Magdalena Dorothea Glaun 1596, Reichenbach

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Reichenbach
Landkreis
Bergstraße
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Reichenbach, Evangelische Kirche

Angaben zum Standort

Wo das heute verlorene, aus rotem Sandstein gefertigte Epitaph aufgestellt war, ist unbekannt. Ein die letzten vier Zeilen umfassendes Fragment des Epitaphs war noch 1914 unter einer Treppe des Turms vorhanden.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1596

Typ

Erhaltung

verloren

Beschreibung

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Dargestellte Personen

Magdalena Dorothea Glaun, Tochter des Caspar Glaun.
Caspar Glaun aus Laubach wurde 1572 in Marburg immatrikuliert. Von 1574 bis 1577 war er Schulmeister, dann bis 1579 Diakon in Erbach (Odw.). 1579 wurde er Pfarrer in Reichenbach, das er 1599 wieder verließ, um Pfarrer in Reichelsheim im Odenwald zu werden. Dort starb er am 20. November 1613.1) Sein Bruder Sebastian, der Verfasser des Epitaphs, war von 1585-1603 Pfarrer in Melbach.2) Er starb am 28. Mai 1603.3)
1) Diehl, Hassia sacra 4, 84 Nr. 7.
2) Gehört heute zu Wölfersheim (Wetteraukreis).
3) Diehl, Hassia sacra 4, 471 Nr. 3.

Inschrift

Umschrift

A TVMVLVS MAGDALENAE DOROTHEAE REVER(ENDI) VIRI CASP(ARI) GLAVNII LAVBACENS(IS) ECCLESIAE HUIUS PASTORIS FILIAE DILECTISSIMAE 17 MAY ANNO 96 PIE MORTVAE
B ERBACHIVM DULCE VITAE MIHI CONTULIT ORTVM
REICHBACHIUM DURA CONDITIONE NECEM
VIX MEA TER SENOS AETAS COMPLEVERAT ANNOS
NUPTA FVI SPONSO IAM QVOQVEM SPONSA NOVO
EN MIHI QVAE TAEDAE CELEBRANTVR RITE IVGALES
EHEV FESTA DIES EXITIALIS ERAT
C MA(GISTER) S(EBASTIANVS) G(LAVNIVS) SVAE EX FR/(A)TRE NEPTI / FACIEBAT

Übersetzung

Grab der am 17. Mai 1596 fromm verstorbenen Magdalena Dorothea, der sehr geliebten Tochter des ehrwürdigen Mannes Caspar Glaun aus Laubach, Pfarrers dieser Kirche.(A)
Erbach brachte mir den süßen Beginn meines Lebens, Reichenbach durch ein hartes Los den Tod. Kaum hatte mein Leben 18 Jahre gewährt, bin ich, vorher schon einmal verlobt, einem neuen Bräutigam angetraut worden, aber ach, was für ein Hochzeitsfest wurde für mich feierlich begangen, brachte doch der Festtag den Tod.(B) Magister Sebastian Glaun hat es für seine Nichte von Brudersseite gemacht. (C )

Kommentar

Drei elegische Distichen.
Nach Walther und Dammann.

Schrift

Nachweise

Literatur

  • Walther, Reichenbacher Chronik 106
  • Dammann, Kdm. 235.

Bearbeitung

Die Inschriften des Landkreises Bergstraße, gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 38), 1994, S. 140 f., Nr. 194.

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Magdalena Dorothea Glaun 1596, Reichenbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/510_magdalena-dorothea-glaun-1596-reichenbach> (aufgerufen am 03.11.2026)

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