Johann oder Wolf von Hattstein zu Weilbach 1588, Weilbach

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Ortsname
Weilbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Weilbach (Flörsheim), Katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt

Angaben zum Standort

Lag im Fußboden der Kirche vor dem Hochaltar („ante summum altare “).

Merkmale

Datierung

1588

Typ

Erhaltung

verloren

Beschreibung

Grabplatte des Johann oder des Wolf von Hattstein zu Weilbach. Grabplatte mit vier Wappen. Helwich verzeichnete marginal die Zeichen der Ritter vom hl. Grabe zu Jerusalem und der Pilger zum Katharinenkloster auf dem Sinai.1)

Geschlecht, Alter, Familienstand

Stand

Enthaltene Wappen

Hattstein2)#Bei Helwich das Stammwappen in seiner Reihe als zweites Wappen, hier nach der Ahnenprobe umgestellt.
Kämmerer von Worms gen. von Dalberg3)#Helwich gab „Dalberg“ an und zeichnete das Wappen der Kämmerer von Worms gen. von Dalberg.
Erlenbach4)#So bei Helwich bezeichnet, Schild leer. Das Wappen Erlenbach gen. Weilbach zeigt nicht (in Rot) eine schreitende (silberne) Gans (?), vgl. Langhammer, Kronberger Wappenbuch Taf. 43, es ist das Wappen Erlenbach, vgl. Wolfert, Aschaffenburger Wappenbuch, Taf. 57 I, 3 u. 94 II, 1: in Rot eine silberne Gans, ggf. mit silbernem Turnierkragen, siehe vielmehr bei Adam von (Erlenbach gen.) Weilbach (Kat.-Nr. 34). gen. Weilbach
Neuhausen5)#Nach Helwich das Wappen der schwäbischen von Neuhausen: (in Silber) ein (roter) Löwe, einen (grünen) Ast haltend, vgl. Siebmacher, Wappenbuch I Taf. 112; Siebmacher u. a., Wappenbuch Bd. VI, 2. Abt. (Württemberg) 14 m. Taf. 6.

Dargestellte Personen

Johann war ein Sohn des 1566 verstorbenen Amtmanns von Höchst und Hofheim, Wolf von Hattstein zu Weilbach, und dessen erster Gattin Margareta, einer Tochter Balthasar Kämmerers von Worms genannt von Dalberg und der Jacobe von Neuhausen,6) mithin ein Enkel des die Linie begründenden Johann von Hattstein (siehe Kat.-Nr. 34). Helwichs Inschriftenüberlieferung und die teils aus seinen Inschriften schöpfenden Stammfolgen sind nicht widerspruchsfrei. Humbracht nennt Johannes nicht, dafür unter demselben Todestag seinen Bruder Wolf, „Ritter von Jerusalem und des Bergs Sinai“ zum Jahr 1571.7) Als Domizellar zu Speyer am 25. Februar 1561 aufgeschworen, resignierte Johann am 3. April 1567 zugunsten seines Bruders Eberhard.8) Von seinem weiteren Lebensweg ist nichts bekannt, ebenso wenig wie von dem seines Bruders Wolf. Daher muss hier eine Verwechslung vorliegen, die noch nicht aufgelöst werden konnte. Verwechselte Helwich die Namen der Inschrift oder übertrug Humbracht die Pilgertitel auf Wolf, ohne Johannes zu berücksichtigen? Der jüngere Bruder Marquard lag gleichfalls in der Weilbacher Pfarrkirche begraben (Kat.-Nrr. 173, 174).

Inschrift

Umschrift

Den 17. Tag Septembris Anno 1588 ist der edel gestreng und veste Johan von
Hattstein zu Weilbach Ritter im Hern seliglich entschlaffen, vnd ligt alhie be-
graben, der Seel Gott gnade vnd vns allen. Amen.

Kommentar

Nach Helwich.

Nachweise

Fußnoten

  1. Kreuz, begleitet von vier kleineren Kreuzen; Schwert und halbes Rad verschränkt. ↑
  2. Vgl. Mielke 370f. ↑
  3. Humbracht, Stamm-Tafeln Taf. 35, ihm folgend Mielke und Möller, Stammtafeln [AF] II Taf. LXIII, der Johanns Tod mit „vor 1591“ angibt, aber auch die Daten zu Wolf teilweise wiederholt. Bei Mielke 370f. werden sowohl Wolf als auch Johann unter demselben Todesdatum genannt, Wolfs Pilgertitel wie bei Humbracht. ↑
  4. Vgl. zu diesem Mielke 372, Nr. 3; Möller nennt wie Humbracht (wie Anm. 7) einen Balthasar als Speyerer Domherrn. ↑

Literatur

Bearbeitung

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Johann oder Wolf von Hattstein zu Weilbach 1588, Weilbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2464_johann-oder-wolf-von-hattstein-zu-weilbach-1588-weilbach> (aufgerufen am 01.11.2026)

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