Johann Ludwig Schmidt 1695, Allendorf

Abb. 180: Bad Sooden-Allendorf, Steintor, Friedhofshalle, Grabstein Schmidt (1695) – Nr. 251
Standort
Gebäude / Areal
Bad Sooden-Allendorf, Steintor, Friedhofshalle
Angaben zum Standort
In der Friedhofshalle aufgestellt als fünfter Stein von rechts.
Merkmale
Datierung
1695
Typ
Erhaltung
erhalten
Größe
96 x 202 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
(A) 2,7-3,5, (B) 2,5, (C) 2,7 cm
Beschreibung
Grabstein des Johann Ludwig Schmidt. Hochrechteckiger Stein. Im Mittelteil Schriftfeld, von Pilastern gerahmt, leicht gewölbt, mit Inschrift A, Zeilen zentriert. Über dem Mittelfeld Rollwerkbekrönung, darin ein Vollwappen mit Beischrift C, von der Helmzier unterbrochen. Unter dem Mittelfeld Sockel mit Voluten, im Sockelfeld Inschrift B, die bis auf wenige Buchstaben verloren ist. Alle Inschriften eingehauen; als Trenner und Kürzungen Quadrangel bzw. Doppelpunkte aus Quadrangeln. Der Text der Grabinschrift beginnt auf der anderen Seite des Steines, die unzugänglich ist.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Enthaltene Wappen
Diede
Dargestellte Personen
Der Name des Verstorbenen, der auf der zugänglichen Seite des Grabsteins nicht erscheint, war Johann Ludwig Schmidt, wie sich aus dem Kirchenbuch ergibt.3) Er wurde am 23. April 1670 getauft; Pate war der Bürgermeister Johann Ludwig Diede, sein Großvater.4) Dieser Sohn scheint das älteste Kind des Ehepaares Schmitt gewesen zu sein. Denn in der Grabinschrift der Frau ist mitgeteilt, dass sie 1653 geboren wurde;5) sie wird also mit 16 Jahren geheiratet und im Jahre 1670 das erste Kind zur Welt gebracht haben.
Sonstiges
Breite 92-99,5 cm.
Inschrift
Umschrift
A [– – –] // SED HEU PROPERA FATA . / QUAM AVERTERE VOLEBAT
MORS PRA⌣EVERTIT / NAM TABE FEBRIQUE HECTICA VEHE-
MENTISSIMA / CORREPTUS ATQUE CONSUMTUS EFFLAVIT ANI-
MAM / AD DECRETORIAM1) HANC HORAM OPTIME IAM DIU
PRA⌣E=/PARATAM PRECIBUSQUE AC SUSPIRIIS ARDENTISSIMIS
CRE/ATORI COMMENDATAM D(IE)5 VII. FEBR(UARII)6 A(NN)O
SAL(UTIS)7 M . DC . XCV . / AETAT(IS)8 XXV · / SIC AD METAM
DELATUS IN MEDIO NONDUM VITA⌣E / CURSU . / ANINMA9 IN
COELO EST . / CORPUS HIC IN REQUIE / MEMORIA IN PACE . /
MARCUS HENRICUS SCHMID / CONSUL REIPUB(LICAE)10 ALLEN-
DORFF(ENSIS)11 / ET CATHARINA ELISABETHA DIEDENA / PA-
RENTES MOESTISS(IMI)12 / FILIO OPTIMO / MONUMENTUM
HOC POS(UERUNT)13
B [– – – AM] 4 · CAP(ITEL) V(ERS)14 · [– – –]
C C(ATHARINA) E(LISABETHA) // D(IEDE)
Übersetzung
(A) . . . aber ach – das Verhängnis ist rasch. Der Tod, den er abwenden wollte, kam ihm zuvor. Denn von Schwindsucht und einem zehrenden, überaus heftigen Fieber ergriffen und verzehrt verhauchte er seine Seele, die er auf diese entscheidende Stunde schon lange bestens vorbereitet und mit Gebeten und glühendsten Seufzern seinem Schöpfer empfohlen hatte, am 7. Februar im Jahre des Heils 1695, im Alter von 25 Jahren, auf diese Weise ans Ziel gebracht, noch nicht einmal in der Mitte des Lebenslaufs. Seine Seele ist im Himmel, sein Körper hier in der Ruhe(stätte), eine Erinnerung in Frieden. Marcus Heinrich Schmitt, Bürgermeister der Stadt Allendorf, und Catharina Elisabeth Diede, die tieftraurigen Eltern, setzten ihrem besten Sohn dieses Grabmal.
Schrift
Indizes
Wappen
Siehe auch
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Orte
Personen
Quellen und Materialien
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Johann Ludwig Schmidt 1695, Allendorf“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2390_johann-ludwig-schmidt-1695-allendorf> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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