Krebs, Friedrich* Karl

Krebs, Friedrich* Karl
Andere Namen
Weitere Namen
Krebs, Fritz
Wirken
Werdegang
- Besuch der Volksschulen in Thann, Weißenburg (heute Wissembourg/Frankreich) und Straßburg (Elsaß)
- 1903-1912 Besuch der Oberrealschule in Straßburg, 1912 Reifeprüfung
- Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Straßburg und Frankfurt am Main, 1913 Mitglied der Burschenschaft Germania, Unterbrechung aufgrund Kriegsteilnahme (3.8.1914–16.11.1918)
- 1918 Ausweisung aus Straßburg
- 13.12.1919 Referendarexamen (erstes juristisches Staatsexamen) in Frankfurt am Main
- 27.2.1920 Vereidigung als Gerichtsreferendar, Vorbereitungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main
- 1922 Promotion zum Dr. jur. bei Hans Gmelin an der Universität Gießen
- 1922 Anschluss an die völkische Bewegung
- 1923 Assessorexamen, anschließend am Amts- und Landgericht in Frankfurt am Main
- 1924 Ortsgruppenleiter der Frankfurter Nationalsozialisten
- 1926 Referent in der Deutschen Staatsvertretung am gemischten deutschenglischen Schiedsgericht in Berlin
- 1929 Rückkehr ans Landgericht Frankfurt am Main, Landgerichtsrat
- 1929 Eintritt in die NSDAP, Kampfbund für deutsche Kultur, Rechtsberater des Gauleiters, Leitung der Rechtsschutzstelle, Gauobmann des NSD-Juristenbundes
- 1932-1933 Mitglied des Preußisch Landtages für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau, Reichsratsbevollmächtigter
- 3.1933 kommissarische Übernahme des Oberbürgermeisteramtes in Frankfurt am Main, 7.1933 förmliche Übertragung des Postens durch die Stadtverordnetenversammlung
- 1933-1937 NSDAP-Kreisleiter
- 1934 Mitglied des Preußischen Staatsrats und zugleich Mitglied des Provinzialrates für Hessen-Nassau
- 1935 Mitglied des Reichskultursenats und Präsidialrat der Reichsmusikkammer
- 1937 Leiter des Reichstierschutzbundes
- 1945 Inhaftierung, zwei Jahre Haft
- 1952 erfolgreiche Kandidatur bei der Wahl zur Stadtverordneten-Versammlung auf der Liste der Deutschen Partei, trat das errungene Mandat aufgrund heftiger Proteste der SPD-Fraktion nicht an
- ab 11.1953 Rechtsanwalt
Funktion
- Frankfurt am Main, Oberbürgermeister, 1933-1945
- Preußen, Landtag, Mitglied (NSDAP), 1932-1933
Netzwerk
Gmelin, Hans <Lehrer>, GND, * Karlsruhe 13.8.1878, † Gießen 14.2.1941, Rechtswissenschaftler
Werke
Lebensorte
Thann (Elsass); Weißenburg (Elsass); Straßburg; Frankfurt am Main; Gießen
Familie
Vater
Krebs, Philipp, * 1865, aus der Westpfalz, Eisenbahn-Obersekretär
Mutter
Sauer, Katharina, * 1866, aus einer Schiffer- und Fischerfamilie vom Mittelrhein
Partner
Koch, Barbara Helene*, * Mainz 24.8.1889, † Bad Homburg 14.1.1977, Heirat Frankfurt am Main 22.5.1926, katholisch, Witwe des N.N. Odenweller
Nachweise
Quellen
- HHStAW Bestand 631 Nr. 254
- HStAM Bestand 903 Nr. 393 (Frankfurt, Sterbenebenregister, 1961, Nr. 2839)
Literatur
- Neue deutsche Biographie, Bd. 12, Berlin 1980, S. 727 f. (Franz Lerner)
- Barbara von Hindenburg (Hrsg.), Biographisches Handbuch der Abgeordneten des Preußischen Landtags. Verfassungsgebende Preußische Landesversammlung und Preußischer Landtag 1919–1933, Frankfurt am Main 2017, S. 1297-1299
- Frankfurter Biographie, Bd. 1, Frankfurt am Main 1994, S. 427 f. (Heike Drummer)
- Klein, Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau, Darmstadt/Marburg 1988, S. 158
- Stockhorst, Fünftausend Köpfe. Wer war was im Dritten Reich?, Velbert/Kettwig 1967, S. 250
Weblinks
Bildquelle
Unknown authorUnknown author, Celebration with Agnes Miegel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (Ausschnitt)
Siehe auch
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Quellen und Materialien
Extern
Biografische Angebote
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- Kalliope - Verbundkatalog Nachlässe, Autographensammlungen und Verlagsarchive: Öffnet in neuem Fenster
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- Hessen im 19. und 20. Jahrhundert
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Krebs, Friedrich* Karl“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10889_krebs-friedrich-karl> (aufgerufen am 21.04.2026)
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