Morsbach, Adolf
geboren
2.12.1890 Bad Elmen gestorben
26.3.1937 Eberswalde Beruf
Jurist, Landrat, Wissenschaftsfunktionär Titel
Dr. jur.; Dr. phil. GND-Explorer
129587893Wirken
Werdegang
- Besuch des Friedrichs-Gymnasiums Herford, dort Ostern 1909 Abitur
- Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Bonn, Cambridge, München und Göttingen
- Dezember 1912 Referendarexamen
- 1913-1914 Militädienst als Einjährig-Freiwilliger beim Dragoner-Regiment Freiherr von Manteuffel (Rheinisches) Nr. 5
- 1914 Referendar in Greifswald
- 3.12.1914 juristisches Rigorosum
- 8.1.1915 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Greifswald
- 1914-1918 Teilnehmer am Ersten Weltkrieg, an den Kämpfen in Frankreich und Russland, nach einer Verwundung tätig in der Militärverwaltung Litauens, im Stab des Oberbefehlshabers Ost als Ordonnanzoffizier, in Odessa und Sewastopol
- 1918 Regierungsreferendar bei der Regierung in Königsberg
- Regierungsassessor
- Hilfsarbeiter im preußischen Ministerium des Innern
- 22.1.1921 philosophisches Rigorosum
- 10.2.1921 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Königsberg
- 3.1923 zunächst kommissarisch, später definitiv Landrat des Kreises der Eder in Bad Wildungen
- 1925 zunächst kommissarisch, 1926 definitiv Regierungsrat bei der Preußischen Bau- und Finanzdirektion in Berlin unter Belassung im Kultusministerium
- 1.3.1927 Generalsekretär des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Deutschen Kommission für geistige Zusammenarbeit
- 1928 als Oberregierungsrat a.D. Geschäftsführer des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin und Leiter des Akademischen Austauschdienstes
- 1-6.1929 und 3-7.1930 ausgedehnte Reisen zum Studium des amerikanischen Universitätssystems
- 30.6.1934 Verhaftung im Zuge der Röhm-Affäre, bis 8.1934 im Konzentrationslager Dachau
- 1936 Ehrendoktorwürde der Universität Glasgow
Funktion
- Eder, Landkreis, Landrat, 1923-1925
Werke
Lebensorte
Herford; Bonn; Cambridge; München; Göttingen; Greifswald; Königsberg (Preußen); Bad Wildungen
Familie
Vater
Morsbach, Adolf, 1859-1922, Berginspektor, später Geheimer und Bergrat
Mutter
Brugemann (Brügmann), Marie
Partner
Jung, Annemarie, (⚭ 30.4.1921) * Moskau 18.2.1902, lebte in den 1950er Jahren in Heiligkreutz-Steinach bei Eberbach/Württemberg
Nachweise
Literatur
- Klein, Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Darmstadt/Marburg 1988, S. 176 f.
- Nicolai, Die Landesdirektoren und Landräte in Waldeck und Pyrmont 1850–1942, Korbach/Bad Wildungen 1952, S. 31
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Morsbach, Adolf“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/13185_morsbach-adolf> (aufgerufen am 16.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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