Johann oder Wolf von Hattstein zu Weilbach 1588, Weilbach
Standort
Gebäude / Areal
Weilbach (Flörsheim), Katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Angaben zum Standort
Lag im Fußboden der Kirche vor dem Hochaltar („ante summum altare “).
Beschreibung
Grabplatte des Johann oder des Wolf von Hattstein zu Weilbach. Grabplatte mit vier Wappen. Helwich verzeichnete marginal die Zeichen der Ritter vom hl. Grabe zu Jerusalem und der Pilger zum Katharinenkloster auf dem Sinai.1)
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Hattstein
Kämmerer von Worms gen. von Dalberg
Erlenbach
Neuhausen
Dargestellte Personen
Johann war ein Sohn des 1566 verstorbenen Amtmanns von Höchst und Hofheim, Wolf von Hattstein zu Weilbach, und dessen erster Gattin Margareta, einer Tochter Balthasar Kämmerers von Worms genannt von Dalberg und der Jacobe von Neuhausen,6) mithin ein Enkel des die Linie begründenden Johann von Hattstein (siehe Kat.-Nr. 34). Helwichs Inschriftenüberlieferung und die teils aus seinen Inschriften schöpfenden Stammfolgen sind nicht widerspruchsfrei. Humbracht nennt Johannes nicht, dafür unter demselben Todestag seinen Bruder Wolf, „Ritter von Jerusalem und des Bergs Sinai“ zum Jahr 1571.7) Als Domizellar zu Speyer am 25. Februar 1561 aufgeschworen, resignierte Johann am 3. April 1567 zugunsten seines Bruders Eberhard.8) Von seinem weiteren Lebensweg ist nichts bekannt, ebenso wenig wie von dem seines Bruders Wolf. Daher muss hier eine Verwechslung vorliegen, die noch nicht aufgelöst werden konnte. Verwechselte Helwich die Namen der Inschrift oder übertrug Humbracht die Pilgertitel auf Wolf, ohne Johannes zu berücksichtigen? Der jüngere Bruder Marquard lag gleichfalls in der Weilbacher Pfarrkirche begraben (Kat.-Nrr. 173, 174).
Inschrift
Umschrift
Den 17. Tag Septembris Anno 1588 ist der edel gestreng und veste Johan von
Hattstein zu Weilbach Ritter im Hern seliglich entschlaffen, vnd ligt alhie be-
graben, der Seel Gott gnade vnd vns allen. Amen.
Kommentar
Nach Helwich.
Nachweise
Fußnoten
- Kreuz, begleitet von vier kleineren Kreuzen; Schwert und halbes Rad verschränkt. ↑
- Vgl. Mielke 370f. ↑
- Humbracht, Stamm-Tafeln Taf. 35, ihm folgend Mielke und Möller, Stammtafeln [AF] II Taf. LXIII, der Johanns Tod mit „vor 1591“ angibt, aber auch die Daten zu Wolf teilweise wiederholt. Bei Mielke 370f. werden sowohl Wolf als auch Johann unter demselben Todesdatum genannt, Wolfs Pilgertitel wie bei Humbracht. ↑
- Vgl. zu diesem Mielke 372, Nr. 3; Möller nennt wie Humbracht (wie Anm. 7) einen Balthasar als Speyerer Domherrn. ↑
Literatur
- Helwich, Georg: Syntagma monumentorum et epitaphiorum, tum veterum tum recensium selectiorum, quae tum in diocesi Moguntina (...) erecta conspicuntur (...) Incaeptum anno aere christinae M. DC.XI. Martinus-Bibliothek (ehem. Bibliothek des Priesterseminars) Mainz, Hdschr. 225, S. 355.
- Mielke, Heinz-Peter: Die Niederadligen von Hattstein, ihre politische Rolle und soziale Stellung – Zur Geschichte einer Familie des Mittelrheinischen Reichsritterschaft von ihren Anfängen bis zum Ende des Dreissigjährigen Krieges mit einem Ausblick auf das Jahr 1767. Wiesbaden 1977 (Veröff. der Hist. Komm. für Nassau 24), S. 371 Anm. 358 (nach einer Abschrift Helwichs).
Bearbeitung
Siehe auch
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Orte
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johann oder Wolf von Hattstein zu Weilbach 1588, Weilbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2464_johann-oder-wolf-von-hattstein-zu-weilbach-1588-weilbach> (aufgerufen am 01.11.2026)
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