Nicolaus Crato 1626, Lich

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Lich
Landkreis
Gießen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Lich, Marienstiftskirche

Heutiger Aufbewahrungsort

Angaben zum Aufbewahrungsort

An der inneren Südwand des Schiffes.

Merkmale

Datierung

14. März 1626

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

84.5 x 180 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

2,5-4 cm

Beschreibung

Hochrechteckiger Stein ohne figürliche Darstellung mit umlaufender Inschrift (A) auf erhöhtem Rand. Dieser ist im Bereich des linken oberen Abschlusses abgeschlagen, möglicherweise im Zusammenhang mit einer Versetzung. In diese mithin vertiefte Zone wurde das Todesjahr offensichtlich erneut eingemeisselt. Innerhalb der äußeren Rahmung entstehen durch weitere, leicht erhaben gearbeitete Unterteilungen drei übereinander angeordnete Felder, wobei das obere und das untere nahezu quadratisch sind, das mittlere querrechteckig.
Im oberen Feld links oben ein Kelch und rechts ein Wappenschild mit Inschrift (B), beides in Relief. Darunter eine Inschrift (C). Das querrechteckige Mittelfeld trägt ein erhaben ausgearbeitetes Herz, einer im Bereich der Grabmalkunst dieser Zeit selten gewählten Form, mit einer weiteren Inschrift (D). Direkt oberhalb davon ein eingeritztes Steinmetzzeichen. Das unten abschließende Feld wird ohne weiteren Schmuck von einer letzten Inschrift (E) bestimmt.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Der Wappenschild zeigt in der oberen Hälfte zwei Spitzhacken, deren Stiele überkreuzt sind, darüber zwei kleine Rosetten, die jedoch auch nur als Ornamente gedacht sein könnten, sowie die Buchstaben M N C (= Magister Nicolaus Crato). Die untere Hälfte des Schildes ist leer.

Dargestellte Personen

Nicolaus Crato, nach Walbe der zweite evangelische Pfarrer zu Lich, gestorben am 14. März 1626.

Inschrift

Umschrift

A:
1626 · DEN · 14 · MARTI / IST DER EHRWVRT VND WOLGELART HER M(AGISTER) NICOLAVS CRATO / PFAR[………] GOT / […… ENTS]CHL[AF]FEN SEINES ALTERS […]
B:
M(AGISTER) N(ICOLAUS) C(RATO)
C:
ROM(ER) 14 /
VNSER KEINER LEBT IM SELBER /
VNT KEINER STIRBT IM SELBER /
LEBEN WIR SO LEBEN WIR DEM HERN /
STERBEN WIR SO STERBE(N) WIR DEM HERN /
DARVMB WIR LEBEN ODER STERBEN /
SO SINT WIR DES HERN
D:
I IO(HANN)IS I /
DAS BLVT IESV CHRISTI /
SEINES SOHNS MACHET /
VNS REIN VON ALLER /
SVNDE
E:
EBRE 9 /
VNT WIE DEN MENSCHEN IST GE= /
SETZ EINMAL ZV STERBEN /
DARNACH ABER DAS GRICHTE /
ALSO IST CHRISTVS EINMAL GOPFERT (!) /
WEG ZV NEMEN VILER SVNTE /
ZVM ANDERNMAL ABER WIRT ER /
O[HN]E SV[NDE] ERSCHEINEN /
DENEN DIE AVF IN WARDEN /
ZVR SELIGKEIT

Kommentar

Inschrift C = Brief des Paulus an die Römer, 14. Kapitel, Verse 7 und 8, Inschrift D = 1. Brief des Johannes, 1. Kapitel, Vers 7b und Inschrift E = Brief an die Hebräer, 9. Kapitel, Verse 27 und 28.

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Walbe, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler im Freistaat Hessen – Provinz Oberhessen – Kreis Giessen, Band 3: Südlicher Teil ohne Arnsburg, Darmstadt 1933, S. 278, Nr. 33

Bearbeitung

Christa Benedum, Gießen, und Andreas Schmidt, ehemals HLGL

Siehe auch

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Orte

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Nicolaus Crato 1626, Lich“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/923_nicolaus-crato-1626-lich> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/923

Nicolaus Crato 1626, LichNicolaus Crato 1626, LichNicolaus Crato 1626, LichNicolaus Crato 1626, LichNicolaus Crato 1626, Lich / Das untere Schriftfeld