Krebs, Friedrich* Karl

 
geboren
9.5.1894 Germersheim
gestorben
6.5.1961 Frankfurt am Main
Beruf
Jurist, Politiker, Oberbürgermeister, Parlamentarier
Titel
Dr. jur.
Konfession
evangelisch
GND-Explorer
122051076

Andere Namen

Weitere Namen

Krebs, Fritz

Wirken

Werdegang

  • Besuch der Volksschulen in Thann, Weißenburg (heute Wissembourg/Frankreich) und Straßburg (Elsaß)
  • 1903-1912 Besuch der Oberrealschule in Straßburg, 1912 Reifeprüfung
  • Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Straßburg und Frankfurt am Main, 1913 Mitglied der Burschenschaft Germania, Unterbrechung aufgrund Kriegsteilnahme (3.8.1914–16.11.1918)
  • 1918 Ausweisung aus Straßburg
  • 13.12.1919 Referendarexamen (erstes juristisches Staatsexamen) in Frankfurt am Main
  • 27.2.1920 Vereidigung als Gerichtsreferendar, Vorbereitungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main
  • 1922 Promotion zum Dr. jur. bei Hans Gmelin an der Universität Gießen
  • 1922 Anschluss an die völkische Bewegung
  • 1923 Assessorexamen, anschließend am Amts- und Landgericht in Frankfurt am Main
  • 1924 Ortsgruppenleiter der Frankfurter Nationalsozialisten
  • 1926 Referent in der Deutschen Staatsvertretung am gemischten deutschenglischen Schiedsgericht in Berlin
  • 1929 Rückkehr ans Landgericht Frankfurt am Main, Landgerichtsrat
  • 1929 Eintritt in die NSDAP, Kampfbund für deutsche Kultur, Rechtsberater des Gauleiters, Leitung der Rechtsschutzstelle, Gauobmann des NSD-Juristenbundes
  • 1932-1933 Mitglied des Preußisch Landtages für den Wahlkreis 19: Hessen-Nassau, Reichsratsbevollmächtigter
  • 3.1933 kommissarische Übernahme des Oberbürgermeisteramtes in Frankfurt am Main, 7.1933 förmliche Übertragung des Postens durch die Stadtverordnetenversammlung
  • 1933-1937 NSDAP-Kreisleiter
  • 1934 Mitglied des Preußischen Staatsrats und zugleich Mitglied des Provinzialrates für Hessen-Nassau
  • 1935 Mitglied des Reichskultursenats und Präsidialrat der Reichsmusikkammer
  • 1937 Leiter des Reichstierschutzbundes
  • 1945 Inhaftierung, zwei Jahre Haft
  • 1952 erfolgreiche Kandidatur bei der Wahl zur Stadtverordneten-Versammlung auf der Liste der Deutschen Partei, trat das errungene Mandat aufgrund heftiger Proteste der SPD-Fraktion nicht an
  • ab 11.1953 Rechtsanwalt

Funktion

  • Frankfurt am Main, Oberbürgermeister, 1933-1945
  • Preußen, Landtag, Mitglied (NSDAP), 1932-1933

Netzwerk

Gmelin, Hans <Lehrer>, GND, * Karlsruhe 13.8.1878, † Gießen 14.2.1941, Rechtswissenschaftler

Werke

Lebensorte

Thann (Elsass); Weißenburg (Elsass); Straßburg; Frankfurt am Main; Gießen

Familie

Vater

Krebs, Philipp, * 1865, aus der Westpfalz, Eisenbahn-Obersekretär

Mutter

Sauer, Katharina, * 1866, aus einer Schiffer- und Fischerfamilie vom Mittelrhein

Partner

Koch, Barbara Helene*, * Mainz 24.8.1889, † Bad Homburg 14.1.1977, Heirat Frankfurt am Main 22.5.1926, katholisch, Witwe des N.N. Odenweller

Nachweise

Quellen

Literatur

Weblinks

Bildquelle

Unknown authorUnknown author, Celebration with Agnes Miegel, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons (Ausschnitt)

Nachnutzung

Rechtehinweise

Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Abbildung: siehe Angaben unter Bildquelle

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Krebs, Friedrich* Karl“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10889_krebs-friedrich-karl> (aufgerufen am 21.04.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/bio/10889