weil, Dr. med., praktischer Arzt, und der Anna Sander
- Quincke, Johanna Bertha Maria, (⚭ Wiesbaden 15.9.1916) * Iserlohn 27.6.1868, † Gießen 27.9.1945, Tochter des Rudolf Quincke, Landgerichtsrat, und der Marie Wulfert
Verwandte
- Honigmann, Heinrich <Sohn>, im Ersten Weltkrieg gefallen
- Honigmann, Georg* Friedrich Wolfgang <Sohn>, 1903–1984, Journalist, Redakteur, Autor, Kabarettdirektor
Nachweise
Quellen
- HStAM Bestand 901 Nr. 205 (Darmstadt, Heiratsnebenregister, 1897, Nr. 45)
- HStAM Bestand 905 Nr. 391 (Gießen, Sterbenebenregister, 1945, Nr. 1106)
- HStAM Bestand 925 Nr. 2507 (Wiesbaden, Heiratsnebenregister, 1916, Nr. 420)
- HStAM Bestand 925 Nr. 2780 (Wiesbaden, Sterbenebenregister, 1914, Nr. 263)
Literatur
- Hermann Kerschensteiner, „Georg Honigmann“, in: Münchner Medizinische Wochenschrift 78, 1931, S. 157 f.
- Wer ist's 1928/29, S. 991
- Haupt/Lehnert, Chronik der Universität Gießen von 1607–1907, Gießen 1907, S. [70]
- Johannes Fuchs, Der Internist und Medizinhistoriker Georg Honigmann (1863–1930). „Krise“ und Reformbestrebungen in der Medizin bis gegen Ende der Weimarer Zeit, Diss. Med. Mainz 1993
- Michael Knipper, Medizin zwischen Wissenschaft und Heilkunst? Der Gießener Internist und Medizinhistoriker Georg G. Honigmann (1863–1930) und die „Krise der Medizin“ zur Zeit der Weimarer Republik, in: Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen: Institutionen, Akteure und Ereignisse von der Gründung 1607 bis ins 20. Jahrhundert, Stuttgart 2007, S. 369-394
- Barbara Honigmann, Damals, dann und danach, München 1999
- Salomon Wininger, Große Jüdische National-Biographie, Bd. 3, Cernăuţi 1928, S. 161
- G. Herlitz u. Bruno Kirschner, Jüdisches Lexikon, 2. Aufl., Bd. 2, Frankfurt am Main 1987, S. 1661
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Honigmann, Georg“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/15817_honigmann-georg> (aufgerufen am 22.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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