Oven, Julius* Adalbert von
Wirken
Werdegang
- „elementare Bildung“ in Düsseldorf, anschließend Besuch des dortigen Gymnasiums, 29.8.1846 Abitur
- 12.11.1846 Beginn eines Studiums der Rechtswissenschaft an der Universität Heidelberg
- ab Sommer 1848 forstwissenschaftliche Ausbildung, Juni-September 1848 bei der Oberförsterei Kleve, danach bis Mai 1849 bei der Oberförsterei Himmelspforten/Regierungsbezirk Arnsberg
- 24.3.1849 Försterexamen in Oeventrop
- 2.6.1849 Immatrikulation zu einem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Berlin, dispensiert vom sechsten Semester
- 14.5.1850 Auskultatorexamen beim Appellationsgericht Naumburg („vorschriftsmäßig“)
- 18.6.1850 Auskultator, Überweisung zum Kreisgericht Münster, dort 26.6.1850 verpflichtet
- 1850/51 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim 4. Kürassier-Regiment, 1853 Sekonde-Lieutenant im 4. Schwadron des Landwehr-Reiter-Regiments
- 14.6.1852 mündliches Referendariatsexamen beim Appellationsgericht Münster („vorschriftsmäßig bestanden“)
- 18.6.1852 Gerichtsauskultator
- 25.8.1852 Appellationsgerichtsreferendar
- 11.10.1852 Prüfung zum Regierungsreferendar, Überweisung zur Regierung Münster
- ab 4.1854 bei der Regierung Arnsberg tätig
- ab 4.1.1855 bei der Regierung Potsdam tätig
- 21.3.1855 Ernennung zum Landrat des Kreises Wittgenstein unter Entbindung von der vorschriftsmäßigen Prüfung
- Sommer 1860 beurlaubt nach seinem Gut im Kreis Obornik im Regierungsbezirk Posen, um durch Erlernen der polnischen Sprache die Befähigung für das vakante Landratsamt des Kreises zu erwerben (gescheitert)
- 10.11.1863 angewiesen, wieder das Landratsamt des Kreises Wittgenstein zu übernehmen
- 29.7.1867 beauftragt mit der kommissarischen Verwaltung des Landratsamtes des Dillkreises, 1.4.1868 als Landrat des Dillkreises dorthin versetzt
- 1879 und 1882 erfolglose Kandidaturen für das Preußische Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Wiesbaden 10: Oberwesterwaldkreis – Dillkreis (Deutschkonservative)
- Herbst 1885-Sommer 1886 in geschlossener Anstalt
- 6.10.1886 im einstweiligen Ruhestand
- 10.11.1886 Entlassung aus dem Staatsdienst mit Pension auf Gesuch zum 1.3.1887
Funktion
- Dillkreis, Landrat, 1868-1886
Lebensorte
Düsseldorf; Heidelberg; Kleve; Himmelspforten; Oeventrop; Berlin
Familie
Vater
Oven, Engelbert von, 1795-1846, Regierungs- und Konsistorialrat in Düsseldorf, Kgl. Preuß. Adel: Berlin 15.10.1840, Diplomausfertigung für die Nachkommen 22.6.1915
Mutter
Brügelmann, Charlotte, 1805-1875
Partner
Bodelschwingh, Sophie von, * Trier 7.1.1833, † Dillenburg 21.1.1868, Heirat Haus Velmede (Kreis Hamm) 22.4.1855, Tochter des Ernst* Albert Karl Wilhelm Ludwig von Bodelschwingh, GND, * Haus Velmede (Kreis Hamm) 26.11.1794, † Medebach/Sauerland 18.5.1854, Königlich Preußischer Regierungspräsident in Arnsberg, dann Staatsminister, Rittergutsbesitzer auf Velmede, und der Charlotte von Diest
Verwandte
Oven, Burghard* Franz Viktor von <Sohn>, GND, * Ludom/Posen 29.7.1861, † Hirschhorn (Neckar) 3.12.1935, Offizier, zuletzt General der Infanterie
Nachweise
Quellen
Literatur
- Kühne, Handbuch der Wahlen zum Preußischen Abgeordnetenhaus 1867–1918. Wahlergebnisse, Wahlbündnisse und Wahlkandidaten, Düsseldorf 1994, S. 699 f.
- Klein, Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Darmstadt/Marburg 1988, S. 186 f.
- GGT der briefadligen Häuser , Bd. 1917, S. 649
Siehe auch
Extern
Biografische Angebote
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Oven, Julius* Adalbert von“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/15429_oven-julius-adalbert-von> (aufgerufen am 11.04.2026)
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