Jessen, Jens* Peter

Jessen, Jens* Peter
Wirken
Werdegang
- bis 1914 Schulbildung in der Dorfschule Baistrup und durch Hauslehrer, anschließend im Alten Gymnasium Flensburg, dort Abitur
- 4.8.1914-10.9.1918 Kriegsdienst als Kriegsfreiwilliger
- 1917-1920 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Heidelberg und Kiel
- 8.1920 Erste Juristische Staatsprüfung am Oberlandesgericht Kiel
- 27.8.1920 Promotion zum Dr. sc. pol. an der Universität Kiel
- 13.10.1920 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Kiel
- 1920-1921 Tätigkeit als Referendar
- 1921-1927 Tätigkeit in der Schwerindustrie, im Bankfach und im Handel in Skandinavien und in Argentinien
- 11.11.1927 Venia Legendi im Fach Wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Göttingen, anschließend Tätigkeit als Privatdozent
- 1930 Eintritt in die NSDAP
- 21.12.1932 Ernennung zum außerordentlichen Professor an der Universität Göttingen
- 1.6.1933 Ernennung zum ordentlichen Professor der Volkswirtschaftslehre, Weltwirtschaftslehre und Finanzwissenschaft sowie zum Direktor des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
- 11.9.1934 Ernennung zum ordentlichen Professor für Wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Marburg
- 3.10.1934 Ernennung zum Mitglied des Volkswirtschaftlichen Prüfungsamtes
- ab 1.4.1935 ordentlicher Professor an der Handelshochschule Berlin
- 7.11.1944 Verurteilung zum Tode durch den Strang wegen „Nichtanzeige eines hochverräterischen Unternehmens“ im Zusammenhang mit dem gescheiterten Attentat von 20. Juli 1944
- 30.11.1944 Hinrichtung
Studium
1917-1920 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Heidelberg und Kiel
Akademische Qualifikation
- 27.8.1920 Promotion zum Dr. sc. pol. an der Universität Kiel
- 13.10.1920 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Kiel
- 11.11.1927 Habilitation im Fach Wirtschaftliche Staatswissenschaften an der Universität Göttingen
Akademische Vita
- Göttingen, Universität / Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät / Wirtschaftliche Staatswissenschaften / Privatdozent / 1927-1932
- Göttingen, Universität / Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät / Wirtschaftliche Staatswissenschaften / außerordentlicher Professor / 1932-1933
- Kiel, Universität / Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät / Volkswirtschaftslehre, Weltwirtschaftslehre und Finanzwissenschaft / ordentlicher Professor / 1933-1934
- Marburg, Universität / Juristische Fakultät / Wirtschaftliche Staatswissenschaften / ordentlicher Professor / 1934-1935
- Berlin, Handelshochschule // Staats- und Wirtschaftswissenschaften / ordentlicher Professor / 1935-1944
Mitgliedschaften
1933 Gründungsmitglied der Akademie für Deutsches Recht
Werke
Lebensorte
Baistrup; Flensburg; Kiel; Göttingen; Marburg; Berlin
Statusgruppe
Wissenschaftler/in
Familie
Vater
Jessen, Jens Ratenburg, Landwirt und Gutsbesitzer
Mutter
Andersen, Maria
Partner
Scheffer, Käthe, Heirat 1921
Verwandte
Jessen, Eike <Sohn>, * 28.8.1933, † 18.3.2015, Professor für Informatik
Nachweise
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 10, Berlin 1974, S. 424 f. (Walter Braeuer)
- Auerbach, Catalogus professorum academiae Marburgensis 2, Von 1911 bis 1971, Marburg 1979, S. 109 f.
- Stockhorst, Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich?, Velbert/Kettwig 1967, S. 219
Weblinks
Bildquelle
nicht bekannt wird u.a. auf der Website http://www.flensburg-online.de/az/az-widerstandskaempfer.html gezeigt, Jens Jessen, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Jessen, Jens* Peter“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/15545_jessen-jens-peter> (aufgerufen am 16.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/15545