Johann von/zum Landeck 1521, Rod an der Weil
Standort
Gebäude / Areal
Rod an der Weil (Weilrod), Evangelische Pfarrkirche
Angaben zum Standort
Der Beschreibung des Pfarrers Wilhelm Hell von 1634 zufolge – „vor der Cantzel zur lincken handt hengt ein adelich wapen uf einer runden höltzern taffel gemahlet“ – war in der Kirche also ein farbig gefasster hölzerner Totenschild aufgehängt.
Beschreibung
Totenschild1) des Johann von/zum Landeck. Farbig gefasster hölzerner Totenschild. Zu sehen war das Familienwappen des Verstorbenen und der auf dem Rand wohl in einer Zeile umlaufend aufgemalte Sterbevermerk („runde uberschrift“). Zur Zeit der Aufzeichnung war der Inschriftenträger bereits „sehr verblichen“. Form der Worttrenner nicht zu ermitteln.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Landeck
Dargestellte Personen
Die niederadlige Familie von Landeck ist als Rechtsnachfolgerin der von Rheinberg zwischen 1477 und 1545 urkundlich in Rod an der Weil belegt;4) 1486 erscheint sie als Wohltäter der Pfarrei, die 1279 urkundlich zum ersten Mal genannt wird.5) Johann von Landeck ist 1514 gemeinsam mit seinem Bruder Ebert urkundlich bei einem Erbkaufgeschäft erwähnt.6)
Sonstiges
Pfarrer Wilhelm Hell beschrieb am 10. Februar 1634 unter der Überschrift „Alte Monumenta“ die wenigen in seiner Pfarrkirche erhaltenen Denkmäler. Neben dem Totenschild berichtete er von drei Tafelbildern, die im Chor der Kirche aufgehängt waren, von denen eins vom Hochaltar („so ufm altar gestanden und nunmehr an die Wand geheftet“) stammte. Gleichzeitig übermittelte Pfarrer Hell auch die Inschrift am Roder Pfarrhaus von 1522 (Kat.-Nr. 73).
Nachweise
Fußnoten
- Von Kaethner/Kaethner fälschlich für eine Grabplatte gehalten. ↑
- Kaethner/Kaethner. ↑
- Vgl. Kleinfeldt/Weirich, Kirchenorganisation 181, Nr. 34. ↑
- Vgl. HHStAW 135, U 143 zu 1514 Mai 30. ↑
- So auch schon Kaethner/Kaethner nach der Handschrift. ↑
- Sic! Für VIERTEN. ↑
- Sic! Für MONATS. ↑
- Pfarrer Hell gab die Inschrift offenbar nach dem Original in Großbuchstaben wieder; daher ist eine Kapitalis anzunehmen; dann handelt es sich um einen frühen Beleg einer Kapitalis im Bearbeitungsgebiet, vgl. Einleitung Kap. 5. Eine Beurteilung der Formensprache und eine Kategorisierung der Schrift ist damit nicht gegeben. ↑
Literatur
- Hell, Wilhelm: Rodt an der Weilen Verzeichnet den 10. Februarii 1634 a me Guilhelmo Hellio pastore RhodaVillano. Handschr. 1634, enthalten im Konvolut „Pfarr-Gefälle zu Rodt an der Weyl 1410–1732“ (HHStAW, Abt. 135, Rod an der Weil 1b), Bl. 5.
- Kaethner, Rudi H./Kaethner, Martha: Geschichte des Landstein. Als Manuskript von den Verfassern vervielfältigt. Gemünden 1984, Weilrod S. 323 (nach Hell).
Bearbeitung
Indizes
Wappen
Siehe auch
Weitere Angebote in LAGIS (Standort)
Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johann von/zum Landeck 1521, Rod an der Weil“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2453_johann-von-zum-landeck-1521-rod-an-der-weil> (aufgerufen am 03.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2453