Conrad Schatting 1695, Eichenberg

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Eichenberg
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Neu-Eichenberg, Ortsteil Eichenberg, Kirche

Angaben zum Standort

Aufgestellt im Vorraum, vom Eingang aus gesehen auf der rechten Seite.

Merkmale

Datierung

1695

Typ

Erhaltung

erhalten

Größe

62 x 139 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

2,5 cm

Beschreibung

Grabstein des Conrad Schatting. Hochrechteckige Platte, mit geschwungenem dreieckigem Giebel; oben im Giebelfeld Engelskopf, darunter Pflanzenmotiv; im rechteckigen Mittelteil oben gerundete Rollwerkrahmung, darunter Schriftfeld mit Inschrift, unter dieser gerundeter Rahmen aus Ranken(?) mit Trauben an den Enden, in der Mitte Totenkopf(?). Text oben und unten der Rundung angepasst; Inschrift eingehauen; Trenner gelegentlich Quadrangel, auch auf der Grundlinie, nicht immer Sinnabschnitte anzeigend.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Dargestellte Personen

Konrad Schatting war 1684 „hochfreyherrlicher Bodenhausischer Amtmann auf dem Schloß Arnstein“ und heiratete am 11. November dieses Jahres die Tochter Anna Catharina des Magisters Andreas Günther Seiffart, des damaligen Pfarrers zu Arnstein. Er war „Herrn Johann Schattings hochadelichen Reiboldischen Verwalters zu Reinsdorf im Voigtland ehelicher Sohn“ und wird wohl aus dieser Gegend stammen.4)
Konrad Schatting blieb anscheinend bis zum Tode Amtmann auf Arnstein. Er starb am 31. Januar 1695 und wurde am 3. Februar begraben.5) Aus seiner Ehe gingen zwei Kinder hervor, ein Sohn Johann Carl Conrad, getauft am 9. April 1686, und eine Tochter Catharina Magdalena, geboren am 6. Dezember 1690 und getauft am 7. Dezember 1690.6)

Sonstiges

In der regelmäßig gestalteten Kapitalisschrift fallen neben den beiden massiven, nicht korrigierten Steinmetzfehlern schmale spitzes A, M mit sehr flachem Mittelteil und beinahe unzial zu nennendes Q, nämlich ähnlich einer runden 2 ein halbhoher und halbgeschlossener Bogen mit Schrägschaft und Balken auf der Grundlinie, nebst spitz ansetzendem Bogen des U ins Auge; die beiden letzten Merkmale finden sich auch auf dem Grabstein Benedix (Kat.-Nr. 238).

Inschrift

Umschrift

PULVIS ET / UMBRA SUMUS1) · QUAPROP/TER VIATOV5 CON-
TEMPLARE / MORTUAM MORTALIUM VITAM2) / IACET ENIM7 ·/
HIC SEPULTUS8 CONRADUS SCHAT=/TING · PRA⌣EFECTUS ·
QUO(N)DAM9 IN / ARENSTEIN · Q[U]I ANNO · 1655 · / NATUS
EST · AST ANNO · 1695 ·/ IN OPTIMO A⌣ETATIS FLOVE10 · UM=/
BRA⌣E INSTAR · EVANUIT · / DIE ANGST M⌣EIN⌣ES H⌣ERTZEN11 IST
GROS · / FÜH⌣RE MICH AUS MEIN⌣EN NÖHTEN / SIEH⌣E AN
M⌣EINEN IAM⌣MER UND ELEND / UND [V]ERGIB MIR ALLE /
MEINE SÜNDE · / [PSAL]M XXV3)

Übersetzung

Staub und Schatten sind wir. Deshalb, Wanderer, bedenke, dass das Leben der Sterblichen tot ist. Es liegt nämlich hier begraben Conrad Schatting, einst Präfekt (Amtmann) in Arnstein, der im Jahre 1655 geboren wurde, aber im Jahre 1695 in der besten Blüte seines Lebens wie ein Schatten dahinschwand.

Kommentar

Hemiepes (PULVIS – SUMUS).

Schrift

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Conrad Schatting 1695, Eichenberg“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2392_conrad-schatting-1695-eichenberg> (aufgerufen am 01.11.2026)

Kurzform der URL für Druckwerke

https://lagis.hessen.de/resolve/de/gdm/2392