Graf Philipp VI. von Waldeck 1582, Darmstadt

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Darmstadt
Landkreis
Darmstadt, Stadt
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Darmstadt, Evangelische Stadtkirche

Angaben zum Standort

Das ädikulaförmige Epitaph aus Alabaster und rotem Sandstein ist heute innen an der Südwand des Chors angebracht.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1582

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

170 cm (B)

Größe der Buchstaben

3,5 cm

Beschreibung

Das Mittelfeld zeigt frontal die Kniefigur des Verstorbenen, der in der rechten Hand einen Totenschädel und in der Linken ein Gebetbuch hält. Vor den flankierenden Pilastern stehen die Allegorien von Hoffnung und Glaube. Auf dem Gebälk befinden sich vier Wappen. Die Mitte des gesprengten Volutengiebels nimmt ein Vollwappen ein. Im Unterhang ist auf einer Rollwerktafel die Inschrift (A) angebracht, unter der die Meistersignatur (B) in einem Wappenschild eingeritzt ist.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Waldeck;
Waldeck-Pyrmont1)#Quadriert mit Herzschild Waldeck. 1/4. Pyrmont, 2/3. Hohenack., Lippe, Lippe, Waldeck-Geroldseck2)#Quadriert mit Herzschild Waldeck. 1/4. Geroldseck am Wasichen, 2/3. Rappoltstein..

Dargestellte Personen

Graf Philipp VI. von Waldeck.
Da Philipps Vater Johann I. von Waldeck 1567 gestorben war, gab seine Mutter Anna zur Lippe das Epitaph für ihren ältesten Sohn bei Nikolaus Bergner in Auftrag. Dieser stand zu Anfang der 1580er Jahre kurz in den Diensten Landgraf Georgs I., bevor er wieder in Thüringen und Franken tätig war. Bergners Stil, der die verschiedensten Formenelemente aufnahm, steht am Übergang von der Spätrenaissance zum Frühbarock.3) Bei der Herstellung der Inschrift wurde offenbar versehentlich statt des auf Philipps Grabplatte festgehaltenen Todesjahres 1579 das Herstellungsjahr des Epitaphs 1582 als Todesjahr eingesetzt.4)

Inschrift

Umschrift

A -- ILLVSTRI · ET · GENEROSO · DOM(INO) PHI=/LIPPO · COMITI · A · WALDECK · QVI / HIC · SITVS · EST · MATER · PIENT=/ISSIMA · MOERENS · P(ONI) · C(VRAVIT) · OBIIT · / VI · IDVS · NOVEMB(RIS) · ANNO · 15 · 82 ·
B -- N(IKOLAVS) B(ERGNER)

Übersetzung

(A) Dem erlauchten und edlen Herrn Philipp, Grafen zu Waldeck, der hier begraben liegt, hat die sehr fromme Mutter trauernd (dies Denkmal) setzen lassen. Er starb am sechsten Tag vor den Iden des November (8. November) im Jahr 1582.

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. Zu Nikolaus Bergner vgl. Saur-Allgemeines Künstlerlexikon 9 (1994) 419f. ↑
  2. Vgl. Nr. 241. ↑

Literatur

  • Winkelmann, Beschreibung 104
  • Buchner, Sammlung XIII 13 f.
  • Zehfuß, Alterthümlichkeiten 138
  • Müller, Chronik 15.

Bearbeitung

Die Inschriften der Stadt Darmstadt und der Landkreise Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 49), 1999, S. 161, Nr. 247.

Siehe auch

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Orte

Quellen und Materialien

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Graf Philipp VI. von Waldeck 1582, Darmstadt“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/90_graf-philipp-vi-von-waldeck-1582-darmstadt> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

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Graf Philipp VI. von Waldeck 1582, Darmstadt