Evenari, Michael

Evenari, Michael
Andere Namen
Geburtsname
Schwarz, Walter
Wirken
Werdegang
- nach dem Ersten Weltkrieg Umzug der Familie von Metz nach Frankfurt am Main
- 1923 Reifeprüfung am Kaiser-Friedrich-Gymnasium in Frankfurt am Main
- ab 1923 Studium der Botanik, Zoologie, Chemie und Physik an der Universität Frankfurt am Main
- während des Studiums Mitglied der zionistischen Jugendbewegung „Blau-Weiß“ (Zugführer: Erich Fromm)
- 1926 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Universität Frankfurt am Main (bei Martin Möbius)
- 1927/28 wissenschaftlicher Assistent am Botanischen Institut der Universität Frankfurt am Main (bei Martin Möbius), Abhaltung pflanzenphysiologischer Kurse
- 1928 Assistent an der Universität Prag (bei Prof. Pringsheim)
- 1931 Assistent am Botanischen Institut der Technischen Hochschule Darmstadt (bei Friedrich Oehlkers, später bei Bruno Huber)
- wissenschaftlicher Assistent in Prag, ab 1930 an der Technischen Hochschule Darmstadt
- Februar 1933 Habilitation an der Technischen Hochschule Darmstadt (bei Bruno Huber)
- 1.4.1933 Entlassung
- Mai 1933 Emigration nach Jerusalem
- 1934 Mitglied am Botanischen Institut der Universität Jerusalem
- 1935 Erwerb der palästinensischen Staatsangehörigkeit (Namenswechsel zu Evenari)
- während des Zweiten Weltkrieges fünfjährige freiwillige Dienstzeit in der Jüdischen Brigade der britischen Armee (unter anderem auf Zypern und in Italien)
- 1950-1973 Professor an der Hebräischen Universität Jerusalem
- Direktor des Botanischen Instituts in Jerusalem
- 1953-1959 Vizepräsident der Hebräischen Universität Jerusalem
- ab 1956 Forschungen in der Negev-Wüste, Restaurierung antiker Wüstenfarmen, Wiederentdeckung einer Bewässerungsmethode, die landwirtschaftlichen Anbau in der Wüste ermöglicht
- Begründer der Jerusalemer Schule der Physiologie der Samenkeimung
- 1973 Emeritierung
- 1977 Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Darmstadt
- 1983 Ehrendoktorwürde der Ben-Gurion-Universität Beer-Sheba
- 1986 anlässlich der 60-jährigen Wiederkehr der Promotion Ehrenbürger der Universität Frankfurt am Main
Werke
- Titel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Die Entwicklung des Blattes bei Plectranthus fruticosus und Ligustrum vulgare und die Theorie der Periklinalchimären (Diss. rer. nat. 1927)
- Die Strukturänderungen sproßloser Blattstecklinge und ihre Ursachen. Ein Beitrag zur Kausalanalyse der Gewebebildung (Habil.-Schrift 1933)
Lebensorte
Metz; Frankfurt am Main; Prag
Familie
Vater
Schwarz, Hermann, * Obergartzem 14.7.1861, † Frankfurt am Main 10.1.1936, Kaufhausbesitzer in Metz, später Rentier, jüdisch
Mutter
Löwenstein, Karoline, geboren Feudingen (Westfalen) 1869, gestorben Jerusalem 1955, 1940 Emigration nach Palästina
Partner
- Ollendorf, Alice, (⚭ Frankfurt am Main 1926) Nichte von Alfred Kerr, Schriftsteller und Theaterkritiker, aktiv in der zionistischen Bewegung
- Gabriel, Esther, Sozialarbeiterin
- Wolff, Liselotte (Liesl*), geboren Saarlouis 1913
Verwandte
Evenari, Eliahu <Sohn>, geboren Haifa 1938, Glastechniker
Leben
Aus der Biografie
Weitere Informationen zu Prof. Dr. Michael Evenari finden Sie auf der Homepage des Evenari-Forums für deutsch-jüdische Studien an der TU Darmstadt.
Nachweise
Quellen
Literatur
- Stadtlexikon Darmstadt, Stuttgart 2006, S. 231 (Marianne Viefhaus)
- Heuer/Wolf (Hrsg.), Die Juden der Frankfurter Universität, Frankfurt am Main/New York 1997, S. 485-487
Weblinks
http://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=evenari_biographie
- Stadtlexikon Darmstadt
Bildquelle
Photography department – Government Press Office, Michael Even Ari 1966-02-01, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (beschnitten)
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Evenari, Michael“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/1120_evenari-michael> (aufgerufen am 13.04.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/1120