Martin Walther 1600-1635, Reichenbach

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Reichenbach
Landkreis
Bergstraße
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Reichenbach, Evangelische Kirche

Angaben zum Standort

Das heute verlorene Epitaph befand sich am rechten Schwibbogenpfeiler. Nach Walther.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1600-1635

Typ

Erhaltung

verloren

Beschreibung

Die Inschrift ist durch die von Martin Walther selbst verfaßte Reichenbacher Chronik überliefert. Walther hat die Inschrift möglicherweise schon geraume Zeit vor seinem Tode 1635 machen und aufstellen lassen. Die 16 am Ende des Textes deutet darauf hin, daß Walther den Text erst nach 1600 verfaßte. Gleichzeitig ließ er offenbar auch seine Grabschrift machen, bei der die Jahresangabe MDC ebenfalls unvollständig blieb.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Dargestellte Personen

Pfarrer Martin Walther.
Martin Walther wurde 1567 zu Bullau2) als Sohn des Theobald Walther und dessen Frau Elisabetha geboren. Von 1575-1580 besuchte er die Schule in Michelstadt (Odenwaldkreis), dann bis 1584 die Lateinschule in Erbach (Odenwaldkreis). 1584 wurde er in Straßburg immatrikuliert. Ab 1592 war er Informator der jungen Herren Zobel von Giebelstadt, seit 1595 Kollaborator an der Lateinschule in Erbach und ebendort von 1597-1599 Diakonus. Ab 1599 wirkte er bis zu seinem Tod 1635 als Pfarrer in Reichenbach.3)
3) Vgl. Walther VI u. 108f.

Inschrift

Umschrift

M(agister) Martinus Waltherus anno 1567 in Bulla natus Michelstadii Erpachii Argentinaque educatus et literis imbutus bonis ac sacris diaconus Erbacensis biennium inde 1599 Reichenbach(ium) vocatus ecclesiae Pastor in Christo lesu diem obiit anno 16<..>

Übersetzung

Magister Martin Walther, geboren 1567 in Bullau, erzogen in Michelstadt, Erbach und Straßburg und in den guten und heiligen Wissenschaften ausgebildet, zwei Jahre lang Diakon in Erbach, von dort im Jahr 1599 nach Reichenbach als Pfarrer dieser Kirche berufen, starb in Christus Jesus, im Jahr 16...

Kommentar

Nach walther.

Nachweise

Literatur

  • Walther, Reichenbacher Chronik 106.

Bearbeitung

Die Inschriften des Landkreises Bergstraße, gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 38), 1994, S. 171 f., Nr. 245.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Martin Walther 1600-1635, Reichenbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/535_martin-walther-1600-1635-reichenbach> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/535