Adam (von Erlenbach gen.) von Weilbach 1475, Weilbach
Standort
Gebäude / Areal
Weilbach (Flörsheim, MTK), Katholische Pfarrkirche Maria Himmelfahrt
Angaben zum Standort
Helwich sah sie zu Beginn des 17. Jahrhunderts in der Kirche im Fußboden vor dem Hochaltar („ante summum altare“).
Beschreibung
Grabplatte des Adam (von Erlenbach gen.) von Weilbach. Ein Wappen.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Enthaltene Wappen
Erlenbach gen. von Weilbach
Dargestellte Personen
Im Jahr 1239 wird mit einem Godefridus eine Adelsfamilie von Weilbach erstmals urkundlich greifbar,2) mit Sitz auf der Burg.3) Mitglieder der Familie von Weilbach sind bis 1379 nachgewiesen; die Verbindung der seit Beginn des 15. Jahrhunderts auftretenden von Erlenbach genannt von Weilbach zu der vorgenannten Familie bleibt unklar. Der Verstorbene gehörte zu dieser Linie der von Erlenbach gen. von Weilbach: 1462 trat er Eberhard von Eppstein seinen halben Anteil an der Burg Weilbach ab,4) war in mehreren Landgeschäften beteiligt und 1466 Schultheiß des Mainzer Jakobsbergklosters.5) Erben und Nachfolger der nicht zwangsläufig mit Adam, aber bald nach ihm ausgestorbenen Familie wurden die von Hattstein, die sich nach dem neuen Burgsitz zubenannten, nachdem Johann von Hattstein († 1540)6) im Jahre 1510 von Graf Eberhard von Eppstein mit Schloss/Burg und Gütern belehnt worden war.7) Grundlage dieser Erbschaft war die Heirat Johanns mit Margarete von Erlenbach, Tochter Dieters und der Anna von Reifenberg.8) Diese Hattsteiner Nebenlinie erlosch 1607 im Mannesstamm (Kat.-Nrr. 173, 174).
Sonstiges
Inschrift
Umschrift
Anno domini m cccc lxxv vf Samstag vor oculi ist gestorben der vest Juncker
Adam von Weilbach [– – –]10 dem Gott gnadt.
Übersetzung
Datum: 25. Februar 1475.
Kommentar
Nach Helwich.
Nachweise
Fußnoten
- Vgl. Bethke, Main-Taunus-Land 194f., auch zum Folgenden. ↑
- Die Burg ging 1671 ins Eigentum der Familie Wolff-Metternich über, ihre mittelalterlichen Reste sind in dem um 1800 errichteten Schloss vorhanden, vgl. Dehio, Hessen II (2008) 886. ↑
- Vgl. Bethke (wie Anm. 1) 194. ↑
- Mielke, Niederadlige von Hattstein 275f. nach Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand 54,32; vgl. Fleck/Stolzenberg, Erlenbach 66f., 192, Reg. Nrr. 573f. ↑
- Zu Johann vgl. Humbracht, Stamm-Tafeln 35; Mielke, Niederadlige von Hattstein 369. ↑
- Mielke, Niederadlige von Hattstein 275f. nach Koblenzer und Wiesbadener Materialien. ↑
- So bei Humbracht, Stamm-Tafeln 35; vgl. Fleck/Stolzenberg, Erlenbach 13, 192, Reg. Nrr. 645, 654. ↑
- Bethke (wie Anm. 1) 195. ↑
- Dieser wurde 1636 gemeinsam mit dem Ort durch Brand zerstört und 1653/60 wiederaufgebaut. 1874/75 ersetzte man dieses alte Kirchengebäude durch die neoromanische Säulenbasilika, vgl. Lixenfeld, Dorf-Wachstumsgeschichte 36, S. 38 als Baujahr 1660 genannt, das Baujahr 1653 bei Gersbach, Weilbacher Chronik, in: ders., Festschrift o. S.; Dehio, Hessen II (2008) 799. ↑
Literatur
- Helwich, Georg: Syntagma monumentorum et epitaphiorum, tum veterum tum recensium selectiorum, quae tum in diocesi Moguntina (...) erecta conspicuntur (...) Incaeptum anno aere christinae M. DC.XI. Martinus-Bibliothek (ehem. Bibliothek des Priesterseminars) Mainz, Hdschr. 225, S. 355.
Bearbeitung
Indizes
Siehe auch
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Orte
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Adam (von Erlenbach gen.) von Weilbach 1475, Weilbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2440_adam-von-erlenbach-gen-von-weilbach-1475-weilbach> (aufgerufen am 02.11.2026)
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