Philipp Heimreich von Weinheim 1622, Hirschhorn

Philipp Heimreich von Weinheim 1622, Hirschhorn
Standort
Gebäude / Areal
Hirschhorn, Ersheimer Kapelle
Angaben zum Standort
Das in drei nach außen gewölbte Felder geteilte Kalkschnittepitaph befindet sich an der Nordseite des Langhauses.
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1622
Typ
Erhaltung
erhalten
Größe
217 x 262 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
3-3,5 cm
Beschreibung
Das Epitaph wird von reichem Beschlag- und Rollwerk gerahmt. Die Rahmung ist mit Löwen- und Puttenköpfen sowie mit Fruchtgehängen verziert. Das erste Feld trägt zwei Wappenkartuschen, unter denen die Anfangsbuchstaben der Namen des Verstorbenen und seiner Frau stehen. Im zweiten Feld sind ein Bibelspruch mit achtzeiligem Text (A) und die Grabschrift mit elfzeiligem Text (B) angebracht. In dem dritten Feld folgt eine dreizeilige Devise (C). Die Buchstaben sind erhaben und weiß bemalt, wodurch sie sich stark von dem schwarzen Untergrund abheben. Die Farbfassung ist renoviert.
Fritz Arens geht aufgrund der Form des Epitaphs davon aus, daß es von demselben Meister gemacht wurde, der auch das Epitaph für Konrad Wallenberger und die Kalkschneidearbeit um die Brunnennische im Hof der Burg Zwingenberg am Neckar schuf.3)
3) Arens, Baugeschichte 16f. mit Anm. 33. Zu Wallenberger vgl. Nr. 237.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Enthaltene Wappen
Heimreich (Grille); ? (Schnabelschuh). Unter den Wappen die Initialen P • H • M • S.
Dargestellte Personen
Philipp Heimreich von Weinheim.
Nach der Inschrift war Philipp Heimreich Verwalter der Hirschhorner Güter in Zwingenberg am Neckar.4)
4) Zu den Gütern der Hirschhorner bei Zwingenberg vgl. Lohmann, Hirschhorn 109.
Inschrift
Umschrift
A PHILIP 3 / VNSER WANDEL IST / IM HIMMEL VON DANNEN WIR / AVCH WARTEN DES HEILANDS IESV / CHRISTI DES HERREN WELCHER VN/SERN NICHTIGEN LEIB VERKLARN / WIRDT DAS ER EHNLICH WERDE / SEINEN VERKLARTEN LEIBE E(T) C(ETERA)
B HIE LIGT BEGRABEN DER EHRN/VEST VND VORGEACHT HERR / PHILIPVS HEIMREICH VON WEI/NHEIM GEWESENER HIRSCHHORN/ISER DINER VND KELLER ZV ZWINGEN/BERG SO DEN ERSTEN DAG IVLY ANNO / 1622 ZV ZWINGENBERG / SEELIG IN DEM HERREN / GESTORBEN / SEINES ALTERS IM / XXXV IAHR
C ALE DING NACH / GOTTES WILLEN / 1622
Schrift
Nachweise
Literatur
- Siebeck, Inschriften 18.
Bearbeitung
Die Inschriften des Landkreises Bergstraße, gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 38), 1994, S. 166, Nr. 234.
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Standort)
Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Jüdische Friedhöfe
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
- Urkataster+
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Philipp Heimreich von Weinheim 1622, Hirschhorn“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/528_philipp-heimreich-von-weinheim-1622-hirschhorn> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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