Hans Hubental 1660(?), Trubenhausen

19378F4F-88AF-441E-BC79-64A0466C0DEA
Ortsname
Trubenhausen
Topografische Karten
KDR 100, TK25 1900 ff.

Standort

Gebäude / Areal

Großalmerode-Trubenhausen, Kirche

Angaben zum Standort

An der südlichen Außenwand aufgestellt.

Merkmale

Datierung

1660(?)

Typ

Erhaltung

erhalten

Größe

80 x 85 cm (B x H)

Größe der Buchstaben

(A) 2, (B) 3 cm

Beschreibung

Grabstein des Hans Hubental. Fragment. Erhalten ist der obere Teil einer hochrechteckigen Platte mit Volutengiebel. Im Giebelfeld die stark verwitterte Inschrift A, rechteckig gerahmt. Darunter Innenfeld mit Inschrift B, mit Gesims nach oben abgeschlossen, von Pilastern gerahmt, darauf aufgelegt rechteckige, durch Kettenglieder verbundene Kartuschen;1) wie bei dem vergleichbaren Grabstein Becker müsste hier mehrfach der Name geschrieben sein – man sieht nur undeutliche Reste. Die oberen fünf Zeilen gerade noch lesbar, die weiteren verwittert. Inschriften eingehauen.
Das äußere Erscheinungsbild erinnert an den Grabstein Becker (Kat.-Nr. 190), obwohl der zu stark verstümmelt ist, um außer bei den beschriebenen Kartuschen auf den Pilastern Vergleiche zu ziehen. Demgegenüber stimmt das Formular nicht überein, da dort das Bibelzitat in das zentrale Feld geschrieben ist und die eigentliche Grabinschrift heute fehlt, jener Stein also eher über den Hubentalschen datiert werden muss.

Geschlecht, Alter, Familienstand

Dargestellte Personen

Aus dem vorliegenden Formular ist zu entnehmen, dass Hans Hubental 1608 geboren war und mit 30 Jahren heiratete; mehr ist wegen des prekären Zustandes nicht zu erfahren. Immerhin ist das in etwa die Abfolge der Information der gleichfalls mit dem nicht mehr so verbreiteten ANNO eingeleiteten Grabinschrift für Peter Peter (Kat.-Nr. 183) von 1658. Weniger formelhafte Entsprechungen lassen sich für die Grabplatte des Philipp Reinhart von Hanstein (Kat.-Nr. 187) von 1665 und den Grabstein des Konrad Thon (Kat.-Nr. 186) feststellen; freilich kommt bei letzterem eine dem befremdlichen U ähnliche Form vor, das aus zwei Schäften und einem als geschwungene Linie links unten ansetzenden Schrägschaft, einem retrograden N ähnlich, besteht. Die Übereinstimmungen gehen noch weiter in G mit gelegentlich oben geradem und nach rechts gezogenem Bogenende, in N mit geschwungenem Schrägschaft, R mit eher geknickter als geschwungener Cauda; zu den beiden Dekaden nach 1650 passen auch die unten gegabelte 1, deren nach links führende Schleife rechts unter die Gabel geführt ist wie sehr deutlich beim Stein Thon (Kat.-Nr. 186) und dem Feigeschen Tor in der Kirchstraße von Allendorf (Kat.-Nr. 128); bei allen Vergleichsstücken kommt die offene 6 vor.3) Daraus ergibt sich eine mögliche Datierung nach der Mitte des 17. Jahrhunderts, sodass der Stein wohl jenem Hans Hubental gehört, der am 18. Juli 1660 starb.4)

Inschrift

Umschrift

A SELIG SEIND DIE / DOTEN DIE IN DEM / HERREN STERBEN /
VON NVN AN2)
B AN⌣NO 1608 IST / DER ERBARE HANS / HUBENTTAL IN DIESE /
WELT GEBOREN U⌣ND / IM 30 IAH⌣R SEINES / ALTERS MIT [– – –]

Schrift

Nachweise

Fußnoten

  1. Vgl. Grabstein Becker (Kat.-Nr. 190). ↑
  2. Zahlzeichen und einige Phänomene wie das R, nicht jedoch N und U, erscheinen wenigstens ansatzweise noch auf der Bauinschrift von 1669 in Großalmerode-Laudenbach (Kat.-Nr. 199). ↑
  3. KB Hundelshausen. ↑
  4. Offb 14,13. ↑

Bearbeitung

Nachnutzung

Rechtehinweise

Erschließung: Die Rechte liegen bei den Urhebern, vgl. die Angaben im Abschnitt „Bearbeitung“
Abbildung(en): siehe die Angaben beim jeweiligen Digitalisat

Zitierweise

Empfohlene Zitierweise

„Hans Hubental 1660(?), Trubenhausen“, in: Grabdenkmäler <https://lagis.hessen.de/de/personen/grabdenkmaeler/alle-eintraege/2353_hans-hubental-1660-trubenhausen> (aufgerufen am 02.11.2026)

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