Franz von Kronberg (Kronenstamm) 1605, Kronberg
Beschreibung
Grabplatte des Franz von Kronberg (Kronenstamm). Der Wortlaut der Grabinschrift wurde 1763/64 von Oetter mitgeteilt, der aber keine Details zur Gestaltung der seit unbekannter Zeit verschollenen Grabplatte lieferte, außer den Zeilenumbrüchen, die er durch senkrechte Striche kennzeichnete.1) Offenbar war die Grabinschrift zeilenweise angeordnet. Anscheinend setzte Oetter das Vorhandensein eines Wappens stillschweigend voraus.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Franz war der älteste Sohn des 1591 verstorbenen Hartmut (XIII.) von Kronberg (Kronenstamm) (Kat.-Nr. 101) und dessen erster Gemahlin Barbara von Sickingen.2) 1566 nahm er als kämpfender Reiter am Krieg gegen die Türken teil; seit 1574 war er Burgmann zu Friedberg, dann mainzischer Amtmann in Höchst und seit 1592 auch zu Hofheim. Vom 10. August 1570 datiert der Vertrag zur Eheschließung zwischen Franz und Katharina, der einzigen Tochter Dietrichs von Hattstein zu Höchst und der Margareta Rüd von Collenberg.3) Gemeinsam mit seiner Gattin ließ er 1577 den Kronberger Hof in Höchst als Wohnhaus errichten.4) Eine Glasmalerei (Kat.‑Nr. 115) mit dem Wappen und einem Wahlspruch des Verstorbenen befand sich gleichfalls in der Burgkapelle.
Inschrift
Umschrift
Anno domini 1605 den 22 / Februarii ist in Gott verschide(n) / der woledel
streng und vest / Frantz von Cronberg Ampt/mann zu Hoegst und Hoffeim /
dem Gott genad amen.
Kommentar
Nach Oetter.
Nachweise
Fußnoten
- Oetter 33 Anm. **. ↑
- Gensicke, Die von Kronberg 308, Nr. 43; Gensicke, Stammfolge 129, Nr. 43. Vgl. auch das große, verlorene Familienbild von 1549 (Kat.-Nr. 82) mit der Abbildung Franzens als geharnischtes Knäblein. ↑
- Vgl. auch Humbracht, Stamm-Tafeln Taf. 11, zum Vertrag vgl. HHStAW 333, 777. ↑
- Zur dortigen Bauinschrift von 1577 und der beschrifteten Wappentafel von 1580 vgl. Ronner, Die von Kronberg 95. ↑
Literatur
- Oetter, Samuel Wilhelm: Der Wöchentlichen Wappenbelustigung sechstes Stück, Anhang: Nachricht von den Wappen der abgestorbenen Graven von Cronenberg. Augsburg 1764, S. 21–40, hier S. 34.
- Ompteda, Ludwig Freiherr v.: Die von Kronberg und ihr Herrensitz. Frankfurt a. M. 1899, S. 455 (nach Oetter).
- Ronner, Wolfgang: Die Herren von Kronberg und ihr Reichslehen 1189–1704. Regesten u. ergänzende Texte. Frankfurt a. M. 1999, Nr. 543 (nach Oetter).
Bearbeitung
Indizes
Wappen
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Franz von Kronberg (Kronenstamm) 1605, Kronberg“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2474_franz-von-kronberg-kronenstamm-1605-kronberg> (aufgerufen am 02.11.2026)
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