Roth, Ferdinand Wilhelm Emil*
Wirken
Werdegang
- getauft als Emil Roth, die drei Vornamen entsprechen den drei Paten Ferdinand, Wilhelm und Emil Elenz
- 1857 mit den Eltern nach Wiesbaden
- Vorbereitungsschule, 1863 Gymnasium Wiesbaden
- 1867 nach Mainz, jeweils Besuch des Gymnasiums, Hilfsorganist an St. Quintin
- 1877-1878 Ausbildung als Archivar in Freiburg im Breisgau
- Autodidakt und Privatgelehrter
- fruchtbarer Schriftsteller
- 1884 Übersiedlung nach Frankfurt am Main
- 1885 Übersiedlung nach Darmstadt
- 1887-1891 Hausarchivar der Grafen von Eltz
- 1888 Übersiedlung nach Wiesbaden
- 1891 Übersiedlung nach Geisenheim
- 1895 Übersiedlung nach Wiesbaden
- 1902 Übersiedlung nach Niedernhausen
- 1904-1908 und 1912 als „Paranoiker“ in der Heilanstalt Kiedricher Eichberg behandelt (Jährzorn und Streitsüchtigkeit) (Roth hatte seine Frau bedroht und sich über die Hähne seines Nachbarn Lehrer Weimar geärgert, die seinen Salat fraßen)
- offenbar Fälschung zahlreicher von ihm edierter Quellen
- starb während des Besuchs bei seiner Tochter
- nach Renkhoff Verfasser „unzähliger gelehrter, doch teilweise unzuverlässiger Arbeiten vor allem zur nassauischen und mainzischen Geschichte“
Werke
- Geschichtsquellen aus Nassau [Fontes rerum Nassovicarum], 4 Teile (1880-1884)
- Geschichte und historische Tropographie der Stadt Wiesbaden (1883).
Lebensorte
Wiesbaden; Mainz; Freiburg im Breisgau; Frankfurt am Main; Darmstadt
Familie
Vater
Roth, Heinrich, * Eltville am Rhein 29.4.1813, † Frankfurt am Main 24.4.1887, Rezepturbeamter und Gutsbesitzer, Kirchenrechner in Eltville, zog 1857 mit seiner Familie nach Wiesbaden, Sohn des Carl Jacob Roth, aus Nastätten, Bürger und Schreiner, dann Gutsbesitzer und Kirchenrechner in Eltville, erwarb 1821 für 300 fl. die aufgegebene Nikolauskapelle in Eltville und ließ sie abreißen, und der (Heirat 7.4.1812) Gertrude Petermann, aus Eltville
Mutter
Metzger, Susanne, aus Hattenheim, Heirat 1843
Partner
Fellenz, Elise, Heirat 1881, bis zur Eheschließung „Schneidermamsell“ (Roth: „ein harmloses naives Naturkinde von dem Moselgebiete“)
Nachweise
Quellen
- Nachlass (nach Duchhardt, 1972, S. 147) in der Landes- und Universitätsbibliothek Darmstadt
- HStAM Bestand 903 Nr. 10401 (Frankfurt am Main, Sterbenebenregister, 1887, Nr. 1092)
- HStAM Bestand 918 Nr. 702 (Offenbach am Main, Sterbenebenregister, 1924, Nr. 96)
Literatur
- Renkhoff, Nassauische Biographie, 2. Aufl., Wiesbaden 1992, S. 659, Nr. 3610
- Wiesbaden. Das Stadtlexikon, hrsg. vom Magistrat der Landeshauptstadt Wiesbaden, Darmstadt 2017, S. 766 f. (Rolf Faber/Brigitte Streich)
- Degener, Wer ist's, Bd. 1, 1905, S. 714 f.
- Degener, Wer ist's, Bd. 8, 1922, S. 299f.;
- Heimatgeschichte Niedernhausen Heft 3, 1989, S. 201-220;
- Hans Kremer, Ein mittelrheinisches Relief in der Kathedrale von Esztergom in Ungarn. In: Mainzer Zeitschrift Bd. 76, 1981, S. 55.
- Heinz Duchardt, F. W. E. Roth (1853-1924). Ein Beitrag zur nassauischen Gelehrtengeschichte. In: Nassauische Annalen Bd. 83, 1972, S. 147-172 (mit einer Bibliographie der Schriften Roths von 470 Nummern);
- Heinz Duchardt, F. W. E. Roth. Nachträge und Ergänzungen zu seiner Biographie. In: Nassauische Annalen Bd. 88, 1977, S. 235-237.
Weblinks
Siehe auch
Nachnutzung
Rechtehinweise
Metadaten: Hessisches Institut für Landesgeschichte, CC BY-SA 4.0
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Roth, Ferdinand Wilhelm Emil*“, in: Hessische Biografie <https://lagis.hessen.de/de/personen/hessische-biografie/alle-eintraege/10665_roth-ferdinand-wilhelm-emil> (aufgerufen am 16.04.2026)
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