Caspar von Hirschhorn 1466, Hirschhorn

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Hirschhorn
Landkreis
Bergstraße
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Hirschhorn, Karmeliterkirche

Angaben zum Standort

Die Platte steht heute an der Nordseite der Gruft.

Heutiger Aufbewahrungsort

Merkmale

Datierung

1466

Typ

Material

Erhaltung

erhalten

Größe

83 x 172 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

9 cm

Beschreibung

Auf der linken Seite ist ein Teil der Leiste und die obere Ecke weggebrochen. Die gegenüberliegende rechte Ecke ist vollständig abgetreten, so daß die Jahresangabe fast ganz verloren gegangen ist. Im Feld befindet sich oben eine quadratische Eintiefung, in die früher vermutlich eine Metallplatte mit einem Wappen eingelegt war.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Dargestellte Personen

Caspar von Hirschhorn.
Caspar war ein Sohn Philipps I. von Hirschhorn und Irmels von Winnenburg-Beilstem. Er war mit Adelheid Schelm von Bergen verheiratet.1)
Da am Ende der Jahreszahl vi eindeutig zu lesen ist, starb Caspar nach dieser Inschrift 1466. Die von Milendunck überlieferte Inschrift seines Totenschildes gibt sein Todesdatum jedoch mit dem 17. Juni 1467 an. Da diese Inschrift jedoch aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt, könnte es dort zu einem Irrtum gekommen sein.2)

Inschrift

Umschrift

[...]vi xvi kalendas ivni obit domi/cellvs cas[p]ar / de hirschorn c[...]

Übersetzung

... am 16. Tag vor den Kalenden des Juni (17. Mai), starb der Edelknappe Caspar von Hirschhorn ...

Kommentar

Die Inschrift beginnt oben rechts und läuft auf dem Rand zwischen Zeilen um. In den unteren beiden Ecken ist jeweils ein Kreuz angebracht.
Die Inschrift muß im Umschreiten der Platte von rechts nach links gelesen werden! Die Buchstaben sind sehr ungleichmäßig gehauen und stehen nicht auf einer Linie. Die Lesung wird dadurch erschwert, daß b, c, d, e, h, k und / immer spiegelverkehrt geschrieben sind, während die übrigen Buchstaben richtig stehen. Das h, dessen eigentlich linke Haste kürzer ist als die rechte und das v mit stets schrägstehender rechter Haste kommen in der gleichen Form auf der Ersheimer Grabplatte des Priesters Jakobus (+ 1482) vor. Die ungewöhnliche Ausführung der Platte Caspars gibt zu der Vermutung Anlaß, daß der Steinmetz nicht lesen konnte und hier mit seiner Aufgabe überfordert war.

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. Lohmann, Hirschhorn Taf. l u. 67. ↑
  2. Milendunck, Historiae 570 ; vgl. Nr. 198. Hirschhorner Urkunden, die sich auf Caspar beziehen, fehlen für 1466. Erst in einer Urkunde vom 11. September 1467 wird er als verstorben erwähnt, vgl. Lohmann, Hirschhorn 520, Anm. 6. ↑

Bearbeitung

Die Inschriften des Landkreises Bergstraße, gesammelt und bearbeitet von Sebastian Scholz (Die Deutschen Inschriften 38), 1994, S. 48-49, Nr. 60

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Caspar von Hirschhorn 1466, Hirschhorn“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/449_caspar-von-hirschhorn-1466-hirschhorn> (aufgerufen am 02.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/449