Ritter, Karl Bernhard
geboren
17.3.1890 Hessisch Lichtenau gestorben
15.8.1968 Königstein im Taunus Beruf
Theologe (evangelisch), Pfarrer, Kirchenrat, Dekan, Parlamentarier Titel
Dr. phil.; D. Theol. h.c. Konfession
evangelisch GND-Explorer
118745476
Ritter, Karl Bernhard
Wirken
Werdegang
- 1909 Studium der Theologie und Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten Heidelberg, Halle und Erlangen
- Mitglied des Hallenser Wingolf
- 1912 Promotion zum Dr. phil. in Erlangen
- 1.10.1913-10.8.1914 ziviler Religionslehrer an der Hauptkadettenanstalt Lichterfelde (heute Berlin)
- September 1914-Juli 1918 Kriegsdienst
- 18.8.1918 Ordination
- Politiker (DNVP)
- 1.8.1918-1.2.1919 Garnisonspfarrer in Kassel, 1919 Hilfsprediger in Niederwzehren bei Kassel, 1.11.1919 Prediger der Neuen Kirche Berlin
- Mitglied im Jungdeutschen Bund
- 1919-1921 Mitglied der Verfassungsgebenden Preußischen Landesversammlung und im Preußischen Landtag für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau (DNVP)
- 1923 Mitglied des Berneuchener Kreises
- 1925-1945 Pfarrer in der Stadt- und Universitätskirche Marburg, Studentenseelsorger, seit 1929 zugleich Lehrauftrag an der Universität Marburg
- 1.10.1931 Mitbegründer der Berneuchner Bewegung und der Evangelischen Michaelsbruderschaft
- gehörte zur Führung der Bekennenden Kirche in Kurhessen-Waldeck
- 1946 Kirchenrat
- 1952 Dekan des Kirchenkreises Marburg-Stadt
- 1952 D.Theol. h.c. der Theologischen Fakultät der Universität Marburg
- 1960 Ruhestand
- Mitglied der Freimaurerloge Zum flammenden Schwert in Darmstadt
Funktion
- Preußen, Verfassunggebende Landesversammlung, Mitglied (DNVP), 1919-1921
- Preußen, Landtag, Mitglied (DNVP), 1921-1925
Werke
- Über den Ursprung einer kritischen Religionsphilosophie in Kants „Kritik der reinen Vernunft“ (Diss. 1913)
- Volkstum und deutsche Zukunft. Ein deutschnationales Kulturprogramm (1920)
- Der Gegenwärtige. Rückschau und Ausblick (1923)
- Die Gemeinschaft der Heiligen. Eine Auslegung des Ersten Briefes St. Johannis (1924)
Lebensorte
Heidelberg; Halle an der Saale; Erlangen; Lichterfelde; Kassel; Niederzwehren
Familie
Vater
Mutter
Schaub, Charlotte* Auguste Georgine Elise, * Altmorschen 10.3.1864, Heirat Marburg 9.10.1884, Tochter des Georg Philipp Christian Schaub, Pfarrer, und der Elise Sophie Wilhelmine Caroline Trieschmann
Partner
Hachtmann, Margarete, (⚭ 1914)
Verwandte
- Ritter, Gerhard <Bruder>, GND, 1888–1967, Historiker, Professor an der Universität Freiburg im Breisgau
- Ritter, Hellmut <Bruder>, * Hessisch Lichtenau 27.2.1892, † Oberursel 19.5.1971, Orientalist
Nachweise
Quellen
- Teilnachlass im HStA Marburg 340 Ritter b
- HStAM Bestand 915 Nr. 5597 (Marburg, Heiratsnebenregister, 1884, Nr. 64)
- HStAM Bestand 923 Nr. 3522 (Hessisch Lichtenau, Geburtsnebenregister, 1890, Nr. 29)
Literatur
- Barbara von Hindenburg (Hrsg.), Biographisches Handbuch der Abgeordneten des Preußischen Landtags. Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung und Preußischer Landtag 1919–1933, Frankfurt am Main 2017, S. 1933 f.
- Michael Hederich, Karl Bernhard Ritter. Reformer – Kämpfer – Seelsorger. Ein Lebensbild, Kassel 2010
- Fenske, Innerung und Ahmung. Meditation und Liturgie in der hermetischen Theologie Karl Bernhard Ritters, Frankfurt am Main 2009
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 648 f., Nr. 3553
Weblinks
Bildquelle
Universitätsarchiv Marburg, Bildersammlung
Siehe auch
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Extern
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Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Ritter, Karl Bernhard“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/11005_ritter-karl-bernhard> (aufgerufen am 12.04.2026)
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