Hans Hubental 1660(?), Trubenhausen

Abb. 110: Großalmerode-Trubenhausen, Kirche, Grabstein Hubental (1660?) – Nr. 185
Standort
Gebäude / Areal
Großalmerode-Trubenhausen, Kirche
Angaben zum Standort
An der südlichen Außenwand aufgestellt.
Merkmale
Datierung
1660(?)
Typ
Erhaltung
erhalten
Größe
80 x 85 cm (B x H)
Größe der Buchstaben
(A) 2, (B) 3 cm
Beschreibung
Grabstein des Hans Hubental. Fragment. Erhalten ist der obere Teil einer hochrechteckigen Platte mit Volutengiebel. Im Giebelfeld die stark verwitterte Inschrift A, rechteckig gerahmt. Darunter Innenfeld mit Inschrift B, mit Gesims nach oben abgeschlossen, von Pilastern gerahmt, darauf aufgelegt rechteckige, durch Kettenglieder verbundene Kartuschen;1) wie bei dem vergleichbaren Grabstein Becker müsste hier mehrfach der Name geschrieben sein – man sieht nur undeutliche Reste. Die oberen fünf Zeilen gerade noch lesbar, die weiteren verwittert. Inschriften eingehauen.
Das äußere Erscheinungsbild erinnert an den Grabstein Becker (Kat.-Nr. 190), obwohl der zu stark verstümmelt ist, um außer bei den beschriebenen Kartuschen auf den Pilastern Vergleiche zu ziehen. Demgegenüber stimmt das Formular nicht überein, da dort das Bibelzitat in das zentrale Feld geschrieben ist und die eigentliche Grabinschrift heute fehlt, jener Stein also eher über den Hubentalschen datiert werden muss.
Geschlecht, Alter, Familienstand
Dargestellte Personen
Aus dem vorliegenden Formular ist zu entnehmen, dass Hans Hubental 1608 geboren war und mit 30 Jahren heiratete; mehr ist wegen des prekären Zustandes nicht zu erfahren. Immerhin ist das in etwa die Abfolge der Information der gleichfalls mit dem nicht mehr so verbreiteten ANNO eingeleiteten Grabinschrift für Peter Peter (Kat.-Nr. 183) von 1658. Weniger formelhafte Entsprechungen lassen sich für die Grabplatte des Philipp Reinhart von Hanstein (Kat.-Nr. 187) von 1665 und den Grabstein des Konrad Thon (Kat.-Nr. 186) feststellen; freilich kommt bei letzterem eine dem befremdlichen U ähnliche Form vor, das aus zwei Schäften und einem als geschwungene Linie links unten ansetzenden Schrägschaft, einem retrograden N ähnlich, besteht. Die Übereinstimmungen gehen noch weiter in G mit gelegentlich oben geradem und nach rechts gezogenem Bogenende, in N mit geschwungenem Schrägschaft, R mit eher geknickter als geschwungener Cauda; zu den beiden Dekaden nach 1650 passen auch die unten gegabelte 1, deren nach links führende Schleife rechts unter die Gabel geführt ist wie sehr deutlich beim Stein Thon (Kat.-Nr. 186) und dem Feigeschen Tor in der Kirchstraße von Allendorf (Kat.-Nr. 128); bei allen Vergleichsstücken kommt die offene 6 vor.3) Daraus ergibt sich eine mögliche Datierung nach der Mitte des 17. Jahrhunderts, sodass der Stein wohl jenem Hans Hubental gehört, der am 18. Juli 1660 starb.4)
Nachweise
Fußnoten
Bearbeitung
Siehe auch
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Orte
Personen
Nachnutzung
Rechtehinweise
Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat
Zitierweise
Empfohlene Zitierweise
„Hans Hubental 1660(?), Trubenhausen“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2353_hans-hubental-1660-trubenhausen> (aufgerufen am 02.11.2026)
Kurzform der URL für Druckwerke
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