Sponheimer, Meinhard* Lothar Wilhelm Hermann

Sponheimer, Meinhard* Lothar Wilhelm Hermann
Wirken
Werdegang
- 1920 Reifeprüfung am Lichterfelder Schillergymnasium in Berlin
- Studium an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Berlin und Marburg
- 1924 Promotion bei Albert Brackmann in Berlin
- 1926 philologisches Staatsexamen in Marburg
- archivarische Fachausbildung in Berlin
- 1930 Staatsarchivar in Koblenz
- 1934 Staatsarchivrat in Koblenz
- 1936 Wechsel zum Staatsarchiv Wiesbaden
- 1939 Einberufung zum Militär
Werke
- Konrad von Megenbergs politische Idee im Zusammenhang der mittelalterlichen Lehre vom Staat (Diss. phil. 1924)
- Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen und der angrenzenden Ämter auf dem Einrich (1932)
- Das Altenberger Zinsregister (1939)
- Urkundenbuch der Stadt Wetzlar, Bd. 2: 1214–1350 (1943)
Lebensorte
Bülach (Schweiz); Berlin; Freiburg im Breisgau; Marburg; Koblenz; Wiesbaden
Familie
Vater
Sponheimer, Julius, 1868–1939
Mutter
Altpeter, Emma, 1873–1966
Leben
Aus der Biografie
In der Schweiz 1902 geboren wuchs Meinhard Sponheimer in Berlin-Lichterfelde auf, wo er bis 1920 das Friedrich-Schiller-Gymnasium besuchte und dort das Abitur erwarb. Nach seinem Abschluss absolvierte Sponheimer sein Jura- und Geschichtsstudium an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Berlin und Marburg, wo er 1922 sein Examen ablegte. Im Anschluss kehrte Sponheimer an die Berliner Universität zurück, wo er 1924 mit einer Arbeit über „Konrad von Megenbergs politische Ideen im Zusammenhang mit der mittelalterlichen Lehre vom Staat“ promoviert wurde. Von 1925 bis 1928 absolvierte Meinhard Sponheimer seine Assistenzzeit am noch jungen Institut für Geschichtliche Landeskunde in Marburg (heute: Hessisches Landesamt für Geschichtliche Landeskunde). Danach trat er als Archivhilfsarbeiter am Geheimen Staatsarchiv zu Berlin in den preußischen Staatsdienst ein, wo er 1929 erfolgreich seine Prüfungen ablegte. Von Berlin aus zog es Sponheimer ins Koblenzer Staatsarchiv, wo er zunächst eine Stelle als Archivhilfsarbeiter, später als Assistent und ab 1934 als Staatsarchivrat inne hatte. Im Jahre 1936 wechselte Sponheimer erneut den Dienstort und trat eine Stelle als Archivrat am Staatsarchiv in Wiesbaden an, wo er bis zu seiner Einziehung in die Wehrmacht 1942 tätig war. Als Soldat kämpfte Sponheimer an der Ostfront, wo er 1943 bei Gefechten um Miklau tödlich verwundet wurde.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die „Landesgeschichte der Niedergrafschaft Katzenelnbogen“ (1932) sowie der zweite Band des Urkundenbuches der Stadt Wetzlar (1943).
Oliver Teufer
Nachweise
Literatur
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 771 f., Nr. 4221
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 846 (Oliver Teufer)
Weblinks
Bildquelle
Fotografie, Juli 1942. Quelle: Dr. Meinhard Sponheimer jr., Marburg
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Sponheimer, Meinhard* Lothar Wilhelm Hermann“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/12308_sponheimer-meinhard-lothar-wilhelm-hermann> (aufgerufen am 17.04.2026)
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