Caspar Geissel 1554, Lich

Caspar Geissel 1554, Lich
Standort
Gebäude / Areal
Lich, Marienstiftskirche
Heutiger Aufbewahrungsort
Angaben zum Aufbewahrungsort
An der inneren Westwand des Schiffes, rechts des Eingangs.
Merkmale
Datierung
17. November 1554
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
94 x 193 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
6 cm
Beschreibung
Der zweigeteilte, hochrechteckige Stein ist in seiner unteren Hälfte zur Aufnahme der Inschrifttafel bestimmt. In dem Bildfeld darüber erscheint die Halbfigur des Abtes mit Mitra, Stab und Buch, letztere von behandschuhten Händen vor dem Oberkörper gehalten. Der Kopf des Verstorbenen - die Nase möglicherweise ergänzt - ist aus der Mittelachse genommen und nach rechts geneigt, der nach links gerichtete Blick führt aus der Umrahmung hinaus. Diese wird von zwei Pilastern mit Kapitellen gebildet, welche einen Rundbogen tragen, der von der oberen Spitze der Mitra leicht, von der Krümme des Stabes deutlich überschnitten wird. Das Vollwappen links bildet kompositionell ein Pendant. Die weiten Ärmelenden liegen der plastisch ausgearbeiteten, waagerechten Sockelzone, einer Art Brüstung, auf. Im Zusammenspiel mit der seitlichen und oberen Umrahmung wird der Eindruck eines Raumkompartimentes erweckt. Anregungen für diese Auffassung in Verbindung mit der lebendigen Wiedergabe des sicherlich Porträtierten dürften von der zeitgenössischen Malerei ausgegangen sein.
Darstellung
figürlich
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Links oben Wappenschild des Verstorbenen: ein Kreuz, begleitet von vier Sechssternen.
Dargestellte Personen
Caspar Geissel war 36. Abt des Klosters Arnsburg und starb am 17. November 1554 (XV. Calendas Decembris).
Inschrift
Umschrift
ANNO · D(OMI)NI · M · D LIIII · XV · CALENDAS /
DECEMBRIS REVEREND(US) D:(OMINUS) /
CASPARVS GEISSEL · XXXVI ABBAS /
COENOBIJ ARNSPVRGENSIS OBIIT /
DIEM SVV(M) DEFVNCTVS VITA PLACI,, /
DISSIMA ET RELIGIOSISSIMA FINE /
CVIVS CORPVS HOC TEGITVR TVMV,, /
LO A(N)I(M)A COELESTI GAVDIO FRVIT
Kommentar
Die letzten beiden Worte heute (2007) nahezu verwittert und nach Küther ergänzt.
Schrift
Nachweise
Literatur
- Walbe, Heinrich (Bearb.): Die Kunstdenkmäler im Freistaat Hessen – Provinz Oberhessen – Kreis Giessen, Band 3: Südlicher Teil ohne Arnsburg, Darmstadt 1933, S. 280, Abb. 214
- Küther, Waldemar: Das Marienstift Lich im Mittelalter, Lich 1977, S. 181, Abb. 20 (mit Wiedergabe der Inschrift)
Bearbeitung
Christa Benedum, Gießen, und Andreas Schmidt, ehemals HLGL
Siehe auch
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Orte
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Caspar Geissel 1554, Lich“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/904_caspar-geissel-1554-lich> (aufgerufen am 01.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/904


