Sponheimer, Meinhard* Lothar Wilhelm Hermann

 
geboren
5.8.1902 Bülach (Schweiz)
gestorben
19.8.1943 Mielau heute Mława (Polen)
Beruf
Historiker, Archivar
Titel
Dr. phil.
GND-Explorer
1055207686

Wirken

Werdegang

  • 1920 Reifeprüfung am Lichterfelder Schillergymnasium in Berlin
  • Studium an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Berlin und Marburg
  • 1924 Promotion bei Albert Brackmann in Berlin
  • 1926 philologisches Staatsexamen in Marburg
  • archivarische Fachausbildung in Berlin
  • 1930 Staatsarchivar in Koblenz
  • 1934 Staatsarchivrat in Koblenz
  • 1936 Wechsel zum Staatsarchiv Wiesbaden
  • 1939 Einberufung zum Militär

Werke

Lebensorte

Bülach (Schweiz); Berlin; Freiburg im Breisgau; Marburg; Koblenz; Wiesbaden

Familie

Vater

Sponheimer, Julius, 1868–1939

Mutter

Altpeter, Emma, 1873–1966

Leben

Aus der Biografie

In der Schweiz 1902 geboren wuchs Meinhard Sponheimer in Berlin-Lichterfelde auf, wo er bis 1920 das Friedrich-Schiller-Gymnasium besuchte und dort das Abitur erwarb. Nach seinem Abschluss absolvierte Sponheimer sein Jura- und Geschichtsstudium an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Berlin und Marburg, wo er 1922 sein Examen ablegte. Im Anschluss kehrte Sponheimer an die Berliner Universität zurück, wo er 1924 mit einer Arbeit über „Konrad von Megenbergs politische Ideen im Zusammenhang mit der mittelalterlichen Lehre vom Staat“ promoviert wurde. Von 1925 bis 1928 absolvierte Meinhard Sponheimer seine Assistenzzeit am noch jungen Institut für Geschichtliche Landeskunde in Marburg (heute: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde). Danach trat er als Archivhilfsarbeiter am Geheimen Staatsarchiv zu Berlin in den preußischen Staatsdienst ein, wo er 1929 erfolgreich seine Prüfungen ablegte. Von Berlin aus zog es Sponheimer ins Koblenzer Staatsarchiv, wo er zunächst eine Stelle als Archivhilfsarbeiter, später als Assistent und ab 1934 als Staatsarchivrat inne hatte. Im Jahre 1936 wechselte Sponheimer erneut den Dienstort und trat eine Stelle als Archivrat am Staatsarchiv in Wiesbaden an, wo er bis zu seiner Einziehung in die Wehrmacht 1942 tätig war. Als Soldat kämpfte Sponheimer an der Ostfront, wo er 1943 bei Gefechten um Miklau tödlich verwundet wurde.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die „Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen“ (1932) sowie der zweite Band des Urkundenbuches der Stadt Wetzlar (1943).
Oliver Teufer

Nachweise

Literatur

Weblinks

Bildquelle

Fotografie, Juli 1942. Quelle: Dr. Meinhard Sponheimer jr., Marburg

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Sponheimer, Meinhard* Lothar Wilhelm Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/12308_sponheimer-meinhard-lothar-wilhelm-hermann> (aufgerufen am 17.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/12308