Johann Georg Metz 1731, Großalmerode

Abb. 210: Großalmerode, Stadtkirche, Grabstein Metz (1731) – Nr. 299
Standort
Gebäude / Areal
Großalmerode, Stadtkirche
Angaben zum Standort
Aufgestellt außen auf der Südseite der Stadtkirche an dem nach Osten exponierten Mauerrücksprung.
Merkmale
Datierung
1731
Typ
Erhaltung
erhalten
Größe
87 x 163 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
4,7 cm
Beschreibung
Grabstein des Johann Georg Metz. Hochrechteckige Platte. Der Stein wird ganz von der mit profiliertem Rahmen versehenen Inschrift eingenommen; ihre Zeilen sind zentriert, Worttrenner: Quadrangel, teilweise in Kontur. Inschrift eingehauen.
Die hervorragend erhaltene Inschrift zeichnet sich durch Besonderheiten aus, die nicht nur von der schwankenden, sich an den verfügbaren Raum anpassenden Proportion gesteuert werden. Gegenüber meist geknicktem kurzem Mittelbalken des A sind jene bei A in Nexus und nach rechts geneigten gerade; D kommt offen und geschlossen vor; die Cauda des G ist unter den Buchstaben zurückgebogen; wie vielfach sonst auch ist der Balken des H geknickt, der Mittelteil des M von den Schäften abgesetzt und extrem niedrig und der Schrägschaft des N ganz dünn, der Bogen des P vielfach offen und nach innen eingebogen; die kurze, doch stark geschwungene Cauda des R hängt unproportional an einem großen Bogen und reicht nur selten bis zur Grundlinie.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Stand
Dargestellte Personen
Vater des Johann Georg Metz war der Gasthalter Johannes Metz in Spangenberg. Der Name der Mutter ist nur hier überliefert.3) Metz immatrikulierte sich in Marburg am 7. 10. 1689, wurde 1695 Rektor in Spangenberg und 1701 Pfarrer in Pfieffe (OT von Spangenberg, Schwalm-Eder-Kreis). Kurz zuvor am 25. 8. 16974) hatte er dort die Tochter Martha Elisabeth seines Vorgängers Johann Kümmel geheiratet. 1721 wurde Metz Pfarrer in Großalmerode. Gegen Ende seiner Amtszeit bat er, unter seinem Alter und dem Podagra leidend, das Konsistorium in Kassel, ihm den Ludwig Bernhard Kannengießer als Adjunkt beizugeben. An ihn verheiratete er am 30. 1. 1731 seine einzige Tochter Christina Magdalena.
Wenig später starb er.5)
Inschrift
Umschrift
VIRI PL(URIMUM) · REVERENDI / IOHANNI GEORGIO METZAE /
A PARENTIBUS / IOH(ANNE) · METZA ET ELISABETHA GÖDDI-
GIA4 / SPANGENBERGAE D(IE) XXIV · MAII · / ANNO MDCLXXI ·
NATI / A DIE 20 APR(ILIS) MDCXCV · PER VI ANNOS /
SCHOLA⌣E RECTORIS IBIDEM · / A DIE 18 MART(II) MDCCI PER
XX ANNOS / PASTORIS PFIFFAE · / A DIE I · AUG(USTI) MDCCXXI ·
PER XI ANNOS / PASTORIS GROSALMERODA⌣E / A DIE 25 ·
AUG(USTI) · MDCXCVII · PER XXXIV ANNOS / MARTHA⌣E · ELISA-
B(ETHAE) D(OMI)NI · IOH(ANNIS) / KÜMMELII · PAST(ORIS)
PFIFFA⌣E FILIA⌣EMARITI / UNICAE FILIAE PATRIS · / EGREGII
DOCENTIS · / DIE X · APR(ILIS) MDCCXXXI · DEFUNCTI / DEPOSI-
TO MONUMENTUM HOCCE / SACRUM ESSE IUSSIT / GENER
I(OHANNES) · L(UDOVICUS) · B(ERNHARDUS) · STANNARIUS
PASTOR / ADIUNCT(US) · POST SUCCESSOR ·
Übersetzung
Dem1) hochehrwürdigen Mann Johann Georg Metz, von den Eltern Johann Metz und Elisabeth Göddigen zu Spangenberg am 24. Mai 1671 geboren, seit dem 20. April 1695 6 Jahre lang Schulrektor daselbst, seit dem 18. März 1701 20 Jahre lang Pfarrer in Pfieffe, seit dem 1. August 1721 11 Jahre lang Pfarrer in Großalmerode, seit dem 25. August 1697 verheiratet mit Martha Elisabeth, Tochter des Johann Kümmel, Pfarrer zu Pfieffe, Vater einer einzigen Tochter und hervorragender Prediger,2) gestorben am 10. April 1731, soll, nachdem er hier niedergelegt ist, dieses Denkmal geweiht sein nach dem Willen seines Schwiegersohns Johann Ludwig Bernhard Kannengießer (eigentlich „Zinngießer“), der sein Pfarradjunkt und später sein Nachfolger war.
Schrift
Nachweise
Fußnoten
- Zur Biographie s. Magdanz 55, Nr. 15. ↑
- Magdanz gibt 1698 an. ↑
- Mehr über Kannengießer in Kat.-Nr. 302. ↑
- Das erste G aus S korrigiert; das A oben etwas breiter und mit dem rechten Schaft an die Feldbegrenzung gelehnt. ↑
- Dem gekünstelten lateinischen Satzbau, bei dem wohl von monumentum Genitive abhängen und von sacrum Dative (Iohanni Georgio Metzae deposito), kann in der Übersetzung nicht gefolgt werden. ↑
- Damit könnte auch Kümmel gemeint sein. Die Beziehung auf Metz liegt näher. ↑
Bearbeitung
Siehe auch
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Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johann Georg Metz 1731, Großalmerode“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2418_johann-georg-metz-1731-grossalmerode> (aufgerufen am 02.11.2026)
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