Eva Barbara Elisabeth Neuber zwischen 1699 und 1715, Reichenbach

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Ortsname
Reichenbach
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Hessisch Lichtenau-Reichenbach, Klosterkirche

Angaben zum Standort

Aufgestellt im Raum hinter dem Westeingang an der linken Seite an vierter Stelle.

Merkmale

Datierung

zwischen 1699 und 1715

Typ

Erhaltung

erhalten

Größe

59 x 110 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

(A, C) 2,1, (B) 2,8 cm

Beschreibung

Grabstein der Eva Barbara Elisabeth Neuber. Hochrechteckige Platte mit geschwungenem Giebel und Sockel (Voluten). Im Giebelfeld eine weibliche Person, links von ihr ein Stundenglas, rechts eine Rosette. Auf dem Gesims unten am Giebel Inschrift A. Der Mittelteil mit rechteckigem äußerem Rahmen, darin umlaufend Inschrift B. Im Innenfeld rahmt ein Lorbeerkranz die siebenzeilige Inschrift C, die bis auf die obere Zeile verwittert ist. Im Sockel ein Schädel über zwei Knochen, an den Seiten Voluten.1)
Die andere Seite des Steines ist unzugänglich, da er fest mit der Wand verbunden ist. So fehlen nähere Angaben zur Verstorbenen.
Die Stellenangabe des Leichtexts ist nicht lesbar. Auf FUNEBR(IS) scheint nach zwei nicht genau bestimmbaren Buchstaben, die an MR erinnern, die Zahl 10 oder 101 zu folgen.
Doch den Versuchen, den Leichtext mit Mk 10 oder Ps 101 zu identifizieren, war kein Erfolg beschieden; auch rechnet man nach dem Anfang mit lateinischen Zahlzeichen. Ebenso vergeblich waren die Bemühungen, mit Hilfe der Buchstaben GRA[.] (am Ende der vierten Zeile) oder AUB (in der sechsten Zeile) und den Deutungen GRAS, GRAB, LAUB, STAUB zum Ziel zu gelangen. Wenige unsichere Lesungen von Buchstabengruppen sperren sich einer Deutung, zumal die wenig jüngeren Neuberschen Grabsteine in Reichenbach mit mehrheitlich lateinischen Texten aufwarten. Dennoch glaubt man in der vierten Zeile GLEICH WIE EIN GRAS aus PsH 90,5 lesen zu können, ohne dass sich Anschlüsse oder auch nur andere Stellen dem zuordnen ließen; der Raum davor reicht auch kaum für den vorangehenden Teil des Verses aus.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Dargestellte Personen

Die Verstorbene ist eine Tochter des Theodor Philipp Neuber, von 1698 bis 1717 Adjunkt und Schwiegersohn des Reichenbacher Pfarrers Konrad Ludolph.3) In Neubers Grabinschrift ist zu lesen, dass er vier Kinder verlor.4) Die Datierung der Inschrift ergibt sich daraus, dass die Eltern des Mädchens 1698 heirateten und ab 1715 die Eintragungen ins Kirchenbuch wieder regelmäßig vorgenommen wurden. Die Darstellung des Mädchens im Zentrum des Giebels lässt sich nur als Kleinkind deuten.

Sonstiges

Der Spruch B erscheint auch in Fürstenhagen auf einem Grabstein von 1707.2)

Inschrift

Umschrift

A EVA BARBARA ELISABETHA NEUBERIN
B WAN DER HIMMELL / UNS BEGEHRET /
NICHTS AN IUGEND / ER SICH KEHRET /
C TEXT(US) FUN⌣EBR(IS) [– – –]5

Kommentar

Deutsche Reimverse (B).

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. So sind auch Giebel und Sockel des Inschriftträgers Kat.-Nr. 250 gestaltet. ↑
  2. s. Chronik Reichenbach 59. ↑
  3. s. Kat.-Nr. 290. ↑
  4. s. Chronik
    Fürstenhagen II 100. ↑

Bearbeitung

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Eva Barbara Elisabeth Neuber zwischen 1699 und 1715, Reichenbach“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2411_eva-barbara-elisabeth-neuber-zwischen-1699-und-1715-reichenbach> (aufgerufen am 03.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2411