Hans Klemm 1618, Usingen

Hans Klemm 1618, Usingen – Nr. 196
Standort
Gebäude / Areal
Usingen, Evangelische Pfarrkirche
Angaben zum Standort
Die Platte lag bis 1967 im Durchgang der Turmhalle.
Heutiger Aufbewahrungsort
Angaben zum Aufbewahrungsort
Südwestlich des Kirchturms nahe der Umfassungsmauer im Rasen liegend.
Merkmale
Datierung
1618
Typ
Material
Erhaltung
erhalten
Größe
85 x 185 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
5 cm
Beschreibung
Grabplatte des Hans Klemm. Ihre Umschrift war in den 1930er Jahren noch relativ gut lesbar.2) Aufgrund des Vergleichs dieser Textüberlieferung mit den wenigen heute noch sichtbaren Buchstabenresten auf einer hochrechteckigen Grabplatte aus graurotem Sandstein kann man diese mit der oben erwähnten identifizieren. Die Platte besitzt eine auf einem erhöhten Rand umlaufende Grabinschrift. Im Feld wird eine Rollwerktafel von einem Vollwappen bekrönt; unter der Tafel sieht man noch einen Totenschädel mit gekreuztem Gebein und darunter geringe Reste von nicht identifizierbaren Buchstaben. Von der Umschrift sind in der rechten unteren Ecke wenige Buchstaben lesbar, die Tafel ist vollkommen abgetreten.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Enthaltene Wappen
unkenntlich
Dargestellte Personen
Die Familie Klemm ist in Usingen seit dem 14. Jahrhundert, seit 1413 dort auch in gehobenen Ämtern nachzuweisen.4) Der verstorbene Hans Klemm, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Sohn5) des Färbermeisters, Gerichtsschreibers und Bürgermeisters Vinzenz Klemm6), ist in der Reihe der Usinger Gerichtsschöffen und Ratsverwandten ab 1594–1618 belegt7) und war 1602 selbst Bürgermeister.8)
Nachweise
Fußnoten
- So konnten Bohris 1927 und Steinmetz in den 1930er Jahren den Text noch einigermaßen entziffern. ↑
- Vgl. zur Familiengeschichte Klemm, Blätter zur Geschichte o. S; Kaethner/Kaethner, Usingen 306, Nr. 2 nennt zu 1413 Henchen Clemm als zweiten Usinger Schultheiß. ↑
- Dieser starb 1583 in Gleiberg, vgl. Kaethner/Kaethner, Usingen 308, Nr. 16 und Fritz, Bemerkungen zu Steinmetz Anm. 56. ↑
- Kaethner/Kaethner, Usingen 306f. mit Anm. 2; offenbar ist dieser Vinzenz nicht identisch mit dem ebd. unter Nr. 14 angegebenen gleichnamigen Keller und Schultheiß. Ein späterer Namensvertreter amtierte als Schultheiß in Usingen von 1677–1712, vgl. ebd. 310, Nr. 24. ↑
- Ebd. 349 Liste C5. ↑
- Ebd. 344 Liste C4. ↑
Literatur
- Bohris, Paul: Aus der Geschichte der Laurentiuskirche zu Usingen. In: Nassovia 37 (1927), S. 13–17, hier S. 16.
- Steinmetz, Ernst Georg: Corpus inscriptionum Nassoicarum. Pars specialiter: Corp. Inscript. Usingense. Hdschr. Usingen um 1930 (StaA Us, Archiv Steinmetz, H. 9); abgeschr. u. bearb. von Helmut Fritz. Masch. Usingen 2003, S. 12, Nr. 37.
- Dienstbach, Fritz: Die Stadtkirche in Usingen als Begräbnisstätte. In: Usinger Land Jg. 1967, H. 1 (Feb.), Sp. 49–56, hier Sp. 53.
Bearbeitung
Indizes
Wappen
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hans Klemm 1618, Usingen“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2486_hans-klemm-1618-usingen> (aufgerufen am 01.11.2026)
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