Hans Philipp Landschad von Steinach 1592, Neckarsteinach
Standort
Gebäude / Areal
Neckarsteinach, Evangelische Kirche
Angaben zum Standort
Das Epitaph ist heute an der Südwand des Langhauses angebracht.
Heutiger Aufbewahrungsort
Merkmale
Datierung
1592
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
68 x 102 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
2,5 cm
Beschreibung
Der geschweifte, mit Beschlagwerk verzierte Aufsatz trägt in der Mitte ein Medaillon mit einem Vollwappen, dessen Helmzier fast vollständig zerstört ist. Am Fries über der Schrifttafel ist eine Meistersignatur aus den Buchstaben H und F eingeritzt. Darunter folgt die Schrifttafel mit einem 15zeiligen Text. Sie wird von ionischen Pilastern gerahmt, auf denen jeweils zwei Wappen angebracht sind, von denen auf der linken Seite das untere abgebrochen ist. Die Marmorierung ist aufgemalt.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Landschaden von Steinach; Landschaden von Steinach, Fleckenstein; Helmstatt, Neipperg.
Dargestellte Personen
Hans Philipp Landschad von Steinach.
Hans Philipp war ein Sohn von Hans Bleickard I. Landschad und Anna Elisabeth von Helmstatt. Er war mit Anna von Hagen und in zweiter Ehe mit Margarete Knebel von Katzenelnbogen verheiratet.2) Ab 1566 ist er in pfälzischen Diensten nachweisbar, und zwar in jenem Jahr als Amtmann zu Bacharach und Böckelheim, in den Jahren 1569 und 1585 als Faut zu Bretten und 1588 als Rat und Diener von Haus aus mit vier reisigen Pferden.3) Trotz dieser ansehnlichen Laufbahn ist das Epitaph bescheiden ausgefallen. Es ist von der Konzeption und der Schriftform her mit dem seines Bruders Eberhard Landschad identisch und wurde wie dieses von der Werkstatt des Meisters HF ausgeführt. Dieselbe Schriftform erscheint auch auf den Epitaphien ihrer Eltern. Auffällig ist beim Epitaph Hans Philipps die unsaubere Ausführung der Inschrift, die in den übrigen drei Fällen bei dem Meister HF und seiner Werkstatt nicht anzutreffen ist. Die Vorlinierung ist so schlecht, daß viele Zeilen schräg stehen.
2) Irschlinger, Landschaden Taf. 3.
3) Krebs, Kurpfälzische Dienerbücher Nr. 1562; vgl. auch Langendörfer, Landschaden 57f.
Inschrift
Umschrift
ANNO · DOMINI · XCII · DEN / XV · SEPTEMBRIS · ZV · / NACHT · VMB · NEVN · VHR · / STARB · DER · EDEL · VND · / ERNVEST · HANS · PHILIPS · / LANDSCHAD · VON · VND · / ZV · STAINACH · CHURF(ÜRSTLICHER) / PFALTZ · RATH · DESEN · / SEELEN · CHRISTVS · / DER · HERR · IN · EWIG=/KEIT · PFLEGEN · VND · / IHM · EIN · FRÖ=/LICHE · AVFFER=/STENDNVS · VER=/LEIHEN · WOLLE ·
Schrift
Nachweise
Literatur
- Wickenburg II 255/2
- Inschriften Neckarsteinach 52
- Möller/Krauß, Neckarsteinach 102.
Bearbeitung
Die Inschriften des Landkreises Bergstraße, gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 38), 1994, S. 135, Nr. 187.
Indizes
Siehe auch
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Orte
- Hessische Flurnamen
- Historische Kartenwerke
- Topografie des Nationalsozialismus in Hessen
- Historisches Ortslexikon
- Synagogen in Hessen
- Topografische Karten
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hans Philipp Landschad von Steinach 1592, Neckarsteinach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/507_hans-philipp-landschad-von-steinach-1592-neckarsteinach> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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